Melperon

Anonymer Benutzer
Frage gestellt am
22.08.2009 um 20:00

Meine 95jährige Mutter ist von einer ständigen Unruhe getrieben, die sich darin äußert, dass sie mehrere Stunden am Tag mit ihrem Rollator über die Flure der Pflegeeinrichtung läuft - manchmasl bis zur körperlichen Erschöpfung. Für die Nacht bekommt sie neben einem Schlafmittel noch Melperon und außerdem gibt es eine Medikation für den "Bedarfsfall". Das ist natürlich in einer Einrichtung schwer zu überblicken, will sagen, es wird nie verabreicht. Was könnte dagegen sprechen, aus dem "Bedarf" eine "Dauermedikation" zu machen? Oder gibt für die Beruhigung am Tag ein anderes adäquates Mittel?

Patientendaten

Geburtsjahr: 1914 (95 Jahre)
Geschlecht: weiblich
Gewicht: 56,0 kg
Größe: 156,0 cm
Eingetragen durch: Angehöriger
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1 Antworten:

Anonymer Benutzer

24.08.2009 16:32

Je nachdem was dieses Bedarfsmedikament ist,wird es nur verabreicht wenn es wirklich nötig ist.Zum Beispiel wenn zu dem ausgeprägten Bewegungsdrang noch Aggressivität,Fremd oder Eigengefährdung hinzukommen.
Warum sollten die Schwestern ihre Mutter tagsüber ruhigstellen?die sturzgefahr erhöht sich dadurch und es soll ja auch nicht sein dass Menschen ruhiggestellt werden.
Es kommt oft vor dass demente Menschen einen erheblichen Bewegungsdrang haben.Diesen werden sie aber auch haben wenn sie durch Medikamente benommen sind und so werden sie versuchen aufzustehen und können stürzen oder werden noch verwirrter.

Es ist zwar nicht so schön anzusehen,wenn Angehörige rastlos über den Flur laufen,aber was gibt es für Alternativen?Ruhig stellen und am Stuhl oder Bett fixieren oder den ganzen Tag schlafen lassen?
Es ist schon richtig so dass die Pfleger ihre Mutter gewähren lassen,solange sie nicht wegläuft oder sich selbst verletzt.
Es sollte aber unbedingt darauf geachtet wdrden dass ihre Mutter ausreichend isst und trinkt.Denn durch die viele Bewegung ist auch die Kalorien und Flüssigkeitszufuhr erhöht.Sie können ihr ja beim Besuch Leckereien und Säfte mitbringen und mal kurz mit ihr hinsitzen.
Es wäre bestimmt nicht im Sinne ihrer Mutter wenn sie ans Bett gefesselt und ruhiggestellt wird.Wenn sie abends ihre Beruhigungsmittel bekommt,damit eine entsprechende Nachtruhe gewährleistet wird ist dass doch okay.
Es sind schon viele ältere Menschen gestürzt und wurden zum Pflegefall weil ihr Bewegungsdrang mit Medikamenten die schläfrig und benommen machen unterdrückt wurde.Erfahrungsgemäß wollen diese Menschen dann trotzdem laufen und aufstehen auch wenn sie benommen sind und stürzen dann oder werden aggressiv

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