ich wollte dieses Thema gerne noch einmal aufgreifen, da es für mich sehr interessant ist und gleichzeitig möchte ich damit auch mal auf etwas aufmerksam machen, was man kritisch hinterfragen sollte.
Zum Einen ist es vollkommen korrekt das hier jeder antwortet, Tramal keinesfalls als Ersatz für ein Antidepressivum anzusehen. Tramal ist ein Schmerzmittel, sollte also auch nur so verwendet werden. Nicht abzusprechen ist die belegte antidepressive Wirkung, die es haben kann (nicht muss).
Ich denke das auch andere Menschen diesen Gedanken durchaus schon hatten. Warum ein AD nehmen, wenn Tramal selbst wie Eines wirkt. Fakt ist, dass die Pharmaindustrie es nur zur reinen Schmerzbehandlung vorgesehen hat, nicht aber um Depressionen zu kurieren, bzw. zu mildern.
Jetzt aber, und das sollte nachdenklich machen, geht ein Schmerzpatient zu seinem Arzt. Es handelt sich um chronische Schmerzen. Chronische Schmerzen werden nicht immer mit Schmerzmitteln behandelt, sondern man setzt hier auch gern trizyklische Antidepressiva ein, da diese einen schmerzstillenden Effekt haben können (nicht müssen). Obwohl ein AD nur bei einer Depression, Panik/Angststörung oder anderweitig zutreffenden psychischen Erkrankung gegeben werden soll, arbeiten manche Ärzte dagegen und verschreiben Medikamente dieser Art bei chronischen Schmerzen. So handhaben wollte das z.B. ein Neurologe bei mir, was ich aber abgelehnt habe und mir auch von zwei weiteren Neurologen nicht angeraten wurde. Als kleine Nebeninfo: Ich nehme bei chronischen Schmerzen je nach akutem Schweregrad entweder Tramal (50 mg maximal) oder flupirtinhaltige Medikamente (Katadolon Retard/ Trancolong). Damit verfahre ich sehr gut und kann meinen Tag erfolgreich meistern. Bei mir ist es ärztlich abgesegnet, dass ich zu einer hohen Wahrscheinlichkeit mein Leben lang Schmerzmittel brauche, sonst könnte ich z.B. nicht mehr arbeiten gehen. Nun aber wieder zurück zum Thema.
Es stellt sich die Frage, wie um Himmels Willen kann bei einem Schmerzpatienten, der Schmerzmittel kriegen sollte um die Lebensqualität aufrecht zu erhalten, ein Antidepressiva von einem Arzt empfohlen werden, obwohl das so nicht zulässig sein sollte, wenn man gleichzeitig, ein Schmerzmittel mit antidepressiver Wirkung, nicht als AD verwendet?
Das liegt daran, dass Tramal einen sehr bitteren Nachgeschmack für viele Ärzte hat. Das Abhängigkeitspotenzial steht oft im Vordergrund und kein Arzt will das Du abhängig wirst und dann zur Neuverordnung wie ein Junkie da stehst, der auf Knien rumrutschen würde, nur um Tramal zu kriegen. Leider gibt es viele Erfahrungsberichte, wo die Menschen derart verzweifelt sind, dass sie beinahe alles für Tramal tun würden. Es muss also gut abgewogen werden, ob Tramal wirklich notwendig ist und da wird in der Regel kein Arzt zu finden sein, der es als AD-Ersatz verschreibt. Warum aber würde man ein AD denn als Schmerzmittelersatz kriegen? Weil Ärzte hier das Risiko geringer einstufen, obgleich gesagt werden muss, dass es auch AD's gibt, die sehr üble Nebenwirkungen haben und nicht leicht abzusetzen sind, bzw. zu Abhängigkeiten neigen. So oder so, wenn Medikamente genommen werden, über einen längeren Zeitraum, dann lassen sich Abhängigkeiten nur beseitigen, indem langsam ausgeschlichen wird und das kann bei Tramal lt. meiner Informationen wesentlich länger dauern, als bei einem AD.
Es gibt aber auch Menschen, die werden nicht abhängig, die können von heute auf morgen mit einer Einnahme aufhören, ohne Probleme zu bekommen. Das ist aber nur ein geringer Teil, zudem noch sehr diszipliniert. Leider trifft das wie gesagt auf die Wenigsten zu. Ein Großteil wird Dir immer abraten Dich auf Tramal einzulassen, schon gar nicht als AD-Ersatz. Alles weitere sollte immer mit Deinem Arzt besprochen werden und wenn Du nicht zufrieden bist, nicht alle Infos bekommst, die Du brauchst, so kannst Du immer eine zweite oder gern auch dritte Meinung einholen.
Was am Ende noch ganz wichtig ist und auch erwähnt werden sollte, das hat hier ja schon jemand geschrieben, ist das Tramal Depressionen auch verschlimmern kann, doch selbst einige AD haben diese Eigenschaft. Es kommt eben ganz auf die Verträglichkeit an und die ist von Mensch zu Mensch verschieden. Wichtig ist eine gute Dialogführung mit dem Arzt, damit bei einer Depression ein passendes AD gefunden wird.
So, dass wars auch schon. Ich hoffe, noch mal in Bezug darauf, da dieses Thema schon älter ist, dass Du längst einen Weg gefunden hast, mit dem Du glücklich leben kannst.
Bitte nicht.Tramal kann sogar depressionsfördernd wirken.Ansonsten haben meine Vorgänger schon alles gesagt.
Hände weg von dem Zeug,wirkt zwar kurzzeitig etwas stimmungsaufhellend,aber danach bist du noch mehr down.
Red doch mal mit deinem Arzt über eine geeignete Medikation.Der kann dir bestimmt ein Antidepressiva aufschreiben(machen nicht süchtig).
Oh Gott..... !!!!!
Bitte auf keinem Fall !!!
Es ist ein ziemlich starkes Schmerzmittel und kann sehr schnell zur Abhängigkeit führen.
Hilft Dir auch nicht wirklich weiter bei Deinem Problem.
Geh bitte zu einem guten Neurologen .
LG
Diana
tramadolhydrochlorid ist ein opioidanalgetikum mit stark schmerzlindernder wirkung + hohem abhängigkeitspotenzial. wie meine vorschreiber schon sagten: depression ist keine indikation für dieses medikament.
Nein, wie america schon sagte, es ist ein schmerzmittel.Tramal sollte man auch nicht einfach so einnehmen, wenn man keine Schmerzen hat. Es mag entspannend sein und dazu führen das man schläft, aber ich wäre schon vorsichtig damit!
Wenn du der Meinung bist, du bräuchtes ein Antidepressiva, dann geh doch am besten zu einem Neurologen und Sprich ihn darauf an, er wird dir dann schon das richtige verschreiben.
Und bitte experimentier nicht mit Medikament rum!
Lieben Gruß.