Wer hat Erfahrung mit Phobie?

Benutzer gelöscht?

Frage gestellt am
30.10.2010 um 18:45

Ich habe in der Beschreibung der Krankheit folgendes gelesen: Symtome sind: Atemnot, Druck auf der Brust, Todesangst, Zittern, Schwitzen, es wird einem heiß und kalt, Durchfall, Herzrasen, Schwindel, neben sich stehen, Umgebung wirkt fremd und wird unwirklich wahrgenommen, Hyperventilation, Angstgedanken ("jetzt sterbe ich gleich"). Genau das erlebe ich seit Wochen jeden Tag. Mein Neurologe ist im Moment im Urlaub. Ihn kann ich nicht fragen. Wer hat Erfahrung mit der Krankheit und was hilft?
Danke
Mutlos

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Eingetragen durch: Patient
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5 Antworten:

Steini1234
Benutzerbild von Steini1234
31.10.2010 00:32

Hallo, bis vor ca. 2 Jahren dachte ich noch: "Panikattacken haben nur Weicheier und die sollen sich mal nicht so anstellen". Bis es mich dann selbst "erwischte", ohne aber eine Ursache zu kennen. Die erste Erfahrung die ich machte war, dass die Zustände anfangs am Schlimmsten sind und mit der Zeit abnehmen, weil man sich ein wenig daran gewöhnt. Meine größte Angst war immer, dass ich nicht mehr "normal" werde bzw. was ist, wenn die aktuelle Attacke nicht mehr aufhört. Aber: Sie hört auf und du wirst auch wieder gesund. Zwar konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass diese enormen körperlichen Auswirkungen durch die Psyche ausgelöst werden, aber es ist wirklich so. Für meinen Umgang mit Patienten hat es mir geholfen, weil ich nun einfach mitfühlen kann.
In meinem Fall stellte sich heraus, dass es die Krebserkrankung meines Vaters war. Die habe ich relativ locker weggesteckt - dachte ich. So komisch das nun klingt: Seit dem Tod meines Vaters sind die Atacken vorbei.
Mein Rat für dich: 1. Ablenken funktioniert meist nicht, weil man sich schlichtweg nicht auf etweas konzentrieren kann. 2. Ärztlichen Notdienst rufen - nicht den Rettungsdienst. Warum? Der Arzt hat in der Regel damit Erfahrungen. Der Rettungsdienst hat ja im Normalfall gar keinen Arzt dabei; es sei denn, der Notarzt wird nachgefordert. Die nehmen dich also nur ins Krankenhaus mit und dort ist es meist schwierig,
kurzfristig Linderung zu erfahren, wenn es sich um ein "normales" Krankenhaus handelt.
3. Die Probleme beim Namen nennen und auf keinen Fall dafür schämen, denn dafür gibt es keinen Grund. Ich habe im Rettungsdienst häufiger erlebt, dass die Patienten "herumdrucksen" und von Kribbeln und Unruhe usw. sprechen. Der Rettungssanitäter/assistent erkennt das natürlich nicht immer als psychologisches Problem und vermutet eine somatische Ursache, wie Herzerkrankungen usw.

Ich hoffe, du findest Hilfe und wünsche dir Gute Besserung!

LG
Steini

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Benutzer gelöscht?

30.10.2010 21:14

.........." ...u. wenn einer keine Angst hat.
so fehlt ihm lediglich die Phantasie. ", .......... sagt Erich Kästner

... . ... versuche es mal bitte ganz ruhig u. mit ganz viel Humor u. lustigen Zitaten anzugehen.
Mir hilft lesen u. Musik hören , wie z.B. das Forellenquintet v. Schubert u. Desiderata .
Eine Hörprobe kannst Du gleich bei you toube finden .

...ich wünsche Dir ein wunderschönes Angstfreies Wochenende !
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Benutzer gelöscht?

30.10.2010 19:29

liebe mutlos,ich habe 9 jahre an dieser angst und panikattacken gelitten.diese schrecklichen erscheinungen
von todesangst ect.ist normal....??!!!!! du wirst nicht sterben,glaube mir.wichtig ist du hast einen guten arzt.ich selber habe mich an eine selbsthilfegruppe gewendet,die haben mir da sehr geholfen.du mußt versuchen dir selbt immer mut zuzureden,es ist sehr sehr schwer,ich weiß das.
wie oft bin ich heulend mit meinem hund durch den park gelaufen und ich wußte nicht einmal warum ich heule.
wenn ich mit der u-bahn gefahren bin ,wollte ich mich vor lauter angst an fremde menschen festhalten,es war schon eine schlimme zeit aber ich habe es geschafft.seit 10 jahren bin ich wieder angstfrei.
je mehr man darüber nachdenkt desto schlimmer wird es.angst vor der angst.
ich wünsche mir das du es auch packen wist......bestimmt!! LG jane54
PS:du mußt versuchen dinge die dir angst machen trotzdem zu tun,du mußt deiner angst die stirn bieten,nur so kommst du langsam aus diesem teufelskreis.ich weiß,wir haben alle gut reden aber nur so geht es.
manchmal brauch es auch keinen auslöser,die angst kommt von einer minute zur anderen.

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frank44
Benutzerbild von frank44
30.10.2010 19:24

Mutlos, du schreibst leider nicht in welchen Situationen die Symptome auftreten, daher läßt es sich nur schwer Tipps geben. Als Soforthilfe käme mir nur die Idee, die auslösende Situation zu meiden in der Zeit wo du keine Hilfe hast. Natürlich kann es helfen, wenn es dir gelingt, dich abzulenken, du dich mit Dingen beschäftigst, die dir Freude bereiten. Desweiteren können Atemübungen (Bauchatmung) zu einer Beruhigung beitragen. Auch solltest du dir vor Augen halten und zu dir selbst sagen, daß diese Situationen rein rational nicht bedrohlich sind. Ich weiß, alles leicht gesagt, aber allemal besser als sich den Ängsten hinzugeben, ohne es probiert zu haben, sich dort herauszuholen. Ein Beruhigungsmittel, wenn zur Hand, in der akuten Phase hilft dir bestimmt auch, dieses könnte dir dein HA unter diesen Umständen auch verschreiben.
Ein Gespräch mit jemand, wenn Sie die Symptome einer Panikattacke am kommen sind, kann auch einen Beitrag zur Verringerung der Symptome leisten.
Counter es mit einer Meldung, dass dies nur eine vorübergehendes Gefühl ist, und du nicht wirklich stirbst. Lesen dieser Nachrichten kann dazu beitragen, den Schweregrad Ihrer Ängste während der Attacke verringern.
Ich hoffe, dir werden noch weitere Tipps zu Teil. Und vielleicht ist etwas dabei, was dir Erleichterung verschafft.

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Benutzer gelöscht?

30.10.2010 19:21

lieb mutlos!Ich habe diesen ganzen scheiss seit 30Jahren dazu kommen starke schmerzhafte muskelvespannungen.dienoch mehr angst ausloesen.du kannst versuchen wenndu einen starken panikanfallhast,den notarzt zu rufen ,weil die erfahrungsgemaes mit Diazepam groozuegig sind.Oder du kannst versuchen gegen die Panik anzukaempfen durch ablenkung.laufen oder was dir gerade so einfaellt,auch dein hausarzt muesste dir weiterhelfen koennen.tristan

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