Muss ein Genickbruch unbedingt operiert werden, wenn es drei Wochen heißt, der Bruch ist stabil ?

Anonymer Benutzer
Frage gestellt am
23.06.2010 um 11:05

Mein Bruder 60 Jahre alt, stürzte am 3.06.2010 und brach sich das Genick, 2. Halswirbel. Laut Ärzte ist es ein stabiler,komplizierter Bruch , kann aber mit Halskrause selbst zusammen wachsen. Nun heißt es auf einmal, der Bruch muß operiert werden. Ist eine andere Behandlung oder ein Abwarten, ob der Bruch zusammen wächst, nicht sinnvoller. Durch die OP wird das Gelenk versteift.

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1 Antworten:

Birks
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27.08.2010 15:51

Die Entscheidung, ob OP oder konservative Versorgung hängt von vielen Faktoren ab: Wo ist der Wirbelkörper gebrochen? Besteht eventuell die Gefahr, dass sich Bruchfragmente verschieben und in den Rückenmaakrskanal eindringen? Ist das Kopfgelenk, zudem ja der 2. HWK gehört, noch stabil, oder besteht eine Instabilität? Wird die Arteria vertebralis, die jeweils auf einer Halsseite durch einen feinen Knochenkanal im 2. Wirbelkörper verläuft, durch die instabiltät abgeknickt und so das Gehirn schlechter durchblutet? Die Frage, ob OP nötig oder nicht, läßt sich nur mit genauer Kenntnis der Untersuchungsbefunde Klären. Generell hängt das Leben Deines Bruders davon ab. Meine Erfahrung ist, dass Neurochirurgen sehr sparsam sind mit ihren Operationsindikationen. Gerade beim Kopfgelenk wird lieber konservativ behandelt als operiert. Wenn die Chirurgen operieren wollen, ist es wahrscheinlich dringend nötig. LG.
Habe selbst einen Genickbruch 1. Halswirbelkörper gehabt, der 2,5 Jahre unentdeckt blieb, mir aber die ganze Zeit immer mehr Probleme bereitete.

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