Absetzen der Neuroleptika

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Frage gestellt am
24.05.2015 um 19:25

Wer hat Erfahrung mit dem Absetzen der Neuroleptika bei der Diagnose Paranoide Schizophrenie und wie habt ihr es geschafft psychisch stabil zu bleiben?

Patientendaten

Geburtsjahr: 1988 (27 Jahre)
Geschlecht: männlich
Gewicht: 95,0 kg
Größe: 175,0 cm
Eingetragen durch: Patient
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5 Antworten:

Tesseract
Benutzerbild von Tesseract
24.07.2015 01:05

Vielleicht schaffst Du es durch superlangsame Reduktion doch? Wirklich in superkleinen Schritten ganz langsam runter, zunächst alle 6 Wochen eine kleine Reduktion, dann wenn man schon niedriger dosiert ist, alle 3 Monate eine kleine Reduktion.

Superlangsam, und umso langsamer machen, desto näher man der Nulldosis kommt.

So hat es bei mir geklappt.

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masterofhyper

21.07.2015 11:43

Ich nehme Clozapin und das schon seit 1,5 Jahren

Ich kann jeden versichern... clozapin ist zwar super wirkung aber es verändert die rezeptoren.

Absetzen unmöglich !

Absolute Schlaflosigkeit und explodierende Unruhe im Kopf nicht auszuhalten!

Clozapin ist zu 90% nie wieder absetzbar...
Mit Absetzen ist kein Wechsel gemeint!

Alle die da draußen sind und Clozapin nehmen, ihr tut mir leid !

Ich bin gerichtlich dagegen vorgegangen und die Ausrede hieß... Ihre Psychose ist wieder da... es ist keine Abhängigkeit...

Somit schützen sich ärzte und die pharma Industrie...
Mit den Satz nach dem Absetzen sind Psychotische Symptome die einmal aufgetreten sind möglich..

Es tut mir leid euch keine bessere Nachricht geben zu können.

Diese Nachricht ist ausdrücklich kein ärztlicher Rat!

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Tesseract
Benutzerbild von Tesseract
19.07.2015 14:40

und noch ein Link http://www.lpen-online.de/pdf/psychopharmaka_herunterkommt.pdf

Beide Links sind sehr interessant und gut geschrieben.

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Tesseract
Benutzerbild von Tesseract
29.06.2015 04:26

Hier gibt es sehr Lesenswertes zum Thema Psychopharmaka loswerden:
http://www.psychiatrie-beschwerde.de/fileadmin/user_upload/MAIN-dateien/Beschwerdestelle_Psychiatrie/Soll_ich_die_Psychopharmaka_absetzen.pdf

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elaine_44

23.06.2015 08:14

Hallo Eugen,
ich habe genau die gleiche Diagnose, allerdings sind es schon 8 Jahre her, als ich zuletzt psychotisch war. Mittlerweile nehme ich fast gar keine Neuroleptika (etwa " Amisulprid 200 im Monat) und ich habe sie auch bei meiner ersten Psychose, die ich mit 30 J. hatte nach etwa einem halben Jahr einfach langsam abgesetzt, weil ich mich nicht mehr wohl fühlte damit und das hat auch gut geklappt. Entgegen jeglichem Ärzterat!!!. Beim zweiten mal ähnlich, nur da hatte ich 2 Jahre Amisulprid eingenommen und es abgesetzt weil ich immer schwerer wurde. Zuletzt 110 Kilo- echt Wahnsinn. Konnte mich nicht mehr im Spiegel ansehen, es war echt schlimm. Die Tatsache dass ich so dick geworden war machte mir nachher mehr zu schaffen, als mein psychischer Zustand. Ich habe es nie bereut die Tabletten abgesetzt zu haben. Klar, erstmal muss man sich wieder dran gewöhnen dass man wieder klarer- und der Verstand wacher wird, man merkt dann schon, dass man vorher so wie in Watte gepackt war. Aber irgendwie war es für mich auch was Schönes meine Gefühle wieder mehr zu spüren. Ich glaube psychisch stabil bleiben, kann man nur indem man sich Hilfe holt durch gleichgesinnte oder Sport o.ä.. Sport hilft auch übrigens gut bei Depressionen ich denke dafür wäre es bestimmt auch nicht falsch, aber da muss jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln, es gibt denke ich kein Pauschalrezept! Viele lieb Grüße und viel Erfolg! Ellen

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