Eure Infos sind gefragt - Psychopharmika - 600mg Perazin (Taxilan) und 40g Ozazepan in Kombi.?

Anonymer Benutzer
Frage gestellt am
22.08.2010 um 18:31

Hallo liebe Leute,
ich bin bei meiner Informationssuche aauf diese Comunity gestossen.
Es geht um einen Fall in der Familie: Informationen von Betroffenen hierzu wären sehr interessant.

Die Person "x" nahm über etliche Jahre eine Kombination von 600mg Perazin (Taxilan) und 40mg Oxazepam täglich zu sich. Im den vorhergegangenen Jahrzenten wurde mit div. anderen Mitteln experimentiert u.a. Taxilan 1000mg täglich und div. anderen Krams.
Wohlgemerkt nicht stationär! Dieser tägliche Coctail, wurde zudem in den letzten Jahren mit einer ansteigenden Alkoholabhängigkeit kombiniert.
Rezepte gab es sprichwörtlich vom Abreissblock, kontollen fanden praktisch gar nicht statt.
Wie würdet ihr die Situation beurteilen?
lg

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3 Antworten:

Lichtbringer

04.09.2010 19:57

Was soll man da beurteilen? 40MG Oxazepam, was ca. 20mg Diazepam entsprechen, sind nicht DIE Welt zum Absetzen. Allerdings ist eine Benzodiazepingabe über längere Zeit nur in wenigen Fällen angebracht. Manchmal ist es aber nötig.
Taxilan ist ja als Neuroleptika zugelassen für eine lange Gabe, birgt aber Risiken wie Spätdyskinesen (irreparable Zuckungen), Herzprobleme und mehr soweit ich weiß.
Was für eine Krankheit hatte die Person?
Studien haben ja gezeigt, das man unter der Gabe von hochdosierten Psychopharmaka eine bis zu 25% niedrigere Lebenszeit hat.
Gefährlich halte ich bei dieser Medikation eigentlich nur das Taxilan auf Dauer, aber evt. war es nötig (Schizophrenie?).

Ich habe "nur" Oxazepam auf Bedarf und kann sagen, dass es recht mild wirkt im Vergleich. Auf Dauer genommen verliert es den Großteil der Wirkung und man muss höher dosieren. Daraufhin wird man Abhängig.
Da ich es nur bei Bedarf nehme habe ich keine Probleme damit. Es macht in hohen Dosen müde (Bis zum Schlafzwang, 40mg werden schlafanstoßend sein ohne Gewöhnung), in kleinen Dosen sediert, entspannt.

Mich würde es wundern, wenn nach 10 Jahren überhaupt noch eine Wirkung vom Oxa zu spüren ist bei gleichbleibender Dosierung..

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Anonymer Benutzer

26.08.2010 10:50

Das ist leider nicht mehr möglich, da die Person bereits an den Folgen verstorben. Wir sind dabei die Situation aufzuarbeiten. Gegen die behandelnden Ärzte haben wir eine Prüfung der Ärztekammer eingeleitet.
Interessant ist von anderen Betroffenen zu erfahren, wie sich die Medikamente auf die Person auswirken zudem in solchen Mengen usw .

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terzel
Benutzerbild von terzel
24.08.2010 22:42

so schnell wie möglich den Arzt wechseln. Das ist unverantwortlich.

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