Paroxetin gegen chronische Angstzustaende

Aramis1984

Frage gestellt am
29.05.2017 um 12:32

Liebe leute, mein psychiater verschrieb mir ssri paroxetin. Ich nehme ihn am abend seit vier tagen 20 mg.
Jedoch vergehen meine schweren angstzustaende kaum. Die angst, depression und unruhe bleiben.
Wer kennt sich aus mit diesem praeparat, ab wann faengt seine wirkung an? Wie lange soll man warten? Denn bis jetzt habe ich nur noch nebenwirkungen wie: unruhe, appetitlosigkeit, angstzustaende, antriebslosigkeit, gedankenchaos etc. und noch etwas: darf man paroxetin mit 2 mg risperdal zusammen nehmen?
Wuerde sehr dankbar wenn jemand seine erfarungen mit paroxetin mit mir teilt!
Gruss Aramis!

Patientendaten

Geburtsjahr: 1984(33 Jahre)
Geschlecht: männlich
Gewicht: 70,0 kg
Größe: 177,0 cm
Eingetragen durch: Patient
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22 Antworten:

Aramis1984

21.07.2017 10:48

Vom Frage-Steller selbst

Ach so, danke frank44!
Bei solchen sachen verstehe ich "bahnhof"
Gruss

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frank44
Benutzerbild von frank44
20.07.2017 23:00

Mittels sich wiederholender magnetischer Impulse, welche mit einer Magnetspule erzeugt werden, wird ein Magnetfeld aufgebaut. Das soll - bestimmte Areale - das Gehirn und damit diverse Neuronen stimulieren und so einen Effekt erzielen.

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Aramis1984

20.07.2017 18:01

Vom Frage-Steller selbst

Was ist denn ein rTMS?

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frank44
Benutzerbild von frank44
17.07.2017 23:59

Ich bin ja nicht so ... habe da etwas im Net entdeckt. Vielleicht schauste mal rein?

"Die rTMS zeigt meist in zehn bis zwölf Sitzungen erste Effekte, aus denen abschätzbar ist, ob die Therapie erfolgreich sein wird oder nicht. Üblicherweise sprechen 78 % der Patienten gut auf rTMS an und es werden (fast) keine Nebenwirkungen berichtet. In einer neueren Studie der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA wurde die rTMS als eine sichere Behandlungsmethode bewertet. Außerdem kann die rTMS dabei helfen, die Dosis antidepressiver Medikamente zu reduzieren.

Zum Vergleich: Mehr als 40 % der Patienten mit Depressionen sprechen nicht auf die Behandlung mit Antidepressiva an (z.B. Paroxetin, Venlafaxin, Citalopram, Mirtazapin or Doxepin)!"

Quelle: http://www.neurocaregroup.com/rtms-bei-depression-zwangsstoerungen.html ... hab auch noch nicht zu Ende gelesen. ;-)

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Aramis1984

01.07.2017 10:47

Vom Frage-Steller selbst

Danke dir nochmals frank44!
Ich versuche das ganze durchzuziehen!
Mal schauen was der arzt sagt!
Meine hauptgedanke ist dass die ganzen benzos die wirkung von paroxetin durchaus blokieren koennten...
Gruss! Aramis 1984

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frank44
Benutzerbild von frank44
30.06.2017 17:07

Mach das mal ruhig. Denke mir, es wird vermutlich, trotz all deiner Ängste, dir zum Vorteil gereichen. Angsthase hin oder her. Man kann eben nicht schnell mal so aus seiner Haut schlüpfen..

Wäre durchaus möglich, du liegst mit deiner Vermutung nicht gar so falsch. Aber unken gildet erst einmal nicht. ;-) Erst mal warten was geschieht. Immer einen Schritt nach dem anderen.
Sicher wäre ein eventuelles Absetzen der Benzos mächtig schwierig. Steht aber vermutlich noch nicht zur Debatte.
Wenn man mutig oder naiv genug ist, könnte man riskieren, bei einem die Dosis geringfügig zu senken, um zu schauen, was passiert. Allerdings erst, wenn du halbwegs gut auf das AD eingestellt bist.
Derweil erst einmal ein paar Atemübungen gemacht und dann doch mal versuchen, den Focus auf etwas anderes zu richten.

Ich drück dir einfach mal die Daumen.

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Aramis1984

30.06.2017 12:54

Vom Frage-Steller selbst

Danke euch sukki und frank44!
Ich werde mit meinem psychiater ueber eine dosiserhoeung unbedingt sprechen!
Jedoch habe ich angst dass es zu weiteren beschwerden und Angstzuständen fuehren koente! Was dies betrifft bin ich ein Angsthase!

Jedoch muss ich sagen dass ich befuerchte dass diese anhedonie fuer immer bleiben wird und dass das meine persoenliche koerperreaktion auf den ganzen mischmasch mit paroxetin und ganzen benzos ist!
Aber die benzos absetzen wird mir wohl schwerfallen, denn lorazepam nehme ich bereits seit 2,5 jahren!
Am anfang wurde mir 3 mal am tag 2mg verschrieben, stellt euch vor!!!!
Jetzt bin ich bei 2 mg aber das alprazolam ist ja dazugekommen!
Also lange und schwere geschichte....
Hoffe nur sehr dass diese gefuehlskaelte bald vergehen muesste!

Danke fuer die unterstuetzung leute!
Alles liebe und schoenes we!
Gruss! Aramis

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sukki

29.06.2017 23:46

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass 20 mg zu wenig war. Nach ca. drei Wochen hab ich erhöht auf 30 mg und auch da hat es nochmal ca. zwei Wochen gedauert bis eine geringe Wirkung da war und ich so Schritt für Schritt ins Leben zurückkam. Sprich ganz langsam angefangen habe aktiver zu werden, aus dem Haus zu gehen, wieder Auto zu fahren etc. Diese innerliche Mauer, die du beschreibst brach auch nur langsam stückchenweise zusammen. Alles in Allem hat es schon ungefähr 8 Monate gedauert bis ich mich wieder völlig erholt hatte. Medimässig hatte ich gleichzeitig noch Seroquel genommen, aber nach ein paar Wochen wieder abgesetzt wegen extremer Gewichtszunahme

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frank44
Benutzerbild von frank44
29.06.2017 16:56

Wie schon geschrieben, ich halte 20 mg für zu wenig. Und was ich gut finde, du kannst doch auch positives berichten. Darf man nie aus den Augen verlieren. Auch wenn man geneigt ist, sich an dem ganzen negativen Scheiß hochzuspulen und den Fokus darauf zu richten.
Vermutlich ist Anhedonie (unfähig Lust oder Freude zu empfinden) gemeint. Immer diese Fremdwörter aber auch. *grins*
Dadurch das es nicht nur ein Medi ist, was du nimmst, ist es schwer abzuschätzen, was denn wo hingehört. Da würde ich die Benzos wirklich nicht aus den Augen lassen wollen, was die für dich negative Symptomatik betrifft.

Ich denke mal, bei den genannten 6 bis 8 Wochen wird die völlige Wirkung gemeint sein. Der stimmungsaufhellende Effekt ist ja nicht von einem Augenblick zum anderen da. Ist ein Prozess eben.
Vielleicht doch erst einmal erhöhen, die Dosis, denn eigentlich bist du ja nicht auf einem Null-Prozent-Tripp mit dem Paro. Zumindest erscheint es so nach deinen Ausführungen so für mich.

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Aramis1984

29.06.2017 12:53

Vom Frage-Steller selbst

Danke ffank44!
Ja, ich nehme immernoch 20 mg!
Was wirkung betrifft ich sage mal so: die angst und unruhe sind nicht ganz weg, sind aber mehr ertraeglicher! Aber die apathie hat sich entwickelt! Apathie, gefuehlslosigkeit und angedonie (oder wie das heisst?) keine faehigkeit interesse oder lust an etwas zu empfinden. Mache alles mit innerem zwang und wie aus rutiene. Es sind aber keine erwuenschten wirkungen die ich vom paroxetin erwartet habe!
Was soll ich nun machen? Warten oder eher etwas anderes wie cipralex probieren!
In einem forum habe ich mal gelesen, dass bei jemanden die stimmungsaufhellende wirkung erst zur 6-8 ten wochen sich gezeigt hat.
Bin echt verzweifelt wie es nun mit mir weitergehen soll!
Bin uebrigens mittlerweile auf 1mg vom risperdal runtergekommen.
Gruß! Aramis

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frank44
Benutzerbild von frank44
28.06.2017 20:08

Hoffnungslos ist aber ein ganz schlimmes Wort. Das sagt man nicht. ;-)

Ich sag mal so, bei mir merkte ich eine Wirkung nach so zwei Wochen ungefähr. Und viel länger sollte es auch im Grund enicht dauern. Immer unter der Vorraussetzung, die Dosis stimmt. Immer noch 20 mg? In deiner momentanen Verfassung erscheint mir das zu gering. Ich wurde so im Schnitt immer so auf 40 mg eingestellt. Nach zwei Wochen halt.
Wenn immer noch die 20 angezeigt sein sollten ... Erhöhung. Dann noch `ne Woche geben. Das wäre, was ich machen würde.

Gar kein Trend in Richtung Besserung zu vermelden? Manchmal nimmt man es ja selbst kaum wahr.

Ach ja, wegen meines "Spruches" zu Beginn: So ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit in Bezug auf die Medis kann natürlich auch einem Nocebo-Effekt Vorschub leisten. Dabei muß man nicht mal bewußt dran denken, das Medi könne nicht wirken. Wenn wir ehrlich sind, wirken die AD´s und Co, wie eigentlich alle mehr oder weniger, zu einem nicht geringen Maß deshalb, weil man glaubt, sie würden wirken.

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Aramis1984

28.06.2017 12:24

Vom Frage-Steller selbst

Frank44 hast recht, total hoffnungslose situation wuerd ich sagen!
Habe schon bestimmt 50 medikamente durch und ein paar krankenhausaufenhalte hinter mir.
Hab eine frage an dich: wann beginnt paroxetin zu wirken?
Ich weiss, jeder reagiert anders und jeder organismus hat seine eigenschaften, jedoch nehme ich paroxetin bereits 5 wochen lang und es wirkt nicht wie erwuenscht!
Soll ich bis 8 woche noch etwas geduld aufbringen oder mit psychiater ueber etwas anderes nachdenken?
Gruss an dich! Aramis

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frank44
Benutzerbild von frank44
27.06.2017 20:58

Könnte ich mir sehr gut vorstellen, daß die Apathie durchaus damit in Zusammenhang steht. So ein wenig können sie ja schon die lmaA-Wirkung haben. Und bei der Menge werden sie nun noch mehr nicht gerade antriebssteigernd oder ähnlich wirken, sondern das Gegenteil bewirken.
Schon `ne blöde Situation für dich.

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Aramis1984

27.06.2017 12:34

Vom Frage-Steller selbst

Ok, danke frank44!
Mein arzt meint mein zustand waere zu akut und verschrieb mir die benzos...
Glaubst du diese apatie koente auch von dem grossen anzahl der benzos kommen?

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frank44
Benutzerbild von frank44
26.06.2017 20:12

Gehst du da gedankentechnisch nicht vielleicht doch einen falschen Weg? Mir kommt`s fast so vor.
Also wenn ich Alprazolam und Lorazepam lese, wäre ich doch eher geneigt, ihnen den "Buhmann" in diesem Fall zuschustern zu wollen. Die Benzos können einen schon ganz schön abstumpfen lassen. Ich zumindest wüßte nicht, darüber berichten zu können, es wäre bei mir mit dem Paro so gewesen.
Befürchte ja beinahe, es macht wenig Sinn, ein anderes AD zu versuchen bei zwei Benzos im Gepäck. Aber das sind nur meine Gedankengänge. Muß natürlich nicht an dem sein.

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Aramis1984

26.06.2017 16:58

Vom Frage-Steller selbst

Danke sukki fuer feedback!
Ich nehhme das paroxetin bereits viereinhalb wochen dazu verschrieb mir mein psychiater alprazolam und lorazepam, so schlimm ist mein zustand. Ich muss berichten, dass sich die angst zu einer totalen apatie umgewandelt hat!
Habe keine interessen mehr, tue alles mit zwang und bin absolut gefuehls-und emotionslos!
Kommt es vor als begleiterscheinung und wie lange kann denn so etwas dauern?
Bin eigentlich ein lebhafter, emotionaler und gefuehlvoller mensch! Jetzt mit paroxetin bin ich zu einem zombie geworden ohne jeglichen gefuehle und interessen an etwas!
Was meint ihr? Soll ich noch warten und noch etwas geduld haben oder meinen psychiater nach einem anderen medikament fragen?
Waere dankbar fuer euere antworten!
Lg Aramis

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sukki

21.06.2017 22:34

Ich habe vor fünf Jahren fast alle Medis durchprobiert gegen extreme Angstzustände. Das einzige was mir wirklich geholfen hat war Paroxetin. Die ersten vier Wochen waren nicht unbedingt angenehm aber das Warten hat sich gelohnt. Ich habe es nach zwei Jahren -obwohl viele von schlimmen Absetz-bzw. Ausschleicherfahrungen berichtet haben- wieder innerhalb vier Wochen problemlos abgesetzt und seit drei Jahren habe ich auch ohne Medikament keine Angstzustände mehr.

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Melam

21.06.2017 20:50

Ich hoffe es geht bald vorbei. Ich hab versucht mit Tavor bzw. Temesta die Einschleich-Phase etwas erträglicher zu machen..

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Aramis1984

21.06.2017 12:10

Vom Frage-Steller selbst

Danke dir Melam, ich kaemfe mit nebenwirkungen immernoch!

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Melam

17.06.2017 11:55

Ich nehme das Mediakament seit Jahren. Ich hab es zweimal abgesetzt und teilweise ging es dann, wenn ich sie wieder nehmen musste bis zu 3 Monate bis die Wirkung wieder da ist. Die angänglichen Nebenwirkungen waren immer die Hölle, aber wenns dann wieder wirkt ist es wirklich ein gutes Medikament (für mich).
Alles Gute dir und dass es dir bald besser geht

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Aramis1984

30.05.2017 10:55

Vom Frage-Steller selbst

Danke fuer denn tip!

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frank44
Benutzerbild von frank44
29.05.2017 21:29

Nach zwei bis vier Wochen sollte sich eine Wirkung zeigen. Ich verstehe allerdings die abendliche Einnahme nicht so wirklich. Würde es wenn, dann doch morgens empfehlen.

Na ja, diese Symptome hattest du im Gros ja nun eigentlich auch schon vor der Einnahmde des Paro's, wenn ich nicht ganz falsch liege. Die Symptomatik kann sich zu Beginn durchaus verstärken, was nicht unbedingt als negativ von mir bewertet werden würde.

Nimmst du denn diese Kombi zur Zeit ein? Sollte es an dem sein, würde ich dir doch raten, deinen behandelnden Arzt wegen der eventuellen Wechselwirkungen zu kontaktieren. Die Medis sollten, von meiner einer aus, nicht zusammen eingenommen werden.

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Weitere Fragen zu

Medikamenten:  Paroxetin
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