Weitermachen mit Sertralin oder wechseln zu Doxepin?

maierlin5

Frage gestellt am
01.04.2022 um 17:28

Hallo! Ich nehme jetzt seit 10 Wochen Sertralin, seit 6 Wochen in der Zieldosierung von 150 mg. Der Erfolg ist bisher so semi. Es geht mir besser, aber ich habe immer noch Rückfälle von Angst, Unruhe und Depri. Es ist ein auf und ab. Meine Psychiaterin möchte, dass ich noch 4 Wochen bei der Medikation bleibe, und dann über einen Wechsel entscheiden (es ist Doxepin angedacht). Hat jemand Erfahrung: Macht es Sinn, bei dem mittleren Erfolg mit Sertralin noch weiter zu machen? Kann sich da tatsächlich nach so vielen Wochen noch etwas verbessern in der Wirkung? Bin halt trotz des Sertralins total unruhig und mit Angstgefühl, teilweise so grunderregt, dass meine Finger zittern. Soll ich noch Geduld haben oder ist ein Medikamentenwechsel jetzt besser?

Patientendaten

Geburtsjahr: 1973 (49 Jahre)
Geschlecht: männlich
Gewicht: 75,0 kg
Größe: 190,0 cm
Eingetragen durch: Patient
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6 Antworten:

Linda K.
Benutzerbild von Linda K.
08.11.2025 21:57

Liebe Sanego-Nutzerin, lieber Sanego-Nutzer vom 06.11.2025,
das Absetzen von Doxepin nach vielen Jahren kann den Körper und besonders das Nervensystem stark belasten. Symptome wie innere Unruhe, Ängste, Schlafstörungen oder körperliche Anspannung sind in dieser Phase häufig und können sehr intensiv werden. Das bedeutet nicht, dass etwas „falsch“ läuft – dein Körper reagiert auf die Veränderung und benötigt Zeit, um das Gleichgewicht wiederzufinden.
Wenn Doxepin zu schnell reduziert oder zu früh auf Sertralin umgestellt wird, kann es zu einer vorübergehenden Verschlechterung kommen. Darum ist ein langsames, schrittweises Ausschleichen entscheidend. Sprich unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, damit der Absetzplan angepasst werden kann. Manchmal hilft es, die Dosis kurzzeitig etwas anzuheben und dann in kleineren Schritten zu senken. Wenn die Angst oder Schlaflosigkeit zu stark wird, such bitte sofort ärztliche Hilfe – auch außerhalb der Praxiszeiten.
Herzliche Grüße und alles Gute.
Linda
Apothekerin und freie medizinische Redakteurin

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Anonymer Benutzer

06.11.2025 16:22

Hallo ich habe doxipin 50 mg jetzt 7 jahre genommen. Da ich damit nicht mehr richtig klar komme . Soll ich es jetzt ausschleichen lassen . Im Moment habe ich das gefühl ich gehe sein wochen schon durch die hölle . Unruhe und extreme ängste sind wie den ganzen tag da. Und gerade abends wenn es ans schlafen geht unerträglich. Es muss jemand bei mir sein bis ich endlich eingeschafen bin. Wenn ich dann vielleicht mach geschaft habe davon weg zusein soll ich auf serralin eingestellt werden. Kann mir jemsnd sagen ob es bald besser wird weil es macht mich richtig fertig so wie es jetzt ist .

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Amnesiac

18.04.2022 11:20

Vorab: Ich möchte dir keine Angst machen. Meine eigenen Erfahrungen mit Doxepin: ich habe ein Jahr lang Doxepin genommen. Doxepin machte mich, schon in geringer Dosis, sehr, sehr müde. Es erzeugte bei mir einen enormen Müdigkeits-Überhang in den nächsten Tag. Ich musste mir morgens drei Wecker stellen, um wach zu werden. Brauchte etwa 1,5 Stunden, bis ich überhaupt die Wecker registriert habe. Gegen Angstzustände hat es sofort geholfen, gegen Depression leider gar nicht. Das Absetzen nach einem Jahr war bei mir extrem grausam: erste Woche ohne Medikament war noch ok, aber dann gingen ca. 3,5 Wochen schwerer Entzug los. Es fühlte sich an wie ein kalter Drogenentzug. Ich konnte nicht mehr alleine zuhause bleiben. Ich persönlich würde Doxepin nie wieder nehmen wollen.
Aber: solche Medikamente wirken bei jedem anders. Es sind nur meine rein subjektiven Erfahrungen.
Ich würde dir raten, dem Sertralin noch eine Chance zu geben. Wenn es danach immer noch “semi” wirkt, kannst du über einen Wechsel nachdenken.

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maierlin5

03.04.2022 11:32

Vom Frage-Steller selbst

Kann das Händezittern auch von zu hohem Sertralin kommen?

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maierlin5

01.04.2022 20:46

Vom Frage-Steller selbst

Aber ne Umstellung ist halt auch ein ganz schöner Akt…

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badnewsgoodne…

01.04.2022 19:41

Hallo mailerin5
Etwas schwierig ......
Nach 10 Wochen sollte eine Erstverschlimmerung durch sein .....es sollten die positiven Effekte mittlerweile überwiegen
Allerdings sind 150mg auch eine Menge, kann sein, dass 50-100mg besser anschlagen, gerade bezogen auf Unruhe usw
Wie so oft, ist die beste Aussage, bespreche es mit deiner Ärztin
Meine Idee wäre:
- runter auf 50-max 100mg und gucken
- Doxepin ist eine vollkommen andere Wirkweise, kann klappen, ist individuell
Wie gesagt, der langen Einnahme Zeit wegen, kann es ein, dass Sertralin (generell SSRI) bei dir nicht so toll sind
Wenn du schon eine kritische Empfindung bzgl des Medikaments hast (gerade bei 10 Wochen), sind die Erfolge häufig ungünstig .....
Dir viel Erfolg

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