hey nehme seit ca 6 wochen das medi ich habe weder lust auf sex noch komm ich zum ende , habe kaum noch ein gespühr, es steht zwar in der PB das es dazu kommen kann ! aber meine frage ist gibt sich das erst wieder wenn ich das medi abgesetzt habe ? oder wird das bei längeren einnahme auch besser ?
@matze: Ich gehe davon aus, dass man mit Entzugserscheinungen rechnen muss, sobald sich der Körper auf die regelmäßige Medikamenteneinnahme eingestellt hat. Und das ist nach ca. 2-3 Wochen der Fall. Entzugserscheinungen müssen nicht auftreten, aber bei den meisten SSRI sind sie doch sehr häufig und können ziemlich unangenehm werden, deshalb also lieber kein abruptes Absetzen.
also ich war heute morgen bei meinem arzt ich nehm jetzt ne halbe en püaar tage dann ne viertelse und dann fertig dann schau ich mal was wir machen können aber citalopram und in meinem alter diese nebenwirkungen da hab ich weniger lust drauf !!
das nicht schlafen usw ist sehr schlecht da ich in einem 3 schicht system arbeite !und bin mehr kaputt wie davor
@Docfreitag
versteh den satz mit dem absetzen über das wochenende nicht ganz ? ich nehm die medi ja erst seit gut 6 wochen kann man da nicht einfach absetzen ?
1. bewirken SSRI (also auch Citalopram) sehr häufig eine sexuelle Hemmung. Das ist sogar eine ganz herausragende Nebenwirkung. Und zwar hauptächlich eine Hemmung des sexuellen Verlangens (also Verlust der Lust) und eine VERZÖGERUNG der sexuellen Impulse und Funktionsabläufe (also genau das, was Sie auch beschreiben: Es dauert tatsächlich alles länger. Der Orgasmus wird schwerer zu erreichen oder bleibt ganz aus. Was vorher leicht und automatisch ging, erfordert jetzt Anstrengung).
2. Diese Nebenwirkung klingt nach dem Absetzen fast immer innerhalb von zwei bis drei Wochen ab.
3. In ganz seltenen Fällen soll es eine Post-SSRI sexual dysfunction geben, d.h. auch nach dem Absetzen bleibt eine sexuelle Hemmung bis zu 6 Monaten und vielleicht auch länger bestehen. Wie gesagt, das soll es wohl geben, aber der normale Fall ist das nicht (und ich kenne kein Beipiel persönlich).
4. Nein, besser wirds nicht, solange Sie das Citalopram weiter einnehmen.
In Klammern: Das gilt selbstverständlich nur für die direkt vom Medikament verursachte Hemmung. Nicht für eventuelle negative Auswirkungen der behandelten Krankheit auf die Sexualität oder auf die Partnerschaft. Und weil die nun wieder gebessert werden können, kann möglicherweise auch die Sexualität im Verlauf wieder besser werden, trotz der Nebenwirkung des Medikaments.
5. @matze: Den Wunsch nach einem Medikamentenwechsel kann ich gut verstehen. Das Problem ist nur, andere Medikamente haben auch ihre Nebenwirkungen. Oder nicht die gewollte Wirkung. Tja :(
6. O.k. Vielleicht doch noch ne Idee: Manchmal helfen "Drug hollidays" ein- bis zweimal im Monat , damit sich wenigstens zwischendurch mal wieder was regt, also eine Medikamentenpause übers Wochenende (oder über zwei andere Tage, aber bitte nicht mehr als zwei Tage, sonst drohen Entzugserscheinungen). Dafür ist Citalopram eher ungünstig wegen einer seeehr langen Halbwertszeit. Ich würde es trotzdem ausprobieren. Mit den SSRI Paroxetin und Sertralin gibt es dazu "begrenzt erfolgreiche Erfahrungen".
Ebenfalls "begrenzte Erfahrungen" gibt es mit einer zusätzlichen Einnahme von
Bupropion oder Buspiron - zugegeben, das wird dann sehr experimentell und hieße: noch mehr Chemie. Deshalb verkneife ich mir jetzt mehr Einzelheiten, kann die aber gerne noch ergänzen.
ja aber man will ja hilfe irgendwo !!! mit einer panik störung zu leben ist nicht gerade schön ich geh morgen zum doc und las mir was anderes geben !! was diese neben wirkungen nicht gerade hat hab dadruf kee bock !!!! was istr ein euphorischen anfall ===`????????????????????
Tja Matze, das Rumfuschen in der Gehirnchemie befindet sich noch im Versuchstadium, vom suizid über schlappe Nudel bis hin zum euphorischen Anfall ist alles Möglich.
Endweder man geht das Abenteuer ein oder man lässt es.
Eine mit am Meisten auftretende Störung/Nebenwirkung. Wahrscheinlich beschreiben die Pharmafirmen es so niedlich - sonst würde kein Mann zu den Mitteln greifen - die Realität dbzgl. sieht aber ganz anders aus.
Bei der SSRI-bedingten sexuelle Dysfunktion (Post-SSRI sexual dysfunction [PSSD])handelt es sich um eine iatrogene Art von sexueller Funktionsstörung, ausgelöst durch die Einnahme von Antidepressiva des Typs selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (selective serotonin re-uptake inhibitor [SSRI]). Die vermutlich eher seltene Störung kann nach Absetzen des SSRI noch Monate bis Jahre andauern; in manchen Fällen bleibt sie permanent bestehen.