Kopfschmerzen bei Keppra

klara111

Frage gestellt am
14.11.2012 um 19:06

Mein Mann hatte im Februar einen Schlaganfall, rechtseitige Lähmung und Aphasie,Apraxie.
Im Oktober hatte er einen epileptischen Anfall, Grand mal.
Daraufhin soll er Keppra 500-0-1000 nehmen, zur Zeit sind wir bei 250-0-500 in der Dosierung.
Schwindel und Kopfschmerzen sind aber bereits so belastend, dass wir nicht höher dosieren wollen.
Die EEG`s waren unauffällig.
Er ist sehr aktiv, Fahradergometer,Crosstrainer, Lauftraining, Sprachtraining, aber unter dieser Medikamenteneinnahme
total unzufrieden.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen, was könnte man tun?

Patientendaten

Geburtsjahr: 1953 (59 Jahre)
Geschlecht: männlich
Gewicht: 75,0 kg
Eingetragen durch: Angehöriger
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1 Antworten:

Anton

15.11.2012 19:21

Hallo,
Gut, dass Du schreibst, dann habt ihr in den letzten Monaten viel mitgemacht und es wird noch eine Weile dauern, bis alles wieder normal läuft. Wichtig: Dein Mann stellt die Risikofaktoren für einen möglichen weiteren Schlaganfall ab, ich denke an Rauchen, an ungesunde und zuviel Kost, ein ganz wichtiger Punkt ist genug Bewegung und kontinierliche Behandlung des Hypertonus.

Ich möchte mich vorstellen, bin med. Laie und seit Jahrzehnten Epilepsie-Patient. Meine Zeilen ersetzen auf keinen Fall ärztlichen Rat, weil ich nicht als Mediziner, sondern als Patient berichte.

Nach vielen anderen Medikamenten war Keppra das erste Mittel, das mit relativ wenig Nebenwirkungen (NW) gute Wirkung gezeigt hat. Bin postoperativ seit über 6 Jahren anfalls- und aurenfrei.

Wodurch kommt es zu den NW? In den ersten Wochen muss sich der Körper an das Mittel gerwöhnen. Die meisten NW verschwinden innerhalb der ersten Wochen. Aber es können welche bleiben. Ich denke an Aggressivität, Feindseligkeit, Schlaflosigkeit etc. Dafür ist Keppra ein Garant für mögliche Anfallsfreiheit.

Im Rahmen der Generikum-Diskussion möchte ich auf Folgendes hinweisen: Keppra muss mittlerweile auch als Generikum bei der Apotheke herausgeben werden. Der Hersteller UCB stellt Keppra unter dem Wirkstoffnamen her, Inhalt das Gleiche wie Keppra.

Der Arzt muss dann „Levetiracetam" schreiben und das „aut idem-Kästchen“ durchkreuzen. So wird Levetiracetam von UCB beim Apotheker herausgeben.

Weiterhin sollten die Regeln für Anfallskranke beachtet werden. Keinen Alkohol, kein Schlafentzug, nicht Auto fahren, u. v. a. m. Ich wünsche weiterhin Genesung und euch einen guten Weg.

Liebe Grüße
Anton

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