Hallo, im Januar hatte ich ein Herzinfarkt der durch ein handelsübliche Nasenspray ausgelöst wurde. Da mir ein Stent gesetzt wurde aber eine weitere 75% Stenose festgestellt aber nicht behandelt wurde (warum auch immer) bin ich natürlich vorsichtiger geworden mit irgendwelchen Einnahmen von Medikamenten. Meine Frage ist nun: Gibt es noch andere Umstände/Faktoren etc. die ein Herzinfarkt bezüglich des verbliebenen "Engpasses" hervorrufen könnten?
Meine jetzigen Beschwerden sind z. Zt. ein unangenehmes ziehen im linken Brustbereich und öfters eine absolutes Desinteresse im Alltag (Medikamente?). Ach ja, vielleicht sollte ich noch die unangenehmen auffallenden blauen Flecken (Medikamente) nicht vergessen.
Hallo. Es sieht so aus, als wäre, abgesehen vom Gewicht, alles getan, was zu tun ist. Vielleicht kontaktierst Du einmal ""Pollux" hier im Sanego. Mit seiner Selbsthilfegruppe verfügt er über grosse Erfahrung, was Möglichkeiten im Alltag angeht. Gruss, Vox
Hallo,
natürlich nehme ich noch mehr Tabletten aber irgendwie konnte ich es nicht mehr in das Formular hinzufügen. Also hier mal vollständig:
ASS 100, Plavix, Metohexal succ 95, Ramipril 5, Simvastatin 40 und freiwillig Omega 3,
Eine Reha mit entsprechenden Maßnahmen, von insgesamt 3 Wochen hatte ich auch.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich absoluter nicht Raucher & Trinker bin und mit dem Fahrrad (wenn das Wetter es erlaubt) zur Arbeit fahre (1 Tour 10 km). Aber leider sind die Gene Familiär nicht die allerbesten.
Das hatte ich vergessen zu erwähnen, aber vox hatte es ja schon angesprochen. Nach jeder Stent-Einlage muss für die ersten 6 Wochen ein weiterer Blutverdünner, in den meisten Fällen Plavix (Clopidogrel), verordnet werden.
Hallo. Du siehst mich etwas verwundert Angesichts der Tatsache, dass Du den Arzt, der den Eingriff durchgeführt hat, nicht fragtest, w e s h a l b der weitere Engpass nicht gestentet oder ballontiert wurde. Die Antwort wäre wahrscheinlich Nectors Antwort ähnlich gewesen. ( Vielleicht steht im Bericht auch "Abgangsstenose", was die Sache noch nebensächlicher machen würde ). Als Medikament gibst Du ausschliesslich ASS an. Es ist aber z w i n g e n d vorgeschrieben, dass nach Stentsetzung ausser ASS ein weiterer Thrombozytenhemmer wie Plavix oder Iscover zu verordnen ist! In manchen Fällen auch Marcumar. ( Das führt meist erst zu den von Dir erwähnten blauen Flecken, die harmloser Natur sind. Eine Folge der erforderlichen Blutverdünnung eben. ) Es fehlt auch eine Aussage zu weiteren, fast immer erforderlichen oder prophylaktisch verordneten Medikamenten in Sachen Cholesterin und Blutdruck. --- Das Ziehen im linken Brustbereich sollte eigentlich durch die Stentsetzung behoben sein, könnte aber, wie auch das Desinteresse im Alltag, psychischer Natur sein! Die psychischen Folgen eines Infarktes werden meist vom Betroffenen nicht erkannt. Deshalb steht dem Patienten nach dem Herzkatheter eine R e h a zu, in der diese Dinge erklärt werden! Auch davon lese ich nichts. Wurde Dir eine solche nicht angeboten? Wie auch immer: z.Z. sind Übergewicht und Psyche wohl die Faktoren, die das grösste Risiko in sich tragen. ( Siehe Nector ). Gruss, Vox
Eine 75% Stenose (Einengung) ist noch nicht hämodynamisch relevant, dh. diese Engstelle hat nur wenig Auswirkungen auf den Blutfluss, so dass man auf eine Aufdehnung verzichten kann. Gleichwohl muss das natürlich weiter unter Beobachtung bleiben! Bei einer 90% Einengung werden Sie dann häufiger Herstechen haben oder sind gefährdet, einen neuen Infarkt zu erleiden. Oftmals gibt es bei 75% Einengung auch wenig Erfolg mit einer Aufdehnung.
Sie fragten ja, was Sie tun können. Hauptrisikofaktoren sind der Bluthochdruck, das Gewicht und der Cholesterinspiegel. Wenn Sie Diabetiker sind, dann ist eine radikale Zuckereinstellung wichtig. Kardiosport-Gruppen gibt es an jeder größeren Klinik, welche gute Ergebnisse liefern können. Eine Cholesterinarme/-freie Ernährung ist auch ratsam oder falls das nicht möglich ist, eine medikamentöse Einstellung über den Hausarzt. Eine Normalisierung des Gewichts senkt das Risiko eines Re-Infarkts gewaltig, genauso wie eine sehr strikte Blutdruckeinstellung!
hallo Anonymer, habe ich das richtig verstanden? Ein Stent wurde gesetzt, aber an einer anderen Stelle noch eine Stenose o.g. Ausmasse entdeckt und nicht behandelt???? Ja, hallo, was ist das denn - an Deiner Stelle würde ich da sofort einreiten und mir diese Situation bzw. das "Nicht-Behandeln" äusserst genau erklären lassen. Aber nun zu Deinen Fragen: die "unangenehm auffallenden blauen Flecken" sind auf die Einnahme von ASS zurück zu führen. Die Einnahme eines blutverdünnenden Mittels ist natürlich für Dich absolut angezeigt. Das Ziehen im linken Brustkorb könnte ein warnendes Zeichen bzgl. einer Mangelversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff auf Grund der Stenose sein. Ebenfalls ist ein ungenügend durchbluteter Herzmuskel für eine allgemeine Schwäche und Leistungsabfall mit verantwortlich. Risikofaktoren, welche einen erneuten Infarkt begünstigen sind u.a. Übergewicht, mangelnde Bewegung sowie Alkohol- und Nikotingenuss (von anderen Drogen ganz zu schweigen). Also, mein Tipp: Mache Dich morgen auf den Weg zu deinem Arzt und kläre alle für Dich offenen Fragen, denn hier ist Handlung die beste Vorbeugung und dringendst angezeigt. Alles Gute und viel Erfolg! Gruss, Spirit