Pipamperon Mißbrauch im Altersheim

Anonymer Benutzer
Frage gestellt am
31.07.2014 um 09:56
  • Medikament: Pipamperon Krankheit: unruhig

Mene an Alzheimer erkrankte Mutter bekam 3-4 x 40mg Pipamperon. Wurde eines Tages angeblich aggresiv. Man verlegte sie darauf hin in die Neurologie. Dort wurde sie als sehr freundlich bezeichnet, zeigte keinerlei Anzeichen von Agressivität, im Gegenteil. Es muß also im Seniorenheim irgendetwas vorgefallen sein. Nach 5 Tagen wurde sie wieder zurück ins Seniorenheim gebracht. Entlassungsbericht: freundlich, Bewegungsdrang, isst selbstständig. unruhig wenn sie auf Toilette muß, desorientiert. Medikamentendosis 3x20 mg Pipamperon. Donnerstags wurde sie aus der Neurologie entlassen. Bei meinem Heimbesuch eine Woche später fand ich meine Mutter reglos im Rollstuhl. Sie war nicht in der Lage zu essen, noch zu trinken. geschweige zu gehen, zeigte keinerlei reakton auf zuruf, streicheln oder kneifen. Sie war total abgeschossen, ich dachte sie sei tot. Auf die Frage seit wann dieser Zustand so sei, sagte man mir es hätte am Sonntag damit angefangen. Eine telef. Nachfrage beim Hausarzt wurde mit dem Kommentar " das sind die Tabletten "abgetan. damit war die Sache für die Heimstation erledigt. Ich wollte eine Einsicht in die Patientenakte und stellte mit erschrecken fest, dass man ihr die doppelte Dosis an Pipamperon verabreichte als verordnet. Bis heute wurde nicht geklärt wer diese Anordnung so angegeben hat. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Hausarzt wurde sie zur Abklärung anderer Ursachen erneut in die Neurologie verlegt. Auch dort war man schockiert über diese Dosis. Jetzt nach 10 Tagen stellt sich bei meiner Mutter langsam eine Besserung ein, nachdem dieses Medikament abgesetzt wurde. Sie möchte zwar zaghaft selber wieder ihren Trinkbecher halten, bewegt auch hin und wieder ihre Arme und Beine und ist auch wieder soweit, das eine oder andere, wenn auch unverständliche Wort mit uns zu sprechen. Sie zeigt auch durch Gesten, dass sie sich freut uns zu sehen und streckt uns die Hand entgegen oder formt ihrem Mund zu einem Kuss.

Ist diese Dosis nicht fahrlässig, ja sogar missbräuchlich und endet diese Dosis sogar tötlich?

Patientendaten

Geburtsjahr: 1939(75 Jahre)
Geschlecht: weiblich
Gewicht: 60,0 kg
Größe: 156,0 cm
Eingetragen durch: Angehöriger
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3 Antworten:

YellowAngel
Benutzerbild von YellowAngel
31.07.2014 19:17
Hallo im Zweifelsfall wende dich doch, an die für den Wohnsitz zuständige Behörde..
http://www.heimaufsicht.de/
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voxlenis

31.07.2014 11:16
Sorry, ich muss mich korrigieren. Mir war im ersten Satz die "Alzheimer" entgangen!

Unter dieser Erkrankung ist jederzeit mit Aggressivität zu rechnen. Das sollte Dir aber auch bekannt sein. Die Tatsache, dass Deine Mutter Euch gegenüber nicht aggressiv ist, besagt da leider gar nichts. Allerdings gibt es in guten Seniorenheimen andere Ansätze, damit umzugehen, als die Gabe von Pipamperon. Leider ist das dann sehr personalintensiv und meist aus Kostengründen kaum machbar.

Gruss, Vox
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voxlenis

31.07.2014 10:40
Wenn man davon absieht, dass Pipamperon ein Neuroleptikum ist, das gerne zur reinen Ruhigstellung missbraucht wird, was aber nachzuweisen wäre, ist es durchaus üblich, mit einer Anfangsdosis von 3 X 40mg/ Tag einzusteigen. Die Dosis kann bei Bedarf bis auf 3 X 120mg /Tag erhöht werden. Insofern kann man weder von Fahrlässigkeit noch von Lebensgefahr sprechen. ( Mich verwundert die Aussage der Neurologie demnach etwas... )

Eine andere Sache ist natürlich die Frage, ob überhaupt Aggressivität bei Deiner Mutter vorlag, oder ob da jemand einfach nur seine Ruhe haben wollte. Das dürfte aber sehr schwer abzuklären sein. denn es liegt ja nahe, dass die Heimleitung an einer neutralen Klärung nicht sehr interessiert sein dürfte.

Ich frage mich auch, wenn es erlaubt ist, welche Erkrankung Deiner Mutter Du eventuell hier nicht erwähnt hast. 75 Jahre sind unter normalen Umständen heute kein Alter, das man bereits im Seniorenheim erlebt....

Gruss, Vox
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Krankheiten:  Unruhe
Themen:  Psychiatrische Erkrankungen

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