Therapie

Anonymer Benutzer
Frage gestellt am
27.04.2014 um 07:05

Ich mache zur Zeit eine ambulante Therapie bei einer Psychologin, was aber überhaupt nicht gut läuft. Die Psychologin sagt nicht viel, nimmt mich und meine Probleme überhaupt nicht ernst.

Wenn ich ein Promlem habe oder irgendetwas anderes mich beschöftigt, soll ich das zwischendurch aufschreiben. Sie liest sich das dann durch, sagt aber nichts dazu.

Einmal hatte ich aufgeschrieben, dass ich nicht mehr leben möchte, sondern lieber sterben, daraufhin meinte sie, sterben müssen wir alle.

Mir bringt die Therapie nichts, wenn sie sich, jedes Mal so verhält. Mich macht das ganze fertig.

Ich überlege, ob ich zu meiner Psychiaterin gehen soll, weil es mir nicht gut geht.

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Eingetragen durch: Patient
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12 Antworten:

ich wills wis…
Benutzerbild von ich wills wissen
29.04.2014 01:24

Liebe Fragestellerin,
Du hast hier schon die Ansicht vieler Mitbetroffener lesen können, ebenso wie ich sowohl Deine Frage als auch die Antworten gelesen habe.
Nun möchte ich Dir, obwohl ich es mir verkneifen wollte, doch auch noch ein paar Worte auf den, Deinen Weg mitgeben:
Ja, Du hast recht, die Chemie zwischen Dir und Deiner Therapeutin stimmt nicht, hat nie gestimmt!
Aber, sobald ich dies bemerke, beende ich diese - für Dich nicht angepasste - Situation, indem ich meiner Therapeutin glasklar erkläre, das es so nicht geht und das Du Dir daher eine andere Therapeutin suchen wirst und nicht mehr mit ihr zusammen arbeiten wirst!
Und dann höre ich mich um in den mir zugänglichen Kreisen und auch im Internet, wer eine gute Erfahrung mit seiner Therapeutin/ten gemacht hat, der sich in einer mit Deiner Situation vergleichbaren Lage befand!
Und dann werde ich mich bei dieser/m Therapeutin/ten um einen ersten Termin bemühen und schauen, wie es dort passt für Dich.
Hast Du nach dem 2. oder auch 3. Termin immer noch das Gefühl, das ihr zusammenpasst, dann lasse Dich dort therapieren und Du wirst Erfolg haben.
Aber all das setzt voraus, das Du ernsthaft Hilfe annehmen willst und das Du Dich auch in diesem Sinne selber bemühst!
Deine Psychiaterin wird Dir dann, wenn dies auch ihr glaubhaft vermittelt wird, alle Hilfen geben, die Du brauchst.
Also, mach es!
Gute Besserung!
IWW

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frank44
Benutzerbild von frank44
29.04.2014 01:02

@susanne, ich verstehe die Aufregung gar nicht.
Ich glaube, wir verstehen unter impulsiv dann etwas unterschiedliches. Für mich ist es eine sofortige rein gefühlstechnische Reaktion. Quasi die Sitzung verlassen oder der Therapeutin die "Meininung zu geigen". Es scheint aber nichts dergleichen geschehen zu sein. Stattdessen macht es den Anschein, als erdulde der/die Frageesteller/in. Es wirkt auch so - auf mich - als lasse sie die Therapeutin doch im Dunkeln tappen wie es ihr damit geht.

Ich habe auch nie behauptet, ich würde einen derartigen Satz begrüssen. Ganz im Gegenteil. Aber, überspitzt formuliert, jetzt zu "Mama" rennen .... ehrlich, da darf sie sich schon doch Gedanken machen.

"Wir sind ein Stück weit auch für das Verhalten des anderen verantwortlich. Wir können in ihm Leben oder Tod hervorlocken, das Gute oder das Böse."

© Dr. theol. Anselm Grün

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Benutzer gelöscht?

29.04.2014 00:41

Liebe Fragestellerin!
Du musst aber auch an die arme Therapeutin denken. Diese Dame hat auch viele andere Dinge im Kopf. Ganz wichtig ist die Dauer der Sitzung im Blick zu behalten. Dann plant sie vielleicht ihren nächsten Urlaub und da ist die Auswahl schwer.
Vielleicht hat sie Kinder und die nerven mit dem Iphone oder der Reitunterricht ist ausgefallen.
Da sind Deine profanen Probleme wirklich lästig !
Gruß
R.

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Benutzer gelöscht?

29.04.2014 00:28

@frank
Deine Ansichten in allen Ehren und im Grunde hast du prinzipiell recht.
Aber manche Sachen gehen einfach garnicht und da ist spontanes Handeln erlaubt, ich würde nie wieder das Zimmer eines so unsensiblen Therapeuten betreten, der zu einem Leidenden Menschen sagt..STERBEN MÜSSEN WIR ALLE.
Das ist und bleibt unterste Schublade, da kannst du mir nicht weissmachen, das sei Teil der Therapie!

Lg Susanne

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frank44
Benutzerbild von frank44
28.04.2014 18:17

Schade eigentlich für dich. Na ja, ich kann dir nur noch einmal ans Herz legen, deine Intention für die Psychotherapie, deine Erwartungen an den Therapeuten und deine Konfliktbewältigungsstrategie zu überdenken. Wäre möglich, du wirst mit deinem Verhaltensmuster auf der Stelle treten und nicht wirklich etwas bewegen bzw. ändern. Damit vergibst du dir eine Chance auf Besserung.
Nicht das Verhalten deiner Therapeutin oder anderer Menschen macht, daß es dir schlecht geht, sondern deine dir nicht gut tuenden Verhaltensmuster. Deshalb ja auch mein Hinweis bzgl. der Reflexion.

Es geht nicht darum, dich zu animieren, einen Therapeuten aufzusuchen, zu dem oder er zu dir keinen Draht findet. Wenn es nicht passt, dann ist es halt so und es müssen die Konsequenzen gezogen werden.

"Es ist wichtig im Leben, dass etwas anständig zu Ende gebracht wird. Nur dann kann man es loslassen. Sonst bleibt man mit Worten zurück, die man hätte sagen sollen, aber nie herausbekam und das Herz ist schwer vor Unglück darüber"
aus Schiffbruch mit Tiger; Yann Martel

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Anonymer Benutzer

28.04.2014 06:16

Die Therapie mache ich, weil es mir nicht gut geht, und ich gehofft habe, dass mir diese hilft, aber so wie das ja aussieht, bringt das wirklich nichts, weiter zu der Psychologin hinzugehen. Sie ist jedesma so drauf.

Das mit dem "Sterben müssen wir alle", hat mich noch mehr fertig gemacht. Das war zuviel für mich. Ich werde das meiner Psychiaterin erzählen, denn schließlich hat sie mir die Psychologin empfohlen.

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Benutzer gelöscht?

27.04.2014 13:41

Mir ging es genauso wie Blackangel, als ich den Therapeuten darauf ansprach, hieß es....wenn Ihnen meine Methoden nicht gefallen, können Sie ja gehen. Genau das tat ich dann auch. Womit ich nicht sagen will, das es nun immer und überall so ist. Es kann aber vorkommen. Aber versuchen solltest du es auf jeden Fall, hinterher ist man immer schlauer, wie es so schön heisst.

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frank44
Benutzerbild von frank44
27.04.2014 13:00

Ach ja @Fragesteller/in ... vielleicht machst du dich einfach auch mal über die Begrifflichkeit "Reflexion" kundig. Sich und seine Umwelt zu reflektieren kann schon helfen. Weiß ein Kontakt von mir. Sie liebt das Wort. ;-)

Eine Rückmeldung hier wäre, genauso wie in der Psychotherapie, nicht schlecht.

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1.Blackangel
Benutzerbild von 1.Blackangel
27.04.2014 11:55

Hi,
da muss ich Susanne recht geben!
Dieses Verhalten deiner Therapeutin geht gar nicht. Spreche Sie darauf an, was Dir alles stört und nicht passt. Aber mach Dich auch auf eine Reaktion gefasst. In meinen Fall würde ich einfach raus geschmissen...... denn dort verträgt man auch nicht die Wahrheit..... Hoffentlich bleibt Dir dies erspart und Dir wird geholfen, was ich Dir vom ganzen Herzen aus Wünsche.
LG

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frank44
Benutzerbild von frank44
27.04.2014 11:23

Mir stellen sich da zunächst einmal doch Fragen als da wären:

Weshalb machst du die Psychotherapie? Es gibt da ja auch Unterschiede, z.B. ob Krisenintervention oder nicht.
Welche Erwartung, Vorstellungen hast du von und an die Psychotherpie bzw. die Therapeutin?

Da ich nun auch nicht um dein Krankheits- und Beschwerdebild weiß, ist es schwer für mich, das Verhalten von ihr einzuordnen. Je nach "Krankheit" kann natürlich auch ein System ihrerseits dahinter stecken. Vielleicht wartet sie ja gerade auf eine - so wie hier - Reaktion von dir?!

Provozieren heißt, die Leute denken zu lassen.
John Le Carré

Von daher schließe ich mich schon @Basti an. Sprich es ganz konkret an, daß du dich nicht ernst genommen fühlst und du der Auffassung bist, es träte im Augenblick eine Verschlechterung ein.
Wobei sich doch schon die Frage auf tut, inwieweit ihr in der Lage seit miteinander zu kommunizieren. Meist sind es Kommunikationsprobleme, die zu Mißverständnissen führen. Einen Therapeutenwechsel kannst du dann immer noch in Erwägung ziehen.

Psychiater .... "Geschmackssache". Ob dir ein paar schnell verschriebende Medis wirklich helfen? Ich weiß nicht so recht. Denke einfach über dein Verhalten, deine Reaktionen und was da falsch läuft nach.

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Basti59425
Benutzerbild von Basti59425
27.04.2014 10:51

Mein Tip wäre, zuerst mal offen ansprechen, daß du dich nicht ernst genommen fühlst. Im Prinzip deiner Psychologin offen legen, wie es dir mit ihr geht. Meiner Erfahrung nach haben alle Psychologen einen Grund für ihr Verhalten gegenüber ihren Patienten.
Konfrontiere sie und formuliere das Ganze so, wie die Frage, die du hier stellst. Sollte sie darauf nicht reagieren, kannst du dir immer noch einen anderen Psychologen suchen.

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Benutzer gelöscht?

27.04.2014 10:16

Hallo,
Das klingt überhaupt nicht gut! Das ist eindeutig nicht die richtige Therapeutin für dich. Ich kenne das Problem, es ist nicht so leicht, einen Therapeuten zu finden, bei dem man sich wohl- und ernstgenommen fühlt. Meistens braucht man mehrere "Anläufe", um den richtigen zu finden. Ein Psychologe, der zu seinem Klienten sagt, sterben müssen wir alle, ist unterste Schublade. Und auch das sie nichts sagt, wenn du deine Probleme schilderst, ob das nun mündlich oder schriftlich geschieht, ist unerheblich. Schliesslich gehst du zu ihr, damit dir geholfen wird, wie soll das gehen, wenn sie nicht mit dir spricht? Also schleunigst Therapeuten wechseln!
Und ja, du solltest zu deinem Psychiater gehen. Das sollte man immer tun, wenn man spürt, das eine Verschlechterung eintritt. Ich habe früher auch öfter den Fehler gemacht, zu lange zu warten. Man denkt, das geht schon wieder vorbei....tut es aber meistens nicht. Bestimmt müssen bei dir Medikamente erhöht bzw. andere verschrieben werden, ich weiss ja nicht, mit was du z.zt. behandelt wirst. Also ab zum Arzt und zwar schnell.

LG
Susanne

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