bei meinen aufenthalten in der klinik ist mir oft aufgefallen ,das das personal immer einen so harten ton hatten.ich fragte mich schon immer ob sie so geschult worden sind.
Patientendaten
Geburtsjahr: 1971 (42 Jahre) Geschlecht: weiblich Gewicht: 75,0 kg Größe: 165,0 cm
Bei mir ist es wohl genau umgekehrt, man sagt mir auf Arbeit oft nach, ich lasse zu viel nähe zu. Ich versuche immer die Balance zwischen Distanz und Nähe im richtigen Lot zu halten, was mir wohl nicht immer gelingt. Aber ich bin auch einfach der Meinung, das man auch in der Pflege mal Trauern darf. Das Leben geht ja trotzdem weiter. Scheint wohl keiner Perfekt zu sein und ich bin froh das ich es nicht bin. l.g Marie
Ich schliesse mich vollkommen vox an.. Wie es reinschallt, so wieder raus.
Auch kurz und präzise Ansagen sind wichtig, aber es kommt dabei auch darauf an.. wie ich es rüberbringe.
@sukki
auch ich war 25 Jahre in der Heilerziehungspflege tätig.
Leider habe auch ich "Kollegen" erlebt, welche sich wie die "Götter" gegenüber den Patienten aufführten.
Anschnauzen, unnötig warten lassen bei Medizinausgabe ..... viele kleine Gelegenheiten die "Machtstellung" als Pfleger zu zeigen.
Bei mir versuchten es diese Kollegen mit "Mobbing", da ich mich für die Patienten ( = Kunden ) einsetzte.
Doch es gelang ihnen nicht mit ihren Mobbingversuchen.
Ihre Attacken gingen nach hinten los.
naja, obs an der Erziehung der heutigen Jugend liegt das wag ich zu bezweifeln. Ich galt als schwererziehbare Jugendliche.. mit einigen Sanktionen, aber dennoch hab ich einen -nicht anerzogenen Respekt - vor kranken und alten Menschen. Ich hab lang meine Oma gepflegt, die sich immer sehr geschämt hatte, wenn sie eingemacht hatte. Da kams dann auch wieder auf die diensthabende Schwester an. Die eine hat gescholten, geschimpft und widerwärtig geputzt. Die andere war verständnisvoll und hat der Oma die Peinlichkeit genommen. Gleiche Situation, zwei verschiedene Reaktionen. Einen "schlechten Tag" sollte man sich als Pflegekraft einfach nicht erlauben. Da es immer dieselben miesgelaunten Schwestern getroffen hat, glaub ich auch gar nicht, dass es von der STIMMUNG der Schwester abhängt, sondern von ihrer Grundeinstellung.
Jetzt, nachdem ich so viele Beiträge schon von Euch gelesen habe, möchte ich auch etwas zu der Sache beitragen.
Vorausschicken möchte ich, das ich das Problem sehr gut von beiden Seiten kennengelernt habe, also sowohl als Krankenpfleger - u. Psychiatrie, Chirurgie und Innere Abteilung -, als auch als Patient!
In meiner Ausbildung zum Krankenpfleger wurde uns eingebläut, das alles stets zum Wohle des Patienten zu geschehen habe und man daher auch in den schwierigsten Situationen die Ruhe zu bewahren hat und freundlich bleiben muß!!
Daran haben sich zu der damaligen Zeit auch mehr oder weniger alle Kolleginnen und Kollegen gehalten, dies hat sehr viel zu einer entspannten Situation auf der Station beigetragen und alle kamen damit klar. Da zu damaliger Zeit Einzel oder Zweibettzimmer so gut wie unbekannt waren, wurden allzu böswillige Patienten sehr wohl von den übrigen Mitpatienten in die Schranken gewiesen!
Dies kam allen Beteiligten zu Gute und funktionierte selbst in der sehr schwierigen Psychiatrie!
Mittlerweile sind gute 40 Jahre ins Land gezogen und ich habe meinen damaligen Beruf aufgegeben, um anderweitig mehr zu verdienen, weil ich eine Familie unterhalten mußte!
Nun hatte ich aber auch in den letzten Jahren leider auch die Möglichkeit, die HEUTIGE Situation als Patient zu erleben, leider 1 - 3 x jährlich in ganz verschiedenen Häusern - zuletzt im Januar im Klinikum Westerstede!
Und, wenn auch mit Einschränkungen, da muß ich in vielen Dingen den Kritikern leider recht geben!
Vorausschicken will ich aber, das sich die heutige Situation von der damaligen zu meiner aktiven Zeit in sehr vielen Punkten geändert hat!
1. Ausbildung: Damals wurden wir zu Pflegefachkräften ausgebildet - heute werde die jungen Gesundheitspfleger/innen zu halben Doktoren ausgebildet, dabei aber die Ausbildungszeit nicht entsprechend verlängert!
Hierbei bleibt wohl logischerweise etwas auf der Strecke und das ist der Mensch! LEIDER!
2. Belastung: Wir hatten noch eindeutige mehr Zeit für den einzelnen Patienten als die heutigen Kollegen, logischerweise bleibt ........................................ der Mensch!
3. Höflichkeit: Wie soll eine Jugend, die weder im Elternhaus noch in der Schule höfliches Benehmen erlernt hat, eine solche auf einmal im Berufsleben vorweisen können? Woher soll sie es denn nehmen? Und wie sollte sie dann eine solche auch noch zur Anwendung bringen?
Das sind aber die Auswirkungen der schlechten Erziehung unserer Jugend durch unsere Generation und den vor uns!
Also, bitte auch einmal an die eigene Nase greifen!
Soweit mal mein Beitrag zu diesem hochbrisanten Thema, das auch über unsere Zeit hinaus noch große Auswirkungen haben wird!
IWW - 71 Jahre!!!
@dschungi - man muss ja nur mal eine magen-darm-kranheit haben, oder eine depression, da braucht es keine chemo, um zu wissen, dass man irgendwann vielleicht einfach nicht mehr kann... wer sich das zunutze macht in der pflege, der sollte urlaub machen oder kur oder umschulung oder oder oder :)
@sonnenfan
netter ton und nicht jammern ist ja super, aber wir sind verschieden, und der leidensdruck ist verschieden, manchen geht es vielleicht einfach entschieden schlechter, andere sind von natur aus jammerlappen (wie man sich als solcher wohl fühlt?? sicher auch nicht besonders gut)
@Plumperquatsch: Das ist ja das Verheerende. IRGENDWANN kommt der Tag, an dem sind wir ALLE `mal ruhig und beissen nicht, weil wir`s halt nicht mehr können..................................................
Dann können wir nicht mehr "zurückbrüllen". Wenn man vielleicht älter ist. Hat man dann niemanden, was bei alten Leuten oft der Fall ist, sind wir alle dann ausgeliefert
@All:
Und diese Verantwortung trägt dann das Pflegepersonal.
Dass die `nen harten Job haben, weiss ich, meine Mutter hat in diesem Beruf gearbeitet und war immer völlig kapputt, wenn sie nachhause kam.
Ich kenne sehr wohl die beiden Seiten der Medaille.
Es wird an Personal gespart in so ziemlich ALLEN Einrichtungen, die es so gibt. Krankenhäuser, Altersheime, Jugendprojekte.
Wenn wir das nicht ändern, werden WIR ALLE Opfer werden dieser Politik.
Oder sind es schon.
Siehe auch Personal an Schulen etc.pp.
Nur "zurückbrüllen" reicht nicht, um die Situation zu verändern.
Ist lediglich meine kleine bescheidene Meinung.
Dschungi.
Ach so, "zurückbrüllen" an den RICHTIGEN Stellen, DAS wäre sinnvoll, d.h. hier sprechen wir wohl von politischen Entscheidungen.
meine bisherigen persönlichen Krankenhaus-Erfahrungen waren erfreulich besser.
Jedesmal hatte ich freundliche Ärzte, Schwestern ..... also Krankenhaus-Personal ..
Vielleicht liegt es daran, daß ich,
als Mann .........
weder wehleidig, zimperlich oder unfreundlich gewesen bin.
Ein nettes Wort zur passenden Zeit hat noch keinem medizinischem Personal geschadet.
PS. es stimmt, in der Ausbildung haben die meisten gelernt, den richtigen Ton für den Umgang mit dem Patienten zu lernen.
Manche lernens leider nie .......
Dass es keine Rolle spielt was gesagt wird sondern in dem Ton wie es gesagt wird kann ich persönlich nicht unterstreichen
Vielleicht macht es auch noch einen kleinen Unterschied WER was sagt und wie man selbst gerade in diesem Moment drauf ist
Empfindliche Momosen nehmen sicher fast alles persönlich bzw fühlen sich leichter "angegriffen" wobei an einem Zeitgenossen mit einem dicken Fell eher was abprallt oder er sofort in einem rauhen Ton kontert
Das gibt´s wohl nicht nur schwarz oder weiß sondern auch viel Spielraum dazwischen weil nicht jeder auf die selbe Situation gleich reagiert
sich in der pychatrie lautstark zu reflektieren,ist immer schlecht,da wird man als aggressiv abgestempelt.das ist nicht so gut,da überlegt man sich dreimal was man sagt.schlecht für die diagnose.wenn mann ich wehrt dann ist mann schnell unten durch.alles wird gemeldet und in die kurve eingetragen.die fehler des personals werden übergangen.wer glaubt den schon pychisch kranken.es bedarf viel kraft und nerven das duchzuhalten so einen aufenthalt.ist nich einfach.da legt man sich mit dem personal lieber nicht an,muste oft die faust in die tasche stecken.ich dachte immer das sind studierte leute und hatte respekt vor den göttern in weiß,das habe ich abgelegt .mache sind fehl am platze und haben den beruf verfehlt.habe wirklich sachen erlebt die waren wirklich unmenschlich.heute wo ich wieder gesund bin würde ich mir das nicht gefallen lassen.man muss sich darüber im klaren sein das das ausnahme fälle sind und es menschen gibt die noch ein herz haben.ich bin gott sei dank jetzt mal an den richtigen doktor geraten.er gab mir seine hand drauf,das er mich wieder hin kriegt,und er hats geschafft.danke doc.
@dschungi - traurig - aber es ist natürlich immer leichter, seine aggressionen und seinen frust an jemand abzulassen, der ruhig ist und nicht beisst, als an jemandem, der sofort klarstellt, dass er zurückbrüllt...
Ich kann nur sagen: Ich war in den letzten 4 Jahren 2 mal im KH. Einmal Uni Klinik Eppendorf, einmal St.Georg in HH.
Sorry, aber was da an "Personal" `rumlief, das ging GAR nicht mehr. Die kamen morgens `rein und erzählten mir ihre Sorgen und plauderten Dienstliche Angelegenheiten heraus...Waaahnsinn........
Ich habe sie nicht dazu aufgefordert. Und ich war NICHT `mal in der Psychiatrie, einmal Dermatologie und nochmal Dermatologie...........
Und einige sogenannte "Schwestern" waren dermassen frustriert und unfreundlich, auch gegenüber älteren Patienten, das tat mir echt leid!!!
Als Patient kannst Du Dich schlecht wehren und `ne Menge der "freundlichen" "Menschen" dort nutzt das irgendwie aus.
Ich würde sehr gerne `was anderes erzählen, aber das waren leider meine persönlichen Erfahrungen...........
Eine Nachbarin von mir kam für 2 Tage "`rein" wegen Chemotherapie, blieb dort ca. 1 oder 2 Tage. Es ging ihr wirklich TOTAL schlecht.
Die Krankenschwester hat sie am letzten Tag angebrüllt, sie solle innerhalb einer halben Stunde ihre Sachen gepackt haben, das Zimmer wird gebraucht.
Das habe ich übrigens alles gemeldet, bevor ich das KH verliess.
Die "Nachbarin" war gar nicht in der Lage, irgendwas zu machen und hatte Angst. Ich hab`ihre Sachen zusammengepackt (vorsichtshalber) und bin dann in`s Stationszimmer gegangen und habe versucht, zu erklären, dass die Frau gar nicht in der Lage ist, das Krankenhaus zu verlassen.
Ich ging dann zurück in`s Zimmer. Sie wurde wirklich "`rausgeschmissen" , ich wollte ihr helfen, da sagte sie zu mir: "Das ist nicht meine erste Chemotherapie. Die sind hier IMMER so...............".
Ich konnte da in dem Moment nichts mehr machen, hätte schreien können, hab` besser den Mund gehalten.
SOWAS hab` ich da erlebt.
Das war eine Frau, die war bedeutend jünger als ich, war völlig ruhig, also hat NIEMANDEN dort Probleme gemacht und wurde SO behandelt. Sie hat Krebs.
Ich hoffe, sie lebt noch und wird vielleicht IRGENDWANN `mal gut behandelt im KH.
@sukki
in jedem dienstleistenden Betrieb kommt es auf den richtigen Ton an.
Jeder möchte als Mensch, Kunde, Patient, Ratsuchender behandelt werden.
Auch das Gegenüber, der Ausführende, unterliegt seinem "Vorgesetztem" ...
von hier aus sollte aber die Grundstimmung gelenkt werden. Das beherrschen leider nicht alle "Vorgesetzten" ...
ich bin mit meinem Eineurojob das letzte Glied der Hierarchie im Altersheim Und ich merke trotzdem, dass es ganz abhängig von der diensthabenden Kraft ist, wie die Leute behandelt werden. Die eine besteht auf Essen mit der Allgemeinheit, die andere wiederum erlaubt Essen im Zimmer....usw. Bei solchen Wechselstimmungen können sich die Bewohner an keine TAgesstruktur gewöhnen. Wie gesagt, es arbeiten überall nur Menschen.
zum thema ton.das ist ja eine diskussion.jeder job ist hart und kostet nerven,meiner ebenfalls.ich kann es mir nicht erlauben den falschen ton anzuschlagen,dann bin ich raus.bin ein ruhiger und zuvor kommender mensch und immer höflich.und genau so wie man reinruft,ich habe immer freundlich geantwortet.nun ja,sind ja nicht alle gleich.nun ja ich dachte es müßte so sein.es gibt gute und böse.ich habe die ganz bösen kennengelernt.ich freue mich wenn ihr alle gut aufgehoben wart.lg
@ Nimue--??? äh--wie unten schon geschrieben DER TON macht die Musik.. Meine Erfahrungen im letzten KH waren auch nicht die Besten. Hier handelte es sich auch noch um ein Lehrkrankenhaus der Uni. Ständig neue Schwestern , z.Teil Studenten, Praktikanten..die sich untereinander schon nicht "grün" waren. Unsinnige Anweisungen und bei Fragen, nur zuhören zubekommen..das weiss ich nicht..Da platzt selbst dem geduldigsten Patienten der Kragen, vorallem wenn es um medizinische Fragen ging..
Eigentlich war nur der Nachtpfleger der Liebling der ganzen Station..und mit der meisten Erfahrung.
Flöckchen, sicherlich wird Dich keiner hart anpampen. Man ... ich war auch schon bei der Reha und das zwölf lange Wochen. Ich kann nicht einmal behaupten, dass irgend jemand unhöflich war. Allerdings ist es so, dass ich auch ein höfliches Auftreten hatte.
Zitat: "Behandle Dein Gegenüber so, wie Du selbst behandelt werden möchtest."
Ich kann leider nicht sagen, wie der gute Mann heißt, der den Satz gesagt hat, den Namen hab ich vergessen. Schon wieder ne Bildungslücke. Aber dieses Sprichwort ist so wahr.
Viele Patienten verwechseln das Krankenhauspersonal mit Bediensteten. Es sei aber mal gesagt, dass sie in einer Reha, Krankenhaus oder Pflegeheim sind und eben nicht im Haus am alten Eaten Place, wo Rubi und Sam zu springen haben, wenn die Glocken läuten. Und wenn man als Patient gegen eine Hausordnung oder abgesprochene Regeln verstößt, die behandlungstechnisch wichtig sind, wird auch nicht rumgepamt, es wird einem dann klipp und klar gesagt, wie der Alltag lang geht. Und das finde ich richtig. Was würden Bewohner, Patienten denn sagen, wenn alles drunter und drüber geht, weil jeder macht was ihm gerade einkommt, so unter dem Motto: Ich mach was ich will. Das kann nicht funktionieren.
Personal, die im Schichtsystem in KH, Pflegeheimen, Rehabilitationshäusern arbeiten, kommen täglich an ihr Limit. Jeden verdammten Tag. Und es ist so, wie schon hier gesagt wurde. Bei höflichen und sachlichen Auftreten, wird keiner pampig oder pampt rum! Weil man sich das gar nicht leisten kann!!!
@ oh man ihr macht mir Mut, also wenn mich Einer hart anpamt-da werde ich versuchen besondern höfflich zu sein, gelingt manchmal..kann aber auch in dem selben harten Ton zurück antworten, gefallen lassen braucht man sich so einen Ton bestimmt nicht.
@nimue - schon richtig, solange mit dem "ton" nicht tatsächlich die formulierung gemeint ist. unterschwellige oder offene schuldzuweisungen oder abwertungen können schon stinkig machen. und letztendlich ist der mensch immer noch ein raubtier: wer knurrt, der muss damit rechnen, dass zurück geknurrt wird. niemand ist gerne in der defensive und auf ne sachliche ansage wird nicht soo säufig mit "der ton macht die musik reagiert". da wird in der pflege vielleicht mit kursen bzgl stressmanagement und kommunikation gegeizt?
@buratinus
Oh man, und dass ist genau das, was ich meinte. Bei Kritik oder Diskussionen muss niemand mehr einen Gedanken darüber verlieren, um was es eigentlich geht. Man regt sich einfach nur auf, wie es gesagt wird, und schon muss man sich mit seinem eigenen Fehlverhalten nicht mehr befassen. Hauptsache, der Ton hat die Musik gespielt.
Zwei Jahre habe ich eine 24 - köpfige Station angeleitet. Meine Erfahrungen dahingehend sind, dass es wichtig ist zu strukturieren. Ein vernünftig geplanter Tagesablauf zu organisieren, mit sich wiederholenden Ritualen gibt Sicherheit für die Bewohner bzw Patienten. Überall gibt es Regeln und Grenzen. Und richtig, wenn man nicht im Chaos versinken will, muss man einfach mit klaren Ansagen arbeiten und man muss auch Grenzen setzen, auch wenn dann mein Gegenüber damit nicht wirklich umgehen kann. Da dies nicht immer angenehm ist, fällt dann schnell das Argument: "Der Ton spielt die Musik." Das ist echt so ein Satz, wo ich aus dem Augenrollen nicht rauskommen kann, weil er auch gezielt bei Kritikpunkten angewandt wird. Es wird sich nicht um das Problem selbst gekümmert, sondern nur um den Ton, der nicht stimmte.
Fürs Team ist es wichtig, dass sich alle an geplante Abläufe und gegebene Anweisungen halten, und der eine dem anderen nicht entgegen arbeitet. Das Zauberwort heißt miteinander kommunizieren, und zwar auf der Sachebene, bei der das sogenannte Beziehungsohr ausgeschalten sein sollte. Das ist nicht immer möglich, sei es zwischen Patienten und Personal oder zwischen den Mitarbeitern und ist in jedem Falle ein zweischneidiges Schwert. Und so kommt dann der Vorwurf des Tones, der wohl unangebracht ist, immer wieder ins Spiel. Wie von den anderen schon gesagt, muss eine klare Ansage nichts mit Unhöflichkeit zu tun haben.
@sukki, Verwöhnen ist eine schöne Sache, und auch ich hab das gern getan. Aber sagen muss ich, dass ich eher der Verfechter bin, der auf Ressourcen zurück greift, weil es für unsere Bewohner wichtig war, zu wissen: Ich kann das noch! Habe hier einen ganz tollen Satz gelesen:
"So viel wie nötig und so wenig wie möglich!"
Das beschreibt es ganz genau. Einen Menschen verwöhnen heißt nicht, ihm alle Handlungen abzunehmen. So macht man ihn von sich abhängig. Und das ist in der Altenpflege nicht Sinn und Zweck der Sache. Abgenommen und verwöhnt wird auch gern, weil es Zeit spart. Ein Punkt, mit dem ich nie wirklich klar gekommen bin. Aktivierendes Pflegen braucht Zeit, Zeit, die für einen Bewohner viel wichtiger ist, als der Punkt des Verwöhnens an sich. Auch hier wird man oft missverstanden. Daran sollte auch gedacht werden.
@Alpha, ich arbeite ja jetzt wieder und zwar im Altersheim. Und auch dort fällt es mir auf, die einen meinen stets "die Alten müssen sich zusammenreissen" während andere und auch ich eher denken, die haben genug mitgemacht und können jetzt auch mal etwas verwöhnt werden. Und so benimmt sich halt jeder seinem Motto entsprechend. Das ist überall so und wird auch überall so bleiben. Das ist nunmal die Welt. Und wie auch du meinst, "klare Ansagen" und "pampiges Verhalten" ist einfach ein Unterschied, den leider nicht jeder kennt und umsetzt.
Da schliesse ich mich @ jacko an.
Wie in meinem vorherigen (leider gelöschten Beitrag) bereits erwähnt - Klare Ansagen und Grenzen sind wichtig, insb. im psychiatrischen Bereich, denn ein heilloses Chaos wäre ansonsten vorprogrammiert.
Klare Ansagen sind allerdings nicht gleichzusetzen mit einem pampigen, oder beleidigendem Ton/Verhalten - und wie bereits von @ sukki richtig erwähnt, gibt es auch in diesem Beruf "solche und solche" :-)
die Erfahrung hab ich auch gemacht, dass es in der Klinik (sowohl in der, in der ich als Patientin war als auch in der, in der ich gearbeitet hab) bei manchen Pflegekräften doch am höflichen Umgangston mangelt. Und es waren immer dieselben, die konnten mit den Patienten und auch mit den Kollegen nicht richtig umgehen. Es gibt eben solche und solche. Gibts bei Lehrern, Kindergärtner/Innen, Ärzten ja auch....
Harter Ton ist eher subjektiv. Oft verlangt der Klinikalltag eine gewisse Effizienz. Ebenso habe ich gemerkt, dass klare Ansagen oft die besseren sind. Nicht jeder Patient kann damit umgehen, es gibt auch welche, die denken "der Kunde ist König" und so benehmen sie sich auch. Das erfordert dann oft einen erheblichen Mehraufwand und verstimmt das Personal.
Besonders im psychiatrischen Bereich ist es wichtig, klare Strukturen aufzuzeigen, denn oftmals müssen die Patienten erst wieder lernen, dass es diese gibt und das Leben "draußen" das ebenfalls fordert.
Was nicht heißen soll, dass das Personal pampig sein sollte. Ist mir so auch noch nicht passiert.
Krankenschwester oder -pfleger ist ein harter Job, bei dem man sehr oft an seine psychischen Grenzen kommt. In den Kliniken, in denen ich gearbeitet habe, hat immer ein sachlicher und höflicher Ton geherrscht. Allerdings können manche Patientinnen/Patienten auch der höflichsten Pflegekraft die letzten Nerven rauben.