Reduzierung von Zeldox 40 mg auf Zeldox 20 mg

regilindis

Frage gestellt am
23.07.2018 um 19:59

Ich nehme seit ca. 5 Jahren tgl. 2 mal Zeldox 40 mg. Ich würde gerne auf 2 mal 20 mg reduzie-ren. Denn es geht mir psychisch sehr gut. Mein Psychiater meint, dass die "Erhaltungsdosis" bei 2 mal 40 mg liege und dass die niedrigere Dosis von 20 mg dieses Neuroleptikums die Gefahr mit sich bringe, wieder an einer Psychose zu erkranken. Zeldox nehme ich seit 14 Jahren. Ich war nur einmal, 1999, in einer Klinik wegen Psychosen. Seither nicht mehr. Wenn ich instabil wurde, konnte man dies medikamentös auffangen. Aber seit einigen Jahren bin ich stabil. Ich frage mich nun, ob eine tägl. Dosis von 2 mal 20 mg Zeldox bei meinem stabilen Zustand nicht auch ausreichen kann? Wie kann ich meinen Psychiater dahingehend überzeugen?

Patientendaten

Geburtsjahr: 1956(62 Jahre)
Geschlecht: weiblich
Gewicht: 81,0 kg
Größe: 165,0 cm
Eingetragen durch: Patient
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4 Antworten:

frank44
Benutzerbild von frank44
25.07.2018 20:45
Hatte etwas gefunden. Muß ich nun doch noch einfügen ...

"Wir halten es für wünschenswert, dass Sie während einer Reduktion eine gute Begleitung haben, am besten durch den Psychiater oder die Psychiaterin Ihres Vertrauens. Besprechen Sie den Wunsch nach weniger Medikation frühzeitig. Natürlich kann es sinnvoll sein, sich die fachlichen Bedenken anzuhören, doch diese sollten konkret und unmittelbar auf Sie und Ihre Krankheitsgeschichte bezogen sein. Pauschale prognostische und statistische Aussagen zum Rückfallrisiko nützen wenig, stellen unter Umständen eine falsche Information dar und vereinfachen nur die psychiatrische Tätigkeit. Die Menschen mit psychiatrischen Diagnosen selbst tragen und erleben das Risiko unerwünschter Arzneimittelwirkungen, doch sie tragen und erleben natürlich auch das Risiko eines Rückfalls.

Einzelstudien zeigen zudem, dass eine Reduktion der Dosis keineswegs zwingend vermehrte Rückfälle zur Folge hat, sondern durchaus mit einer Verringerung fortbestehender Symptome einhergehen kann. Je nach der Höhe der Gesamtdosierung war eine langsame Dosis-Reduktion auf 40% der Ausgangsdosis möglich. Bei 56% der Patienten kam es zu klinischen Verbesserungen, bei 32% blieb der klinische Zustand unverändert. Die kurzfristige Verschlechterung bei 12% bildete sich durch erneute Höherdosierung auf das Ausgangsniveau zurück.

Auch können gut begleitete Rückfälle in Kauf genommen werden, weil sie ermöglichen, die niedrigste Dosis zu finden. Dieses Vorgehen widerspricht den alten Leitlinien der DGPPN, die gegenwärtig überarbeitet werden."

Nicht nur den Patienten, sondern auch den Ärzten, so will es mir scheinen, fällt es schwer, Medikamente - AD`s und Neuroleptika - absetzen zu wollen.

Das Risiko tragen in jedem Fall - auch im Fall des Nichtabsetzens - die Patienten.
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ich wills wis…
Benutzerbild von ich wills wissen
24.07.2018 00:05
Spreche darüber lieber mal zuerst mit Deinem Behandelnden Doc, ich denke, erkann eventuelle Risiken besser einschätzen als wir.
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frank44
Benutzerbild von frank44
23.07.2018 21:27
Hmm ... sicherlich ist man geneigt, das Zeldox nach einer langen beschwerdefreien Zeit zu reduzieren oder auch ganz absetzen zu wollen. Ein Versuch dahingehend sollte eigentlich doch legitim sein.
Für mich persönlich spräche prinzipiell auch erst einmal nichts gegen eine Reduzierung. Vielleicht solltest du versuchen, das Medi in kleineren Schritten zu reduzieren, um zunächst einmal deine ganz individuelle Erhaltungsdosis herauszufinden. Gerade bei Neuroleptika ist de Dosierung doch sehr individuell zu handhaben.

Wäre meine ganz persönliche Herangehensweise.
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Traene
Benutzerbild von Traene
23.07.2018 20:42
Sieh es mal so:
Dir geht es psychisch sehr gut, gerade weil Du die entsprechende Dosis einnimmst. Einfach zu reduzieren wär (für mich) zu riskant. Natürlich kann Dir hier keiner zu- bzw. abraten. Das kann eigentlich nur ein Arzt oder Psychologe.
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