Mirtazapin15 auch bei Übergewicht von 15kg anfangen?

Glubb13
Benutzerbild von Glubb13
Frage gestellt am
28.09.2013 um 10:46

Hallo, ich habe seit einem Jahr keine Medikamente wegen Depressionen und Schlafstörungen genommen, nun holt mich alles wieder ein. Wegen meiner Existensangst und dem aktuellen Arbeitsverlust - war total überfordert im Pflegedienst und nur noch am Essen und wie gehetzt nach jedem Schichtdienst - diese ständige Unruhe wie getrieben.. kann mich nicht mehr Konzentrieren aber schlafe kaum ein noch jemals durch. Nun gab mir ein Arzt das Rezept für Mirtazapin aber ich habe bereits durch die vergangenen 12Monate und 3 Arbeitswechsel fast 20kg zugenommen ich merke selbst so schlimm war es noch nie mit mir.
Wie kann ich nun ein Medikament bekommen dass mich zwar schlafen und ruhiger werden lässt aber auch ohne Angst zu haben , in meinem Job im Pflegedienst egal ob ambulant mit Autofahren nonstop...und ganz früh aufstehen müssen zu bestehen??? Ohne eine Arbeit bin ich wie gehetzt und komme wenigstens beim arbeiten auf andere Gedanken und etwas weg von meinen ganzen Sorgen..wer kann mir ein Medikament nennen was besser hilft bei Angst Depressionen Stress und Schlaflosigkeit Bitte um Antwort

Patientendaten

Geburtsjahr: 1965 (48 Jahre)
Geschlecht: weiblich
Gewicht: 77,0 kg
Größe: 165,0 cm
Eingetragen durch: Patient
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5 Antworten:

frank44
Benutzerbild von frank44
28.09.2013 13:08

Vielleicht wäre es ja doch auch hilfreich und sinnvoll für dich, du würdest dir nicht nur ärztliche bzw. therapeutische Hilfe suchen? Ich denke da an Schuldnerberatung z.B. Möglich wäre auch der sozialpsychiatrische Dienst als Anlaufstelle. Da solltest du schon versuchen, Ordnung und Ruhe rein zu bringen. Und das wird dir vermutlich allein nicht gelingen. Dann könnte sich u.U. auch deine Symptomatik bessern.

Arbeit als Mittel der Verdrängung ist meines Erachtens kontraproduktiv und eher ein Bummerang, welcher noch massiver wieder zurückkommt.

Bei den Medis wird dir kaum anderes bleiben als wirklich auszuprobieren. Mirta würde ich jedenfalls auch eher ablehnen.

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Jacko67
Benutzerbild von Jacko67
28.09.2013 12:38

Zoplicon ist nur für den kurzzeitigen Gebrauch. Es macht schnell abhängig. Beim Ausschleichen treten dann oft Absetzerscheinungen auf, die den Symptomen, gegen welche man es nahm, sehr ähneln. Also sehr vorsichtig.
Ich nahm zop fast ein dreiviertel Jahr und bin jetzt dabei, es langsam auszuschleichen. Es ist nicht einfach.
Auch ich arbeite sehr gern, gehe in meiner Arbeit auf und übernehme auch gern zusätzliche Dienste. Ich bin sehr flexibel.
Das ist die eine Seite. Ich habe es geschafft, mir schöne Dinge für die Freizeit zu suchen. Hier gehe ich aktiv meinen Hobbys nach, so dass es recht ausgewogen zugeht.
Für den Abend schuf ich mir Rituale, die mit einem beruhigenden Tee beginnen und mit entspannender Musik oder Imagination enden. So komme ich gut in die Nacht und stehe sehr ausgeglichen und fit wieder auf.
Du musst sehr aufpassen, dass du nicht ausbrennst. Damit ist dir nicht geholfen. Der Beruf in der Pflege ist physisch und psychisch sehr anspruchsvoll, so dass ich es für wichtig erachte, hier Inseln der Ruhe zu schaffen.
Das bedarf sicher eines gewissen Trainings, aber nach und nach geht das schon. Ich habe eine lange Zeit der Psychotherapie hinter mir, welche für mich ein schönes Lernfeld war. Ich habe mich selbst neu erfahren und konnte Perspektiven in mir wecken. Ich finde das Leben heute sehr reizvoll und schön.

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Miss Souley

28.09.2013 11:42

Hallo Glubb,

ich bin eher zufällig über Deine Frage gestolpert. In meinem Bekanntenkreis gibt es jemanden, der Mirtazapin bekommen hat um Schlafprobleme zu lösen. Wenn Du schon Übergewicht hast, muss ich mich zweifelsfrei Jacko anschließen, denn das Mirtazapin wird höchstwahrscheinlich dafür sorgen, dass Du noch mehr zunimmst.

Was Deinen Arbeitswillen angeht, den finde ich persönlich gut. Arbeit kann wunderbar ablenken und hilfreich sein. In Deinem Fall darf es aber nicht zu sehr ablenken, weil Du dann ganz schnell vergisst, was Dich quält und es damit einfach nur überspielst. Am Ende ist Dir damit überhaupt nicht geholfen, weil es das Problem schleichend verschlimmert.

Wenn Du die Chance hast, versuche es auf Teilzeitbasis. Ich drücke Dir die Daumen, falls Du es so probieren möchtest. Die Suche wird vermutlich nicht ganz so leicht.

Die restliche Zeit nutzt Du am besten nur für Dich, damit Du dich mit allem was Dich belastet auseinandersetzen kannst. Eine Therapie wird ganz, ganz wichtig werden. Man kann zwar nie sagen ob es die Probleme in Luft auflöst, aber es kann helfen sie zu verstehen und an den Ursachen zu arbeiten, damit sie gemildert werden.

Ich wünsche Dir viel Kraft und vor allem gute Ärzte!

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Glubb13
Benutzerbild von Glubb13
28.09.2013 11:19

Vom Frage-Steller selbst

Nervenärzte/Psychotherapie steht am Rezeptstempel..mein vorheriger Nervenarzt hatte leider kurzfristig keine Termine frei. Ja mir ist klar dass ich langfristig Hilfe brauche mit Gesprächen und auch meine Angst vor Insolvenzabläufen und Kontopfändungen in den Griff bekommen muss.Doch bin ich ein Mensch der ohne eine Arbeit und dass noch weil ich meine Arbeit in der Pflege sehr ernst nehme und liebe nur ein halber Mensch. Danke für deine Antwort ich muss nur noch ein Medikament finden welches auf Dauer wirkt und hilft. Mit Zopiclon wurde ich vor Jahren nach schwerem Tinitus nur ruhig gestellt und bekam monatelang Haarausfall was mich nach paar Wochen Kur nur noch mehr in Angst versetzte.
Mit Sertralin habe ich kaum Erfahrung und möchte auch nicht ständig experimentieren müssen.

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Jacko67
Benutzerbild von Jacko67
28.09.2013 10:51

Mirtazapin halte ich bei diesem Übergewicht für wenig sinnvoll, denn es ist eine Nebenwirkung, die fast jeden trifft.
Damit würden sich deine Probleme schlussendlich nur verstärken.
Du schreibst, dass dir dieses Medikament von einem Arzt verschrieben wurde.
War dieser Arzt denn ein Facharzt für Neurologie/Psychiatrie? Den solltest du aufsuchen, denn ein Hausarzt kommt bei diesem Problem schnell an seine Grenzen. Es gibt durchaus Alternativen.
Aber die Medikamente behandeln nur die Symptome. Ich denke, du solltest deine Probleme in einer Psychotherapie bearbeiten.
Arbeit ist sicher sinnvoll. Es kann aber nicht sein, dass es als Therapie genutzt wird, so dass du von deinen eigentlichen Problemen abgelenkt wirst.
So verschieben sich die Probleme nur.

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