Langjährige Einnahme von Paroxetin | SSRI Toleranzentwicklung

Oliver_S

Frage gestellt am
11.05.2022 um 22:11

Guten Tag,

folgendes Problem: ich habe aufgrund einer unipolaren Depression sowie einer damit verbundenen Angst- und Panikstörung dereinst das Medikament "Paroxetin" verschrieben bekommen. Und, was soll ich sagen - es hat mir enorm geholfen ! So konnte ich ganze 10 Jahre voll am Leben teilnehmen, arbeiten, Freunde treffen und so weiter (all das war vorher ein Problem) - und selbst persönliche Schicksalsschläge haben mich nicht in einem ungesunden Maße getroffen (soweit ich das einschätzen kann).

Ich nahm für ca. 5 Jahre 20mg morgens, und dann für weitere 5 Jahre 40mg - alles war gut. Nach insgesamt ca. 10 Jahren aber begannen die ursprünglichen Symptome zurückzukehren; mehr noch - es kamen neue hinzu (wie etwa eine so noch nie dagewesene Anspannung und Panik-Schübe). Und das, obwohl ich nichts an der Medikation verändert habe, nichts anderes eingenommen habe, es im privaten zuging wie bisher auch.

So wurde ich kürzlich auf Venlafaxin umgestellt - was ganz kurz eine Linderung brachte (für ca 1 oder 2 Wochen), und nun stehe ich wieder am Anfang. Genauer gesagt fühle ich mich so, als würde ich gar keine Medikamente einnehmen - obwohl die Dosis von aktuell 225mg ja auch nicht gerade niedrig ist. Ich befürchte das, auch wenn manche Ärzte sagen dass dies eher nicht möglich sei - eine Toleranz gegenüber den sogenannten SSRI's und SNRI's aufgebaut habe. Und nun habe ich den Salat - durch die langjährige Einnahme habe ich mich so an das Medikament und seine Wirkung gewöhnt, ja quasi mich auf sie verlassen - sodass ich jetzt relativ blöd dastehe. Klar sollte man sich nicht allein auf Medis setzen - doch finde ich, dass ein solches Problem unbedingt gehört werden muss !

Höchstwahrscheinlich habe ich nun - da Termine bei Psychologen und Gruppen derzeit so wie überhaupt nicht zu bekommen sind - eine Odyssee aus verschiedenen Medikamenten-Versuchen vor mir. Vielleicht kann mir dazu ja jemand eine Hilfestellung geben ?

Allerdings bitte ich nur um konstruktive Antworten, und nichts in der Richtung wie "da musst Du Deine Ärztin fragen". Viele Ärzte sind auch nur Scharlatane (Entschuldigung, ist aber so) bzw. wissen sie oft selbst nicht was sie tun. Da wäre es schon hilfreich wenn ich mit eigenen Vorschlägen kommen könnte. Wie z.B. in die Richtung, dass mir alle anderen SSRI's wohl auch nicht mehr helfen werden wenn jetzt schon 2 versagt haben... oder ? Das Problem ist nur, dass die Ärztin wohl auch auf Nummer sicher gehen will und nichts allzu "exotisches" verschreiben möchte... beim Stichwort Buspiron z.B. hieß es gleich "wir wollen ja nicht gleich übertreiben"...

Was kann / sollte ich noch probieren ? In meiner persönlichen Auswahlliste stehen derzeit noch Pregablin, Buspiron, Opipramol - da diese ja etwas andere Werkmechanismen aufweisen.

Patientendaten

Geburtsjahr: 1985(37 Jahre)
Geschlecht: männlich
Gewicht: 119,0 kg
Größe: 189,0 cm
Eingetragen durch: Patient
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