Vorgehen nach Lungenembolie

Anonymer Benutzer
Frage gestellt am
26.11.2013 um 17:54

Nach einem Achillessehenriss, der konservativ mit einem Vacoped-Schuh behandelt wurde, entwickelte sich bei meinem Freund (48 Jahr, 172, 70 Kilo, Nichtraucher)
trotz Anti-Thrombose-Spritze eine Venenthrombose, die nicht mit Schmerzen oder Schwellungen einherging und daher schließlich
zu einer beidseitigen, parazentralen Lungenembolie führte. Aufgrund einer zusätzlichen Infarktpneumonie rechts mit wenig Erguss und
der damit einhergehenden Lungenfellentzündung hatte er zudem heftige Schmerzen in der Brust.
Nach dreitägiger Behandlung im Krankenhaus konnte er entlassen werden. Sein Kreislauf ist stabil, eine Schädigung des Herzens zum
jetzigen Zeitpunkt nicht zu erkennen. Neben Novalgin, Irfen, Dafalgan als Scherzmedikamente und einem Mittel um Magenschutz wurde
ihm Xarelto zur Blutverdünnung verordnet. Die Ärzte gehen davon aus, dass er Xarelto zwischen drei und sechs Monaten nehmen muss,
in dieser Zeit auch Kompressionsstrümpfe wird tragen müssen und dass sich die Gerinnsel in der Lunge in den nächsten Wochen von selbst
auflösen.

Die Schmerzen werden langsam besser, die Kurzatmigkeit setzt ihm jedoch sehr zu. Im Entlassungsbericht des Krankenhauses wird der
behandelnden Hausärztin ein EKG bzw. Lungenfunktionstest nur empfohlen, falls es andauernde Krankheitssymptome gäbe.
Wie aber weiß man, ohne CT und ohne Herzuntersuchung, ob sich der Embolus vollkommen aufgelöst hat und sich auch keine Folgeschäden
am Herz entwickelt haben?
Kann man wirklich die Gleichung aufstellen: Kurzatmigkeit = noch existierende Gerinnsel / keine Kurzatmigkeit = Gerinnsel aufgelöst?

Wird sich die Lunge vollständig erholen können?

Die Gefahr einer erneut auftretenden Thrombose / Embolie wird in der Literatur mit bis zu 30% angegeben. Gilt dies auch für den Fall, dass
die Thrombose / Embolie durch äußere Faktoren, nämlich einer Immobilität nach Achillessehnenriss verursacht wurde?

Xarelto ist kein unumstrittenes Medikament. Wir haben bezüglich Vor- und Nachteilen zu Macumar lange mit den Krankenhausärzten gesprochen.
Gibt es jemanden, der Erfahrung in der Einnahme von Xarelto hat?

Was können wir unterstützend für Lunge und Herz tun?

Patientendaten

Geburtsjahr: 1966 (47 Jahre)
Geschlecht: männlich
Gewicht: 70,0 kg
Größe: 172,0 cm
Eingetragen durch: Angehöriger
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1 Antworten:

voxlenis

26.11.2013 20:06

Deine Fragen kann überwiegend nur eine höhere Instanz beantworten. Ob das Xarelto defintiv eine komplette Lyse der Thromben herbeiführen wird, wer soll das wissen? Man kann doch nur spekulieren. Die Gleichung ist jedenfalls Unsinn. Nach einer Lungenembolie kann es zu sog. Atelektasen kommen ( schlecht belüftete Lungenpartien ), die ebenfalls solche Symptome verursachen. Dies völlig unabhängig von einem eventuell noch bestehenden oder nur teilweise aufgelösten Thrombus. Auch ist es unwesentlich, ob die Embolie durch äussere Umstände verursacht wurde oder nicht. Fakt ist, Dein Freund ist einstweilen dem Teufel von der Schippe gesprungen, und es ist nicht immer gut, akribisch nach eventuellen Risiken zu suchen. Für Lunge und Herz ist ein leichter Ausdauersport an der frischen Lust auf jeden Fall empfehlenswert. Gruss, Vox

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