Unruhe und Angst bei Fluoxetin

gino133

Frage gestellt am
06.05.2025 um 21:15

Hallo zusammen, ich nehme seit 8 Tagen Fluoxetin 10 mg, ich reagiere sehr empfindlich auf alle antidepresssiva.
Meine Ärztin hat es mir gegen Zwangsgedanken und Depressionen verschrieben.

Seit der ersten Einnahme merke ich eine unglaubliche Antriebsteigerung/ sehr unangenehme Unruhe und Nervosität.

Kann mir jemand sagen ob und ab wann sich fast wieder legt? Und wirkt dieses Medikament auch gegen Ängste? Hatte gestern eine massive panikatakke.

Patientendaten

Geburtsjahr: 1995 (30 Jahre)
Geschlecht: männlich
Gewicht: 85,0 kg
Größe: 178,0 cm
Eingetragen durch: Patient
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5 Antworten:

Anonymer Benutzer

09.07.2025 17:11

Zwischen verschiedenen Nationen kann es Unterschiede in der Anwendung von Arzneimitteln geben.

Wünschenswert ist es durchaus mit einer Monotherapie zurecht zu kommen. Das steht auch in den S3 Leitlinien so. Ich finde aber, dass die Anwendung von zwei oder drei Mitteln nicht verwerflich ist. Das wird in vielen Beiträgen hier, meiner Meinung nach, über Gebühr negativ bewertet.

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Anonymer Benutzer

08.07.2025 10:04

Anfangs hatte ich auch eine heftige Panikatacke bei Fluoxetin und ein wenig Übelkeit. Was sehr störend war war die unruhe. Ich habe es auch mit escitalopram versucht da es wie ich gelesen habe nicht so unruhig macht und besser gegen Angst sein soll.
Habe ich aus einer Schweizer Seite da sind die gängigsten AD und ihre Anwendungsgebiete aufgelistet.
https://www.google.com/amp/s/www.just-medical.ch/de/blog/antriebslosigkeit-medikamente%3fhs_amp=true

Das escitalopram hat mich total müde gemacht und ich hatte die schlimmsten Angstatacken überhaupt.

Das Fluoxetin war deutlich besser verträglich.
Ich werde warscheinlich wieder darauf zurückgreifen.

Habe vor 5 Jahren sehr gute Erfahrungen mit Venlafaxin gemacht aber die Wirkung ging verloren und es hatte nurnoch Nebenwirkungen. Man muss etwas rumexperimentieren, das kann sehr anstrengend sein. Am liebsten würde ich garnichts nehmen. Denn jede tabletten ist eine zuviel. Ohne alles ging es mir dann doch am besten. Aber um aus dem Loch rauszukommen können AD eine Hilfe sein.
Mit zusätzlicher Therapie noch besser.

Mir geht es aktuell nicht sehr gut Habe immernoch schlimme Depressionen und dazu Magenkrämpfe.
Das schlimmere jedoch ist, dass ich seit 3 Jahren gegen eine Benzodiazepin und Opiat Abhängigkeit kämpfen. Ja mich hat es schwer erwischt. Das Leben ist die Hölle geworden für mich.
Aber ich mache trotzdem jeden Tag weiter.

Liebe Grüße

Gino

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Anonymer Benutzer

08.07.2025 02:38

Bei Angst und Panik als Hauptproblem sind Antidepressiva mittel- und langfristig nützlich, wenn sie den Betroffenen helfen, das Belohnungssystem zu aktivieren. Man muss als Betroffener seinen Betrag dazu leisten und mit den problematischen Mustern aufräumen, also nicht den Antrieb nutzen, um Weltkriegsdokus zu schauen, Ego-Shooter zu spielen oder Ähnliches. Solange Angst und Panik nicht dauerhaft auftreten, kann man seinen Arzt um ein Bedarfsmedikament bitten, um diese zu behandeln. Ich kenne jemanden, der Fluoxetin gegen eine Angststörung bekommen hat, und dem es damit noch schlechter ging als zuvor. Bei Erwachsenen mit ausschließlich Angststörungen kommen eher Escitalopram und Paroxetin zum Einsatz, wenn ich das richtig verstanden habe. Man kann das ausführlich in den jeweiligen Leitlinien nachlesen.

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Evangeline
Benutzerbild von Evangeline
07.07.2025 16:52

Hallo gino,
Fluoxetin, ein Antidepressivum, wird oft zur Behandlung von Angststörungen eingesetzt, da es stimmungsaufhellend und anxiolytisch (angstlösend) wirkt. Allerdings kann es gerade zu Beginn der Therapie zu Nebenwirkungen wie Angst, Unruhe und Schlafstörungen kommen. Bei manchen Patienten können diese Nebenwirkungen sogar verstärkt auftreten und Panikattacken auslösen.

Wie geht es Dir jetzt ??
Ich nehme seit 3 Tagen Fluoxetin und ich hatte gerade eine Panikattacke..... und Übelkeit sowie schwindel bemerke ich.

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Linda K.
Benutzerbild von Linda K.
07.05.2025 09:17

Lieber gino133
die starke Unruhe, Nervosität und Antriebssteigerung in den ersten Tagen der Fluoxetin-Therapie sind leider nicht ungewöhnlich – vor allem bei sensibler Reaktion auf Antidepressiva. Diese Anfangsbeschwerden bessern sich oft nach ein bis zwei Wochen, wenn sich der Körper an das Medikament gewöhnt hat. Die Panikattacke gestern könnte ein Teil dieser Anfangsreaktion gewesen sein. Bitte besprich das mit Deiner Ärztin – manchmal kann eine begleitende Behandlung helfen, die erste Phase besser zu überstehen.
Herzliche Grüße und alles Gute.
Linda
Apothekerin und freie medizinische Redakteurin

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