ich habe morbus bechterew und schon etliche medikamente gegen die schmerzen probiert , die meisten mußte ich absetzen weil sie mir geschwüre im magen darm verursacht haben u.ä.
nun bin ich ca. vor einem jahr durch das krankenhaus auf TILIDIN gesetzt worden die schmerzen kamen etwas in den griff aber nie so gut das ich zufrieden war oder bin .
Was ich als ein verbrechen empfinde ist : nach einnahme von tilidin wird man nach gewisser zeit süchtig und die dosis muß erhöht werden .
wenn man also einigermaßen schmerzfrei sein will entsteht automatisch eine tablettensucht aus der man nicht rauskommt bzw. nicht raus will weil man ja schmerzlos sein will .
also entweder süchtig und schmerzlinderung oder nicht süchtig mit schmerzen .
was ist nun ratsam für mich , also ich hab da keinen rat für mich , bitte wer das hier liest eine antwort schreiben bitte , ich bin echt in not mit diesem problem .
ist es so wichtig ohne sucht zu sein oder ist ein schaden programmiert ?!
Patientendaten
Geburtsjahr: 1945 (67 Jahre) Geschlecht: männlich Gewicht: 70,0 kg Größe: 179,0 cm
Mit dem Bechterew kannste weder Tilidin noch andere Schmerzmittel absetzen - die Krankheit wird ja nie so gut daß du ohne Analgetika schmerzfrei sein kannst. Und die nicht-suchterzeugenden sind eben Magenkiller oder anderweitig für den langen bzw. schon mittelfristigen Einsatz ungeeignet (auch wenn manche Ärzte trotzdem nicht davor zurückschrecken weil sie ihren gesunden Verstand wohl eingebüßt haben...) Sucht ist doch da gar kein PROBLEM weils ja bis Ultimo NÖTIG ist. So wie Wasser - oder Insulin bei Zuckerkranken. Von daher mach dir keinen Kopf darum und sei in dem Fall auch nicht auf die Ärzte sauer die dir das gegeben haben. Ist eben so daß die stärkeren, Opiumähnilch wirkenden Mittel ALLE süchtig/abhängig machen - und das wird auch auf immer so sein, weils im Gehirn offenbar unlöslich verbunden ist.
Und Tilidin ist eigentlich schonmal ein sehr gutes Mittel da es viele typ. NW von Opiaten wie Verstopfung, Atemdepression oder Müdigkeit nicht mitbringt. Allerdings wegen der Naloxonbemengung (eine Schweinerei eigentlich, da den Patienten bzw. ihrer Leber zusätzliche arbeit unnötigerweise auferlegt wird) nur bis 600mg max. 1000 mg täglich zu erhöhen. Wenn diese Dosis dannn immer noch Restschmerzen in beträchtlicher Stärke übrig läßt muß schon in die BTM-Klasse eingestiegen werden. Gibt übrigens keine Probleme mit dem absetzen von Tilidin wenn ein anderes Opiat statt dessen eingenommen wird.
Die ganzen Alternativen von solchen "HiWis" wie SSRI oder auch Katadolon (freut sich die Leber auch nicht bei langer Einnahme) und weiß der Geier was noch alles sind m.M. nach maximal als zusätzlicher Unterstützung zu sehen - wie Treiber bei der Jagd. Aber um den Hirsch umzunieten braucht man eben mind. einen mit ner Flinte und nicht 3 Mann die nur Krach schlagen.
Abschließend möcht ich noch anmerken, daß Opium seit Jahrtausenden dazu genutzt wird Schmerzen zu lindern - und das SEHR erfolgreich und die Derivate der heutigen Medizin verfeinern das alles noch. Wenn jetzt oftmals, nur um Sucht usw. vorzubeugen von abgegangen wird ist das einfach nur idiotisch. Sollten Patienten es selber wünschen - ok, Masochismus oder weiß ich was - aber wenn Ärzte da rumgeizen ist das nichts anderes als Folter durch Dummheit.
@chaiyo: Wenn die Schmerzen "nur erträglich" sind würd ich damit auch nicht unbedingt leben wollen solang es noch ein paar Trümpfe im Spiel gibt...
Ich bin seit mehr als 15 Jahre Schmerzpatient (habe auch unter andererem Morbus Bechterew) Durch die ganzen Rheumamittel ist mein Magen kaputt. Nach den ganzen Rheumamitteln nahm ich Tramal und Valeron. Eine Zeit später halfen die Medis nicht mehr. Bei Tramal habe ich einen Entzug in der Klinik gemacht. Valeron habe ich so abgesetzt. Die ÄRztin in der Schmerzambulanz stellte mich dann auf Temgesic 0,2 ein und Paroxetat. Seither sind meine Schmerzen erträglicher und die Lebensqualität um ein vielfaches gestiegen.
Bei Schmerzpatienten stellt sich die Frage der Sucht nicht, sondern nur wie bekomme ich meine Schmerzen weg.
@ Unschuldsengel:
Ich glaube dir, dass du schon mal heftige Schmerzen gehabt hast. Aber das war sicherlich nur für kurze Zeit und nicht, wie bei Schmerzpatienten auf Langzeit(chronisch) Und jetzt stell dir diese heftigen Schmerzen 24 Std. am Tag und das x365 Tg. vor. Was machst du dann?
Deshalb kannst du das überhaupt nicht nachempfinden, wie ein chronischer Schmerzpatient sich fühlt. Es gab und gibt noch heute Menschen, die vor lauter Schmerzen von der Brücke springen.
Den Vergleich, den @ America gemacht hat, ist realistisch und überhaupt nicht makaber.
@unschudsengel.
einige die hier geantwortet haben sind schon bei einen schmerztherapeuten gewesen , mich eingeschlossen. und genau das was wir hier an starken schmerzmedis nehmen hat so ein therapeut uns verordnet.
und ich gebe iww vollkommen recht ...wer schmerzen von acht bis zehn auf der schmerzskala ertragen muß kann hier mitreden.
es ist auch kaum vermittelbar was stärkste schmerzen sind , wenn man es nicht selber erlebt hat.selbst ärzten ist es oft kaum vermittelbar.
wende dich mal an einen schmerztherapeuten der kann dir erklären was es mit schmerzpatienten auf sich hat.
wir sind gewohnt so verurteilt und beurteilt zu werden .aber wir schmerzpatienten unter uns wissen ,das es so einfach nicht ist und damit können wir gut leben.
Also, ich habe eine jahrzehntelange Schmerzchronik hinter mir, habe mich teilweise auch daran gewöhnt, nie schmerzfrei zu sein!
Aber leider nahmen die Schmerzen mit zunehmenden Alter immer mehr zu, so das ich heilfroh war, als mir eine Schmerzklinik den Weg zu Opiaten anwies und ich seitdem meine Schmerzen so stark vermindern konnte, das mein Leben wieder einigermaßen lebenswert wurd, das ist jetzt über 7 Jahre her!
Ich möchte auf keinen Fall wieder in die Situation kommen, Schmerzen - in der Schmerzanlge mit 8 - 9 bezeichnet - zu erleiden, und da ist es mir vollkommen egal, wenn ich nun als meinerwegen Morphinist oder sonst was angesehen werde!
Ich kann wieder leben, meine Schmerzen liegen derzeit lt. der Schmerzskala so bei 4 - 6, das kommt auf die tagesdorm an! Aber mit diesen schmerzen kann ich leben - ohne meine Medikamente aber leider nicht!!!
Ich würde mich deshalb aber nicht als süchtig bezeichnen, das würde sich auch kein Diabetiker erlauben, der vom Insulin abhängig ist!
Nachvollziehen können wird meine Worte jeder Schmerzpatient, der ähnliches wie ich erleben durfte!
Und ohne ärztliche Verordnung nehme ich keine Medikamente ein, da verlasse ich mich voll und ganz auf die Ärzte!
Sollte jetzt jemand einer anderen Ansicht sein, dann wünsche ich demjenigen nur zwei bis drei Tage Schmerzerlebnis in der Stärke, wie ich es ohne Opiate jahrelang erleben durfte, dann wird auch er einer anderen Meinung sein!
Schmerz ist eine Krankheit,er muß als solche auch behandelt werden!
IWW
Ich habe seit 7 Jahren chronische Kopfschmerzen. Mal mehr schlimm mal weniger. Dazu habe ich mehrere Schäden an meine Wirbelsäule, und auch eine anfangende Versteifung meiner LWS. Ich habe mich auch geweigert Medikamente zu nehmen. Ich bin dadurch so stark depressiv geworden, dass ich jetzt zusätzlich zu Schmerzmittel, Psychopharmaka schlucken darf. Ich habe mir auch immer gesagt Ich will nicht süchtig werden von Medikamenten, vorher erdulde ich einfach die Schmerzen. Das ist nur bis zu einen gewissen Punkt möglich. Irgendwann hält man es nicht mehr aus. Die Psyche hällt das nicht aus.
Ich sehe jemanden nur als Abhängig wenn er das Medikament missbraucht und nicht wenn er die vorgeschriebene Dosis nimmt die der Arzt verordnet hat.
Ich habe selber Tramadol und Tilidin zuhause darf beide Medikamente aber nicht mehr nehmen da sie Wechselwirkungen verursachen mit mein Psychopharamaka und musste nun auf andere Schmerzmittel ausweichen. Ich freue mich wenn ich mit diesen dann mal eine Stunde schmerzfrei wäre.
america/mona hat es auf den punkt gebracht. ich seh das vollkommen genauso, wie schon erwähnt. und ich seh mich als nur abhängig vom tilidin, da ich es nicht missbrauche, sondern die menge vom arzt verschrieben einnehme.
von sucht spricht man erst, wer mehr dosen als verschrieben oder im waschzettel angegebene dosierung einwirft. _)
"In einzelnen Fällen kann extremer Schmerz einen tödlichen Schock verursachen. Die Verletzung selbst muss dabei nicht lebensbedrohlich sein. Es kommt zu Herz-Kreislauf-Versagen und Herzstillstand.
Insgesamt sind chronische Schmerzen jedoch wesentlich gefährlicher. Patienten mit chronischen Schmerzen sind in einem diabolischen Kreislauf gefangen. Durch die dauernde Weiterleitung von Schmerzsignalen kommt es zu einer krankhaften Veränderung des Rückenmarks. Die Schmerzschwelle sinkt, schon leichte Reize werden dann über die Synapsen (rechts) weitergeleitet und lösen eine neue Schmerzempfindung aus. Die chronischen Schmerzen können das ganze Leben der Betroffenen zerstören. Sie ziehen sich von sozialen Kontakten zurück, ihre Konzentration und ihr Gedächtnis leiden. Die Folge sind psychische Krankheiten wie Depressionen. Und Schmerzmedikamente, die starke Opiate enthalten, können die Patienten süchtig machen und im Laufe der Zeit Organe zerstören. "
Quelle: Welt der Wunder
Also auch opiathaltige Medikamente sollte man nicht bedenkenlos schlucken. Wer meint, sie hätten außer der Abhängigkeit keine weiteren Risiken, sollte aufpassen, daß er nicht eines Besseren belehrt wird.
Die Verhältnismäßigkeit bei der Anwendung von Medikamenten sollte gewahrt bleiben.
Ich denke mir, bei dir ist der Faktor Sucht durchaus vernachlässigbar.
Ich hatte jahrelang chronische Kopfschmerzen. Da bin ich wirklich fast durchgedreht!! Ich war glücklich, wenn ich `mal 5 Minuten schmerzfrei war. Irgendwann zermürbt das JEDEN. Den einen früher, den anderen später. Die sind zum Glück irgendwann so weggegangen, dass sie nur noch manchmal kommen, ich sie nicht mehr dauernd habe. Ich kann also @america`s Darstellung schon nachvollziehen. VLG von Dschungi. :-)
glaube mir ich hatte auch schon heftige Schmerzen
aber ich hätte nicht gesagt das ich da ran sterbe :-9 schmerz ist eh subjektiv empfunden
ich denke da muss jeder mit sich selber ausmachen ob abbhänig oder nicht und welche wege er gehen möchte
ja man stirbt an starken schmerzen! sag mir wie man stärkste schmerzen auf lange zeit erträgt? das kann eigendlich nur jemand fragen der nie stärkste schmerzen auf lange zeit hatte.
jeder der sowas erleiden muß möchte sehr schnell nicht mehr leben , es nicht mehr ertragen...es ist nicht ertragbar.
jeder schmerzpatient wird dir das bestätigen.
ich rede hier nicht von zwei tage zahnschmerzen oder ähnliches..wie es jeder schon mal hatte. starke schmerzen zerstören dich , beim einen schnell , bei anderen später.
ja man stirbt , auch wenn auch oft nur im übertragenden sinne ...und einige sterben auch daran und sei es aus eigener hand!!
"nachtrag"....tilidin kann man auch langsam absetzen ,ohne entzugserscheinungen.
viele psychomedis müßen genauso ausgeschlichen werden , wie starke schmerzmittel.
über sucht , oder nicht, bei starken schmerzmedis ,lässt sich streiten, wobei ein schmerzpatient sich meistens nicht als süchtiger sieht , sondern als schmerzlinderung um lebensqulatität wieder zu bekommen um zu überleben.
diese frage stelle ich mir nicht. herkömmliche schmerzmedis schädigen schon nach kurzer zeit und lindern keine starken schnmerzen.
mir ist ein schmerzfreies leben wichtig mit lebensqualität. ich fühle mich nicht süchtig und ich benehme mich nicht wie ein süchtiger.
diabetiker sind auch( "süchtig "?) nach insulin. ohne insulin würde er sterben, sowie ich sterbe ohne meine schmerzmedis.
aber wer keine schmerzmittel einnehmen möchte und lieber starke schmerzen erträgt und dafür eben nicht "süchtig " werden will......jeden das seine .
ich will leben und nicht leiden.!
und so denkt eigendlich jeder patient der stärkste schmerzen hat und ertragen mußte.
das muss man immer abwägen, also ich ziehe lieber die sucht in kauf, als mit widerlichen schmerzen durch die welt zu laufen und irgendwann vor schmerzen irre zu werden. habe die tilidin von meinem hausarzt wegen der kieferschmerzen bekommen, da die einfachen nicht wirken. ibu, diclo und paracetamol. nach kurzer zeit zerfrisst das zeugs bloss die organe. ichlebe lieber mit der abhängigkeit. einem zuckerkranken kann man auch nicht das insulin wegnehmen.
der ist im prinzip auch abhängig von medikamenten.ich sehe das so und steh auch dazu, es kann sein, dass es hier leute gibt, die mit ner opiatabhängigkeit ein problem haben, aber ich stehe dazu, basta, egal, was andere denken!!!
Man muss realistisch sein. Mit einem Morbus Bechterew bist Du auf Medikamente dieser Gruppe angewiesen, um weitestgehend schmerzfrei leben zu können. Mit dem Schmerz zu leben, das liest sich vielleicht heroisch, ist aber völlig unsinnig und schädigt ansonsten unbeteiligte Organe. Für Dich ist es nicht wichtig, suchtfrei zu sein, denn im Vordergrund steht die höchstmögliche Lebensqualität trotz der Erkrankung. Gruss, Vox
Hallo, ja das ist ein Kreislauf aus dem man nicht so einfach raus kommt.
Denke das es wohl kaum wirksame Medikamente gibt von denen man am Schluss nicht süchtig wird. Würde mal einen Arzt um Rat fragen. Vielleicht weiß er doch ein anderes Medikament