Absatzrekation von citalopram

Adrianus

Frage gestellt am
10.05.2020 um 13:11
  • Medikament: Citalopram Krankheit: Angststörungen

Hallo,

ich habe seit ca. 5 jahren das Citalopram genommen.
Ich hatte max. 20mg mal eine Zeitlang eingenommen.

Mit der zeit konnte ich dies immer etwas reduzieren, da es mir gut ging.

Leider hatte ich immer das Problem, wenn ich mit meinen Jungs unterwegs war, dass die tabletten sich nicht mit dem Alkohol so gt vertragen haben bzw. ich musste sofern ich das noch mitbekamm aufpassen.

Ich hatte des öftern nen Filmriss und konnte mich nicht erinnern.
Gottseidank soweit alles gut und kein Blödsinn angestellt.


Ich habe beschlossen die abzusetzten.
Ich war vor ein paar Monaten bei 10mg und wollte dies auf 0 mg runtersetzten.

Ich nehmen seit ca. 10 Monaten parallehl das Rhodiola Rosea(Rosenwurz) nachdem ein Freund von mir gute Erfahrungen gemacht hat.

Ich habe in 2,5mg Schritten diese an reduziert(Citalopram). Alle 2 Monate jeweils um 2,5 mg.

Jetzt bin ich noch bei 2,5mg und jetzt zu meiner Frage:

kann es sein, dass der Schritt von 5mg auf 2.5mg so ein Unterschied macht?

Ich habe wieder so ein paar Symtome wie damals. Gottseidank keine Panikattacken und keine Zwänge wie mit den Augen blinzeln oder merkwürdige Gedanken wo man sich reinsteigert wie Pyschose.


Ich fühle mich zum Teil minderwertig bzw, mein innerer Kritiker kommt wieder stärker zu Wort.
Auch meine Soziale Phobie ganz leicht wie z.B. Scheu mit anderen Menschen zu reden oder einfach nur ein leichtes Angstgefühl. Dummerweise fühle ich mich wie wenn ich Demenz habe. Vergesslich usw.


Ich hatte gehoft, dass das Rosenwurz dies auffangen kann.

Ich bin schon am überlegene ob ich wieder die Dosis auf 5mg erhöhen soll um dauerhaft einzunehmen.

Was meint Ihr?

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29 Antworten:

Zeyla
Benutzerbild von Zeyla
14.05.2020 11:40

Ja @Frank, ich stimme dir zu, ob deiner langen Erklärung.
Was die Sache bei Adrianus angeht (um den es ja eigentlich ging) das sehe ich auch so.
Wie ich schon sagte, ich will hier nicht RECHT HABEN, nur eben an meinem Beispiel aufzeigen, wie unterschiedlich die Lage gerade bei Depressionen ist. Das ist ein sehr weites Feld und noch nicht ausreichend erforscht.
Es würde hier den Rahmen sprengen, alles aufzuzählen, was mit mir angestellt wurde, um die Diagnose zu erhärten. Ich erwähnte ja diese Forschungsstudie der TU-Dresden.
Im Zuge dessen habe ich mich zu so ziemlich allen Schikanen bereit erklärt. Das Krasseste war unter allen möglichen EEGs eine CT-Untersuchung des Gehirns. Wo mir ein bestimmtes Kontrastmittel gespritzt wurde und dann erschienen die Regionen im Gehirn, wo dieser Stoffwechsel stattfindet, bei mir in dunkelrot (weiss nicht mehr, ob es dunkelrot war, aber es würde passen) Jedenfalls wurde das mit einer Farb-Testskala verglichen, wobei ich im untersten Bereich landete, also definitiv aus den Fugen geratener Stoffwechsel in den Gehirnregionen. Wobei die Wissenschaft noch rätselt, wodurch so eine Störung eigentlich hervorgerufen wird. Aber bei anderen Krankheiten weiss man das ja auch nicht. z.b. bei Krebs, der kommt ja auch plötzlich und man weiss nicht warum.
Ist gut, das wir mal darüber reden, denn leider ist die Krankheit Depression immer noch stigmatisiert und spricht man das gegenüber Nicht-Betroffenen an, erfolgen unterschiedliche Reaktionen, das geht von Kopfschütteln, über stell dich nicht so an, Quatsch mit Soße bis zu abwürgen des Gesprächs und Rückzug von meiner Person, als ob man aussätzig und ansteckend wäre. was natürlich alles andere als hilfreich ist.

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frank44
Benutzerbild von frank44
13.05.2020 19:47

Och nö, nicht jedes mal @Zeyla. ;-) Ich bin nur geneigt, den Spagat zwischen keiner Einnahme oder dauerhafter Einnahme zu meistern. *aua*

Um aber das ganze etwas zu relativieren, noch ein paar Worte von meiner einer:

Zum einen sind da die von mir bereits beschriebenen "Patienten", welche begründet oder auch nicht (auftretende Symptomatik) die Geduld besitzen, es ertragen zu können. Und, muß ich dazu sagen, das ist ohne Wertung von mir.

Dann gibt es auch jene, die erneut in Depressionen verfallen, wird das AD abgesetzt. Der Fragesteller hat es aber anscheinend bis auf eine nicht wirklich therapeutische Dosis ohne Verschlechterung geschafft. Jedenfalls mein Eindruck. Daher auch meine Vermutung, es wäre nicht an dem.
Ursache dafür könnte! - ich Laie, nix Ahnung - sein, dem Gehirn ist es nach der langen Einnahme nicht mehr möglich, den Stoffwechsel der Botenstoffe und so zu regulieren. Als man krank war wurde durch die AD´s das vermutete Ungleichgewicht im Hirnstoffwechsel reguliert und ausgeglichen, wenn´s denn klappte. Durch das Absetzen entsteht wieder ein Ungleichgewicht und manche könnten halt nicht in der Lage sein, es zu beheben.
Was bleibt? Vermutlich muß man es weiter nehmen.

Sprichst du von einer chronischen Depression, @ Zeyla, einer in Anführungszeichen therapieresistenten Depression? Dann muß, ich weiß, ich rede leicht daher, nach Alternativen gesucht werden Da steht wohl einiges zur Wahl. Z.B sind Entzündungshemmer stark in den Fokus gerutscht.

Ein Gros spricht gar nicht auf Medikamente an. Mehr als gedacht. Es soll sich wohl um etwa ein Drittel handeln bei denen dies der Fall ist. - trifft hier anscheinend auch nicht zu -
Und dabei darf bedacht werden, daß der allseits empfohlene Wechsel des Medikamentes nichts bis kaum etwas bringt.
In so einem Fall wäre eine Einnahme von AD´s sinnlos. Passiert ja eh nichts.

Bessern sich Symptome nicht oder treten die Depressionen wieder verstärkt nach dem Absetzen, muß auch nach anderen Ursachen für die Depressionen geforscht werden.

"Handelt es sich wirklich um eine Depression? Oder liegen bestimmte Krankheitsbilder vor, die einen depressiven Zustand auslösen, verstärken oder verlängern können? Dafür gibt es Tabellen, bei denen erstaunlich viele organische Leiden und eine große Zahl von Arzneimitteln als Auslöser diskutiert werden."

Und einen für alle ...

https://www.oberbergkliniken.de/krankheitsbilder/depression

Und @Zeyla, du hast recht, es geht nicht ums Recht haben. :-) Hilfe, Aufklärung, andere Sichtweisen und Ansätze, Diskussion, Austausch, mögliche Alternativen .....

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Zeyla
Benutzerbild von Zeyla
13.05.2020 11:51

@Frank
Deine Meinung kenne ich, das kommt jedes Mal ;-)
Das mag stimmen, in einigen Fällen. Bei mir ist es aber ganz sicher kein "Rebound".
Du hast ja keine Ahnung, bei wie vielen Ärzten, Kliniken, Therapeuten ich schon war.
Bei mir ging das mit Mitte 20 los und jetzt bin ich fast 60.
Ich habe als Studienobjekt der TU-Dresden teilgenommen. Was über Jahre ging....
Und bin in einer Selbsthilfegruppe für Leute, bei denen es genauso ist wie bei mir.
Laut der TU-Studie gibt es erwiesenermassen Menschen, bei denen diese Stoffwechselstörung im Gehirn genetisch festgelegt ist. Was dadurch bewiesen wird, das es über Generationen vererbbar ist, wie andere Krankheiten auch. Das ist in unserer Familie der Fall. Und die anderen Betroffenen, aus unserer Gruppe berichten dasselbe.
Mir geht es hier nicht ums "recht haben", glaub mir, mir wäre lieber, dem wäre nicht so.
Würde gern tauschen gegen eine andere chron. Krankheit, die nicht so stigmatisierend ist und so unheimliches Zeug mit einem macht und einen total lahmlegt, geistig und körperlich.

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frank44
Benutzerbild von frank44
12.05.2020 21:12

Da fehlt mir dann doch zu oft der Arzt. Aber so bleibt man häufig eben kleben bei den AD´s. Für die Ärzte scheint es einfacher zu sein, zu behaupten, es gehe wieder los. Unterscheidung zu mühselig vielleicht.

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Scholle91
Benutzerbild von Scholle91
12.05.2020 20:46

Nur leider kann man die beiden Dinge schlecht von einander unterscheiden.
Also was sind Entzugserscheinungen. Was ist die Krankheit.
Entzugserscheinungen schreibe ich.....weil Ärzte und Wissenschaftler nicht mehr von Absetzerscheinungen sprechen.
Bei vielen Antidepressiva braucht man ja bis zu einem Jahr eh man es ausgeschlichen hat.
Und dann kommen wieder Symptome.
Nur was ist es.....Angst oder Entzugserscheinugen?

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frank44
Benutzerbild von frank44
12.05.2020 20:16

Das die (ursprüngliche) Symptomatik mehr oder minder stark ausgeprägt wieder auftritt beim Ausschleichen sehe ich als nicht wirklich ungewöhnlich an. Der Stoffwechsel im Hirn muß sich ja wieder einpendeln.
Sicher kannst du mit der Dosierung erst einmal auf 5 mg rauf. Aber dir muß auch klar sein, ohne dies wird ein Absetzen nicht möglich sein. Und die Tabs nur deshalb dauerhaft schlucken, um Absetzerscheinungen aus dem Wege zu gehen? Eine für mich fragliche Herangehensweise. Nicht nur von dir, sondern auch seitens vieler Ärzte.
Weder Arzt - die meisten - noch die Patienten - die meisten - machen sich die Mühe zwischen Absetzsymptomatik (Rebound) und neuer oder weiter bestehender Depression etc. zu unterscheiden.

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Scholle91
Benutzerbild von Scholle91
12.05.2020 18:16

Hallo icabel.....ich hab Dir mal eine PN geschrieben.
Hier so in der "Öffentlichkeit" hätte das den Rahmen gesprengt.
Muss ja auch nicht sein.
L.G Heike

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icabel
Benutzerbild von icabel
12.05.2020 17:10

ich hatte mal 1 jahr lang das insidon genommen,was mich auch auf diese seite von sanego
geführt hat
aber nach einem jahr wirkte das medikament nicht mehr und ich sollte dann was anders ausprobieren und das wollte ich nicht
mich als versuchs kanninchen zu benutzen,denn in meinem damaligen alter war ja die panik
noch gar nicht so im gespräch, ich konnte ja nur von glück sagen das ich einen guten arztt hatte
der sowas ja schon kannte
und heute sieht das ja schon ganz anders aus
mir war das echt peinlich ,meine eltern, freunde arbeitskollegen
da war ich ja die beknackte die ein an der klatsche hatte
das ist heute ja gsd nicht mehr so
lg icabel

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icabel
Benutzerbild von icabel
12.05.2020 17:00

liebe scholle,ich bin ja auch sehr oft symtomfrei bei mir ist es immer so eine periode von
einem halben jahr und so eine attacke hält ja nicht den ganzen tag an
kommt je nach situation öfter am tag vor
aber zur zeit bin ich wieder symtomfrei
und als es bei mir anfing war ich 28 jahre jung und was ich alles erlebt habe,sage ich immer
das wünsche ich meinem ärgsten feind nicht
aber davon könnt ihr natürlich auch ein lied von singen

und nochmals ich möchte nicht das ihr denkt medis sind nicht gut,ich persönlich
gehe ohne medis durch meine angst
und ich kenne meine angst und sage mir auch, gleich ist sie wieder weg
scheiss gefühl ,ist aber so

ich hatte mal eine therapeutin, die hat zu mir gesagt.........
ja ja was macht die liebe Marion wenn sie sich nicht mit ihrer angst beschäftigen
kann
ehrlich...... ich bin im erdboden versunken
fand das echt schei.......
aber mein problem ist das ich keine wirklichen gefühle spüren kann
wenn was schlimmes auf mich zu komm oder was schönes erlebe
habe ich immer so ein gleichbleibendes gefühl und danach
habe ich meine therapie bei ihr abgebrochen

lg icabel

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Scholle91
Benutzerbild von Scholle91
12.05.2020 15:29

Genau Zeyla.....was ist das für ein Leben???

Wow isabel.....täglich durch die Hölle gehen.
Ich weiß nicht wie Deine Hölle aussieht.
Aber möchte man das LEBEN nennen. Täglich durch die Hölle zu gehen?

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icabel
Benutzerbild von icabel
12.05.2020 14:23

hallo ihr lieben,ich bin von mir ausgegangen wie ich das geschrieben habe
selbstverständlich kann jeder das für sich selber entscheiden
natürlich bin ich täglich durch die hölle gegangen
angst jeden moment zu sterben der boden sackt mir unter den füssen weg usw
aber länger gesehen war es für mich wichtig keine medis zunehmen
natürlich ist meine lebensqualität eingeschränkt aber ich bin zufrieden wenn ich keine angst
habe
lg icabel

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Zeyla
Benutzerbild von Zeyla
12.05.2020 11:00

@Isabel
Ja in manchen Fällen mag deine "Methode" funktionieren. Aber meine Liebe, was ist das denn für ein Leben? Ich spreche von Lebensqualität. Wer ständig unter Angst und Panik leidet, das macht einen doch kaputt. Da kommst genau dahin, was M-1978 schrieb, nämlich in abgrundtiefer Verzweiflung, Selbsthass, Suizid.
Und wie es in meinem Fall ist, wenn die Depression zuschlägt, hab ich ja geschildert.
Dann bin ich kein Mensch mehr, es geht garnichts mehr, weder im Kopf, noch körperlich.
Also sei mir nicht böse, aber wenn dann jemand sagt, mach es doch ohne Medis, da krieg ich ein Schreikrampf. Was ich damit sagen will....das man grade bei psych. Sachen nicht seine Methoden auf andere übertragen kann. Da muss jeder selber feststellen, womit er halbwegs gut leben kann. Ob es geht oder nicht. Und wenn sogar der Arzt sagt, sie brauchen die Medis, dann ist das so. Punkt.
Bei anderen chron. Krankheiten muss man doch auch lebenslang Medis nehmen, da zuckt keiner mit der Wimper, warum werden Psychopharmaka immer so verteufelt? Macht abhängig und blablabla. Wenn man was gegen hohen Blutdruck, Herzkrankheiten, Diabetes usw. nehmen muss, dann ist man genauso abhängig und kann das nicht einfach weglassen.

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Scholle91
Benutzerbild von Scholle91
12.05.2020 09:14

Hut ab icabel.....
Man weiß ja immer nicht wie hoch der Leidensdruck des jeweiligen Menschens ist.
Ich weiß nur das ich ohne Medikamente nicht mehr hier wäre.

Und zum isojames.....hat er bei seiner letzten Frage nur 4 Antworten bekommen.
Hängt er sich mal kurz einfach woandes rein.
Und ich frage mich warum er wieder Aufmerksamkeit bekommt.

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Nastja

11.05.2020 21:48

Cihan, es ist soweit,du drehst durch !
Ich glaube, du musst ins Bett !

Gruß nastja

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icabel
Benutzerbild von icabel
11.05.2020 19:57

hallo ihr lieben, ich leide schon seit 30 jahren unter pankikattacken mit todesängsten
und das ohne medikamente mit ausnahme von einem jahr
ich bin der meinung ohne medis geht es besser ,immer wieder erinnert sich die psyche durch die medikamente an unsere ängste
ich bin immer durch die angst gegangen
heute atme ich wenn ich angst habe ganz bewusst ein und aus gehe auch nicht auf die angst
ein
ist sehr schwierig ich weiss das aber es geht
klar kommt die angst immer wieder mal hoch,aber die angst mein ganzes leben diese medis zu nehmen macht mir mehr angst,weil die nebenwirkung sind ja nicht ohne
lg icabel

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Adrianus

11.05.2020 18:12

Vom Frage-Steller selbst

Hallo Zeyla,

vielen Dank für deinen Bericht.
Leider ist es wahrscheinlich so das mein Gehirn oder was davon noch übrig ist (grins) eine gewisse Dosis dann benötigt.

Ich verspüre dennoch den Wunsch es zu versuchen.
Ich muss es einfach probieren.

Ich bin froh keine Mirtazapim oder lorazepam nehmen zu müssen.
Dies habe ich am Anfang genommen um mich beruhigen zu können, da die Angstzustande und meine Zwangsneurose überhand genommen hat.
Die ersteren haben dazu geführt das ich über 15kg mehr gewogen habe.

Die lorazepam gingen, sollten angeblich Abhängig machen.... die hatte ich bei Bedarf genommen also bei mir 2x bis 4x halbe Tablette in der Woche damals.

Das beschissene ist ja das man seinen Gedanken oft auf dem Leim geht und man diesen inneren Gaukler das glaubt.
Ich wünschte ich könnte das glasklar durchschauen so wie es in der Buddhistischen Lehre verankert ist.

Ich versuche parallel auch mit meinen eigenen "Dämonen" in Kontakt zu treten da schon das einiges noch unversöhnt ist.

Vielleicht aber auch nur vielleicht wenn ich es schaffen sollte, mich auszusöhnen und meine Schattenseiten zu integrieren schaffe ich es.

Ich bin regelmäßig noch in der Arbeit und versuche mich trotz meiner Symptome durchzukämpfen da ich mich furchtbar dafür schäme wie es mir geht.

und ich weiß irgendwie das nur ich das als schlimm betrachte und nicht die anderen.

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Zeyla
Benutzerbild von Zeyla
11.05.2020 13:04

Hi Adrianus,
Ich habe/hatte dasselbe Problem wie du, bekomme seit langen Jahren citalopram. Mit der dosis von 20mg täglich geht es mir soweit stabil. In Krisenzeiten wurde mal kurzzeitig auf 40mg erhöht. Früher wollte mein Doc ab und zu mal einen Absetzversuch machen, was fatal endete. Genau wie du es schilderst, erst passierte garnix...wir also immer weiter runter, und plötzlich, innerhalb paar Tagen machte es paff. Schlimme Gedanken, Angstzustände, dieses Demenzgefühl, wie du schreibst, wie ein Brett vorm Kopf. Nachdem das jedes Mal so war, entschied mein Arzt, das ich zu den Menschen gehöre, die dauerhaft eine Erhaltungsdosis brauchen. So wird es bei dir auch sein. Deshalb meine Empfehlung, geh schnell wieder auf deine gewohnte Dosis, ehe es dich völlig "heimsucht". Depressionen sind unheimlich und machen ganz verrücktes Zeug mit einem. Kann keiner verstehen, der es noch nicht hatte!!!
Das geht dann wirklich in Richtung psychose-ähnliche Symptome, wie du sagst. Bei mir kommt dann noch totale körperliche schwäche hinzu und Herzrasen und schwindel.
Also die komplette Palette.

und für @ M-1978

Ich habe sofort verstanden, was du meinst, und das obwohl ich so gut wie keinen Alkohol trinke. Du hast recht damit! Genau wie du hab ich geahnt, das es Proteste hagelt und Missverständnisse. Wem es hilft und wer auch den Alk verträgt (ich würde davon erbrechen, sorry) soll lieber sich damit betäuben, als sich umzubringen. Es ist keine Endlösung, aber kann über kritische Situationen hinweghelfen. Das diese Meinung nicht jeder teilt, ist mir klar.
Ich für mein Teil verstehe, was du sagen wolltest.

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Scholle91
Benutzerbild von Scholle91
11.05.2020 10:03

Morgen Adrianus
Ich bin schon am überlegene ob ich wieder die Dosis auf 5mg erhöhen soll um dauerhaft einzunehmen.
Was meint Ihr?
Hab das mal kurz kopiert.
Ja siehste und genau diese Frage stellt man seinem Arzt.
Wenn schon kein Psychiater dann wenigstens Dein Hausarzt.
Meine Psychiaterin sagt nicht aus Duddeldei ich soll mein Medikament erhöhen.
Und ein Pharmavertreter hab ich da auch nie klatschen hören.
Ich meine damit.....das Dir hier keiner einen wirklichen Rat geben kann.
Es sind hier alles Laien bzw. selbst Betroffene.
Und bei dem einen hilft das Citalopram und bei einem anderen nicht.
Solche Fragen wie reduzieren oder erhöhen des Medikements ist eine Frage für den Arzt.

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Adrianus

11.05.2020 08:55

Vom Frage-Steller selbst

Hallo Zusammen,

vielen Dank für Rückmeldungen.

Nochmal zur Klarstellung.

Mir geht es um die Reduzierung des Citalopram.

Meine Tabletten hole ich mir beim Hausarzt.
Einen Pyschiator habe ich schon lange nicht mehr besucht nachdem ich die Erfahrung gemacht habe, dass eh nur gesagt wird " Dosis" erhöhen und die Pharmavertreter dabei stehen und in die Hände klatschen.

Was soll der Arzt denn auch sagen, als nehmen Sie wieder mehr wenn die Symptome stärker werden.
Eine Psychoanalyse beim Therapeuten habe ich schon hinter mir.

Das mit dem Filmriss habe ich neben den weiteren Symptomen beschrieben.
Das wäre nicht so das Problem.

Die Angstzustände und wirklich extrem das kurze Erinnerungsvermögen sind leider fatal.
Ich tu mir schwer auch was zu lernen, da ich mir schwerer was merken kann etc.

Mir ging es gut bei den 10mg und der Einnahme von Rosenwurz.

Was auch sein könnte, dass natürlich das was noch unverarbeitet ist wieder hochkommt, da dies mit den Medikamenten betäubt werden ist.

Das wäre meine Vermutung.

Grüße

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M_1978

10.05.2020 22:29

ich habe es geahnt, leider wurde es missverstanden.
Alkohol ist Dreck, Fluch, aber es kann auch richtig angewendet zum Segen sein, Alkohol ist ja nicht nur Folter und Qual, sondern z.b. bei Hochzeit kann es das Herz erfreuen usw.
Nun nochmal, ich meine nicht sauft Alkohol dann läuft es, sondern anstatt an dem Tag Suizid zu begehen, schon auf dem Wege zu sein zum Ort, wo man sich selbst töten möchte und nicht mehr in eine Klinik gehen will, da sollte man sich lieber so voll laufen lassen, dass man nicht mehr gehen kann, zum Suizid Ort, um vielleicht am anderen Tag nochmal eine Chance zu haben alles zu überdenken, was natürlich keine Garantie ist, es dann nicht mehr zu tun, aber man hat bisschen Zeit gewonnen.
Ich bin überzeugter Christ und die Bibel redet davon, dass Alkohol zerstört, kaputt macht und es ist auch Sünde sich volllaufen zu lassen, weil mit Wein berauscht sein macht zügellos und führt in schlimme Sachen möglicherweise, wenn man sich auch sonst kaum im Griff hat, aber auch wenn man sich sonst im Griff hat, mit Alkohol kann vieles aus dem Ruder geraten.
Nun gibt es aber im Neuen Testament diese Bibelstelle, da ist vielleicht ein Schluck bei Bedarf gemeint.


1. Timotheus 5

23 Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein um deines Magens willen und wegen deines häufigen Unwohlseins. 24 Die Sünden mancher Menschen sind allen offenbar und kommen vorher ins Gericht; manchen aber folgen sie auch nach. 25 Gleicherweise sind auch die guten Werke allen offenbar; und die, mit welchen es sich anders verhält, können auch nicht verborgen bleiben.


das kann man heutzutage aber auch mit nicht alkoholischen pflanzlichen Mitteln möglicherweise regeln und wenn ganz wenig Wein einen bekommt auch gut, aber dann gibt es aus dem alten Testament auch diese Bibelstelle, deswegen kam ich darauf, leider missverstanden, aber ich kläre nun auf.


Sprüche 31

4 Es ziemt sich für Könige nicht, Lemuel, es ziemt sich für Könige nicht, Wein zu trinken, noch für Fürsten der Hang zu starkem Getränk!
5 Sie könnten über dem Trinken das vorgeschriebene Recht vergessen und die Rechtssache aller geringen Leute verdrehen.
6 Gebt starkes Getränk dem, der zugrundegeht, und Wein den betrübten Seelen!
7 Sie werden über dem Trinken ihre Armut vergessen und werden nicht mehr an ihr Elend denken.
8 Tue deinen Mund auf für den Stummen, für das Recht all derer, die dem Untergang geweiht sind!
9 Tue deinen Mund auf, richte recht und verteidige den Elenden und Armen!



also in manchen Fällen, bevor man völlig untergeht und sich aus dem Fenster aus dem 9 Stock begibt, sollte man vielleicht kurz mal eine Erleichterung bekommen und hoffentlich erkennen, das Leben ist zu kostbar um es wegzuschmeißen, nur weil das Hirn da oben nicht mehr läuft und man in Depression ist oder Ängste hat.
Es gibt da draußen noch Menschen, die helfen gerne und Gott hilft sowieso, wenn wir wollen, zu IHM kommen und wir zu seinem Sohn Jesus Christus geführt werden vom Vater im Himmel, das Liebes und Rettungsangebot Gottes an uns. Siehe Bibel.

Und wenn man dann ins Krankenhaus geht und sich selber sagt, ich bleibe bis zum letzten Atemzug auf dieser Erde, was ich gemacht habe, (weil irgendwann stirbt man sowieso) dann kommen auch andere Zeiten wieder, weil es gibt auch noch Ärzte und Medikamente und wenn die nicht helfen, dann andere Medikamente probieren, andere Therapie, andere Wege gehen, dann muss man auch Geduld haben leider und Zähne zusammenbeißen und stärker werden bis es besser wird und was soll ich sagen, es wird besser! das Kämpfen lohnt sich schon, weil wenn es auch noch so finster ist, Licht kommt wieder, für mich in Jesus Christus.

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Scholle91
Benutzerbild von Scholle91
10.05.2020 20:49

Robert Enke.....ein Mensch den ich verehrt habe. Als Fußballer und als MENSCH.
Als ich das an diesem 10. November in Nachrichten gehört habe, hatte ich solch eine Gänsehaut bekommen.
Und man hat wieder mal gemerkt.....es kann jaden treffen.
Er war nicht wie die ganzen abgehobenen Fußballer.
Er ist immer Mench geblieben.....der nie vergessen hat wo er hergekommen war.
Leider haben gerade solche Menschen Schwierigkeiten sich in der von Geld dominierenden Fußballwelt zurecht zu finden. Er hätte genau wie Sebastian Deisler.....die Notbremse ziehen müssen. Dann würde es diesen wunderbaren Menschen sicher noch geben.

Ich habe von beiden Fußballern die Bücher gelesen.
Bei dem Buch über Robert Enke.....was ja die Frau mit einem Freund nach Roberts Tod geschrieben hatte.....musste ich über mehrere Wochen pausieren. Weil ich es nicht weiter lesen konnte. Es hatte mich zu sehr aufgewühlt.
Und was hatte die Fußballwelt alles noch geschrieben und gesagt. Es muss sich was ändern.
NICHTS hat sich geändert.
Solche Menschen werden immer unter gehen.....weil es nur um Profit geht.
Das war mehr zu dem was "M_1978" geschrieben hatte.

Nun zu Deiner Frage Adrianus.....ich muss sagen wenn man sich trotz Medikamenteneinnahme so betrinkt das man einen Filmriss hat.....finde ich das schon sehr fatal.
Gegen zwei drei Bier ist sicher nichts einzuwenden.
Ich trink auch mal ein Radler oder ein Piccolo.
Im Moment trinke ich gar nichts.....weil ich am absetzen vom Alprazolam bin.
Alkohol geht da gar nicht.
Und damit muss man sich dann auch mal arrangieren.
Und genau wie "ich wills wissen" schreibt.....dieses solltest Du mit Deinem Arzt besprechen.
Und auch das mit dem Rosenwurz. Manchmal haben auch solche pflanzlichen Mittel Wechselwirkung mit den Psychopharmaka.
Man sollte ja auch kein Johanneskraut zum Antidepressiva einnehmen.
Und ich bin auch der Meinung das ein pflanzliche Mittel keine Symptome auffängt.....
Das mit den Symptomen kann am reduzieren liegen.
Dein Psychiater weiß das Du das reduziert hast?
Weil Du nichts erwähnst von einer Rücksprache mit Deinem Psychiater.

Solche Experimente würde ich nicht auf eigene Faust bewerkstelligen.
Bleibt alle gesund oder werdet es wieder.
Schönen Abend.....

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Britta
Benutzerbild von Britta
10.05.2020 20:32

M_1978: du irrst dich mit deiner Aussage, Alkohol würde einen Selbstmord verhindern. Das Gegenteil ist der Fall.
Alkohol macht Mut, auch den Mut Selbstmord zu begehen.
Die meisten Selbstmörder hatten den Mut erst unter Alkohol Einfluss!

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M_1978

10.05.2020 20:02

Achso und natürlich wäre es besser, anstatt Alkohol zu trinken, wenn es einem sehr schlecht geht, lieber in eine Klinik gehen, aber das wollen dann manche Menschen nicht und deswegen meinte ich, bevor man Suizid begeht, lieber einen ordentlich heben, dass man am nächsten Morgen Schmerzen hat um aufzuwachen vielleicht.
Die Menschen die von der Golden Gate Bridge gesprungen sind und das überlebt haben, sollen wohl so gut wie alle froh sein und beim Sprung gemerkt haben, dass sie einen Fehler gemacht haben.

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M_1978

10.05.2020 19:34

Ich denke eher das Problem ist nicht das Alkoholproblem, sondern das eigentliche Problem, welches es auch sein mag, das muss man rausfinden.
Ich habe kein Alkoholproblem, vertrage das auch nicht mehr, aber als meine psychischen Probleme immer mehr wurden und ich, trotz Ärzte Kliniken usw, keine Hilfe bekommen habe, ich mich versucht habe zu betäuben mit dem Alkohol, mit der Hoffnung auf Heilung und Linderung der eigentlichen Probleme, was aber natürlich nie aus dem Loch geholfen hat, wurde eher später größer das Loch.
Wenn es ein Alkoholproblem wäre und er davon wegkommt, dann würde ja alles Bestens sein dann, aber die Probleme liegen meines Glaubens woanders, was nicht bedeutet, dass man sich zuschütten sollte mit Alkohol, Alkohol ist ein starkes Lösungsmittel, es löst Familie, Freunde, Arbeit, Leben, aber keine Probleme.
Wenn man allerdings kein Alkoholproblem hat und bevor man sich vor dem Zug wirft, ich denke an Fussballspieler Robert Enke, da sollte man lieber sich mal ordentlich betäuben, anstatt zum Bahnhof zu gehen um dann kurzzeitig Erleichterung zu bekommen im Suff, anstatt Suizid zu begehen, aber am nächsten Tag wenn man richtig in Essig liegt und der Kopf brummt, dass die Wände wackeln, wirklich an seine Probleme gehen und nicht weiter saufen, sondern erkennen, es gibt eine Lösung für das Hauptproblem auf dieser genialen Erde, trotz Schwierigkeiten und Schmerzen und auch leider Krankheit und Tod solange man lebt.
Das was ich jetzt geschrieben habe, fassen vielleicht nicht alle, ein jeder lasse sich das bitte von einem erklären, der das verstanden hat, was ich meine, vielen Dank, bevor Missverständnisse entstehen.

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ich wills wis…
Benutzerbild von ich wills wissen
10.05.2020 19:07

Lieber Fragesteller,
ich denke, das Dein Problem nicht das Citalopram ist, sondern wohl eher der Alkoholkonsum, den Du mit seiner Auswirkung ( Filmriß ) ja selber dargestellt hast.
Löse daher erst einmal dies Problem, ein Gespräch mit Deinem Arzt wird sicher hilfreich sein.
Da Du mit diesem Problem wohl nicht allein betroffen bist, so habe ich es vorgezogen, darüber hier öffentlich zu schreiben.
Abschließend würde ich mich freuen, wenn Du hier nach der Lösung Deines Problems hier wieder schreiben tätest und uns Deinen Zustand schildern würdest.

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M_1978

10.05.2020 18:35

achso, habe dir eine Private Nachricht geschrieben, weil das doch zuviel ist zu schreiben und ich gerade nicht die Kraft habe soviel zu schreiben, was ich gerne mitteilen möchte.

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Adrianus

10.05.2020 18:25

Vom Frage-Steller selbst

Hallo, bin ganz neu hier..
Wahrscheinlich geht eine private Nachricht.

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M_1978

10.05.2020 18:19

ich würde gerne eine Sprachnachricht schicken.
Kann man hier Sprachnachricht einfügen?
Fotos gehen ja.
oder in Private Nachricht?

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M_1978

10.05.2020 13:30

Hallo

sehr interessante Frage, würde gerne näher darauf eingehen, leider keine Zeit jetzt, erst heute Abend.

Bis später.

LG

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