Doxepin 12,5 mg -Absetzen

Anonymer Benutzer
Frage gestellt am
05.08.2024 um 16:17

Hallo,

Ich nehme seit ca. 8 Jahren Doxepin 12,5 mg als Prophylaxe gegen meine Migräne, zusätzlich noch seit 11 Jahren Topiramat 100mg.
Vor 2 Jahren hab ich eigenhändig aufgrund der ständigen Müdigkeit und Trägheit, dass doxepin von 50mg, erst auf 25mg und zu guter letzt seit fast 1 Jahr auf 12,5 runter gesetzt.
Ein neuer Neurologe meinte nun dann vor 2 Monaten zu mir, dass das doxepin in so geringer Dosis 12,5mg für die Migräne überflüssig wäre und ich es auch absetzen könne. Da ich einen Absetz Versuch schon einmal gewagt habe und sehr unschöne absetzsymptome hatte, wollte dies nicht noch einmal riskieren, also nahm ich die 12,5mg nur erstmal alle 2 Tage ein.
Leider muss ich nun feststellen, dass ich nun seit 2 Monaten mit extreme Nebenwirkungen ( Gelenk- und Muskelschmerzen, Schwindel, Schweißausbrüchen und Gewichtszunahme) bei/während der Einnahme zu kämpfen habe, als würde ich mit dem Medikament wieder bei 0 starten.
Wenn ich jedoch versuche das Medikament komplett wegzulassen, fangen die absetzsymptome bereit nach 3-4 Tagen an, mit ähnlichen Symptomen.
Meine Frage ist nun, hat jemand dieselben Erfahrungen damit gemacht und wie kann ich die 12,5mg sonst am besten ausschleichen, sodass der Körper nicht so extrem darauf reagiert?

Wäre wirklich sehr sehr dankbar für eure antworten.

Patientendaten

Geburtsjahr: 2000 (24 Jahre)
Geschlecht: weiblich
Gewicht: 65,0 kg
Größe: 163,0 cm
Eingetragen durch: Patient
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1 Antworten:

Linda K.
Benutzerbild von Linda K.
09.09.2024 16:52

Liebe Sanego-Nutzerin,
bisher gibt es nur wenige Studien darüber, wie Antidepressiva am besten abgesetzt werden können. Generell wird empfohlen, das Ausschleichen über einen Zeitraum von mindestens 8 bis 12 Wochen durchzuführen. Um die Dosis in kleinen Schritten zu reduzieren, könnten in Deinem Fall eventuell Doxepin-Tropfen eine Lösung sein. Diese könntest Du ganz individuell dosieren und das mühsame sowie häufig ungenaue Zerteilen der Tabletten würde wegfallen. Ich empfehle Dir diesbezüglich nochmals Rücksprache mit Deinem behandelnden Arzt/Deiner behandelnden Ärztin zu halten.
Herzliche Grüße und alles Gute.
Linda
Apothekerin und freie medizinische Redakteurin

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