Fructoseunverträglichkeit

Anonymer Benutzer
Frage gestellt am
10.02.2013 um 15:24

Welche Nahrungsmittel muss ich meiden?

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4 Antworten:

bermibs
Benutzerbild von bermibs
10.02.2013 20:27

Auf alle industriellen Lebensmittel, die raffinierte Fruktose enthalten. Dazu gehören auch Säfte.
So wie @Wendlandzicke schon schreibt sind Früchte unsere Urnahrung, da wir zu den Frugivoren zählen (nicht zu den Omnivoren wie immer offiziell behauptet). Das bedeutet aber einen naturbelassenen Verzehr dieser Früchte. Die naturbelassene Ernährung ist und bleibt die beste Ernährung und möglichst viel vegan.

Deshalb auf Raffiniertes und industriell Verarbeitetes verzichten und bei den naturbelassenen Früchten vorsichtig testen, was du verträgst. Ich nehme aber an, dass du da vieles essen kannst, da die darin enthaltene Fruktose nur langsam verdaut wird. Genauso braucht es der Körper.
Lass dir die frischen Früchte schmecken.
LG bermibs

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Wendlandzicke
Benutzerbild von Wendlandzicke
10.02.2013 16:56

Ich denke, so einfach solltest du es nicht sehen.
Eine Liste mit "darf ich - darf ich nicht" birgt die Gefahr, sich zu einseitig zu ernähren.
Zumal eine FI durch Ernährungsumstellung auch behoben werden kann, bzw. zumindest die Symptome verschwinden.
Ich kann dir nur empfehlen, dich genauer darüber zu informieren, im Internet gibts schon viele Infos.


"Vom Namen her gehört Fruchtzucker eigentlich ins Obst. Und würde dieser Einfachzucker auch nur dort vorkommen, hätte der menschliche Verdauungstrakt weniger ein Problem damit. Schließlich ernährte sich der Mensch schon von Beginn der Evolution an von Beeren und Früchten. Doch im Zeitalter industrieller Nahrungsmittel ist Fructose mittlerweile fast überall enthalten – wie etwa in Säften, Limonaden und Smoothies. Zudem sind viele Lebensmittel mit einem Fructose-Sirup aus Maisstärke gesüßt. So wird der Darm geradezu von Fructose überschwemmt.


Ähnlich viel Fruchtzucker und Traubenzucker sind gut verträglich

Dabei ist nicht die Menge an fruchtigen Lebensmitteln schädlich, sondern das Verhältnis von Fruchtzucker zu Traubenzucker (Glucose): Ist das Verhältnis ausgewogen, wie beispielsweise bei Bananen, nimmt der Traubenzucker die Fructose im Darm ins Schlepptau und hilft, sie zu verdauen. Erst wenn mehr Fructose enthalten ist als Glucose, kann es Probleme geben. Äpfel beispielsweise enthalten so einen Fructoseüberschuss. Auch Birnen und Mangos werden aus diesem Grund schlecht vertragen. Denn während die meisten anderen Zuckerarten im Zwölffingerdarm komplett aufgenommen werden, benötigt Fructose zu ihrer Verdauung spezielle Transporterproteine, die Glut-5 heißen. Dieses Protein hat die Aufgabe, die Fructose aus der Nahrung durch die Dünndarmzellen in den Organismus zu schleusen, wo sie als Energiespender zur Verfügung steht.

Doch die Kapazität dieser Transportproteine ist gering. Versagen sie, gelangen größere Anteile des Zuckers unverdaut in den Dickdarm, wo Bakterien sie zu Gasen und kurzkettigen Fettsäuren zerlegen, die zu Magenproblemen führen können. Bei den meisten Menschen geschieht das zwar erst ab 35 Gramm Fruchtzucker, doch bei jedem dritten Kind und jedem fünften Erwachsenen reichen dazu auch kleinere Mengen: Sie leiden unter einer Fructosemalabsorption, das heißt, dass ihr Verdauungspotenzial schon bei 25 Gramm ausgereizt ist. Für diese Menge reichen bereits zwei Gläser Apfelsaft oder weniger als eine Handvoll Rosinen.

Jeder Dritte mit einer Fructose-Malabsorption entwickelt wiederum Symptome mit Krankheitswert, und in diesen Fällen spricht man dann von einer Fructoseintoleranz. Sie ähnelt der heute allgemein bekannten Unverträglichkeit von Lactose, also von Milchzucker. Die Folgen sind die gleichen: Es kommt zu Durchfällen, Bauchkrämpfen und Blähungen."
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.fructose-unvertraeglichkeit-wenn-obst-depressiv-macht.194ec3f9-c585-41a2-969a-b9229143f45b.html




Auf dieser Seite http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fructose-intoleranz-ia.html wird empfohlen, zunächst ganz auf fructosehaltige Lebensmittel zu verzichten, um dann die persönliche Menge zu ermitteln, die der Körper verträgt:

"1. Ernährungsprogramm bei Fructose-Intoleranz:
Phase I

In einer ersten Phase sollten - sobald eine FI vermutet wird - ALLE fructose- und am besten auch alle zuckerreichen Speisen gemieden werden, damit sich das Verdauungssystem erholen kann.

Verboten sind:

- Die meisten Früchte und alle Produkte, in denen Früchte enthalten sind (wie z.B. Fruchtsäfte, Fruchtshakes, Fruchtjoghurts etc.) - Äpfel, Birnen, Mangos, Trauben, Quitten und nahezu sämtliche Trockenfrüchte sind besonders fructosereich
- Süssigkeiten
- Honig, Marmelade und andere süsse Brotaufstriche
- Fertigprodukte, die Zucker enthalten könnten, wie z.B. Fertigsaucen, Dressings, Tomatenprodukte etc.
- Diabetikerprodukte
- Alle Produkte mit den Zuckeraustauschstoffen Xylit, Sorbit, Maltit etc. Diese hemmen zusätzlich die Aufnahme der Fructose aus dem Darm und verschärfen folglich die Fructose-Intoleranz.

Die tägliche Fructosemenge sollte 2 Gramm nicht überschreiten. Anhand von Nahrungsmitteltabellen (die den Fructosegehalt angeben) in der einschlägigen Literatur oder auch im Internet können die geeigneten Lebensmittel entsprechend ausgewählt werden.

Diese 2 Gramm sind beispielsweise bereits in 30 Gramm Apfel oder 8 Gramm Trockenfeige enthalten. Gleichzeitig sind diese 2 Gramm erst mit 3 Kilogramm Champignons oder Buchweizen, mit 4 Kilogramm Endiviensalat, mit 10 Kilogramm Avocados oder mit 1,5 Kilogramm Kartoffeln erreicht. Es gibt also durchaus noch eine vielfältige Auswahl an Lebensmitteln, aus denen bei einer FI eine gesunde Ernährung zusammengestellt werden kann.

Zu den fructoseärmsten Lebensmitteln gehören:

- Pilze
- Avocados
- Grüne Blattgemüse
- Zucchini
- Knollensellerie
- Von den meisten anderen Gemüsesorten können kleine Mengen gegessen werden, jedoch sollten in der Anfangsphase Lauch, Zwiebeln und Hülsenfrüchte gemieden werden, da diese bekanntlich zu einer Verstärkung der Gasbildung führen können.
- Nüsse, Mandeln, Kokosnüsse und Ölsaaten (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Hanf etc.)
- Kartoffeln
- Glutenfreie Beilagen wie Mais, Buchweizen, Hirse, Quinoa, Reis
- Vollkornprodukte (achten Sie beim Kauf von Brot auf Fructose-Zusätze), Vollkornprodukte sollten jedoch nur geringfügig verzehrt werden, Informationen dazu finden Sie hier: Getreide verhindert Gesundheit und Mehl macht unfruchtbar, dick und süchtig
- Fleisch, Fisch, Eier (jedoch frisch zubereitet und nicht in Form von Wurst oder anderweitigen Fertigprodukten)
- Natürliche Milchprodukte sind zwar fructosefrei, da ein Fructose-intoleranter Darm jedoch gerne auch eine Lactose-Intoleranz entwickelt und Milchprodukte noch weitere Nachteile haben, raten wir vom Verzehr von Milchprodukten ab.

Falls Ihre Fructose-Intoleranz eher gemässigt ausgeprägt ist, dann können Sie eventuell auch kleine Mengen an fructoseärmeren Früchten in Ihren Speiseplan integrieren, wie z.B. Papaya, Rhabarber, Mandarinen und Aprikosen.



Phase II

Wenn die Symptome der Fructose-Intoleranz mit der oben genannten Ernährungsweise nahezu verschwunden sind, was mehrere Wochen bis zu einem Jahr dauern kann, geht man zur Phase II über. Da bei der erworbenen Fructose-Intoleranz immer eine gewisse Menge an Fructose vertragen wird, testet man jetzt die individuelle Fructose-Toleranz aus.
..."



Außerdem werden dort weitere Maßnahmen beschrieben, die bei einer FI helfen können.


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frank44
Benutzerbild von frank44
10.02.2013 16:11

"Wichtig: Es gibt keine allgemeinen Tipps und Verbote. „Sie dürfen das essen, was Sie persönlich vertragen“, sagt Buder.

„Testen Sie zudem immer wieder die Verträglichkeitsschwelle aus“, empfiehlt Leodolter. "

"Tipps: Richtig essen bei Fruchtzucker-Unverträglichkeit

Zu den Lebensmitteln, die viel Fruktose enthalten, gehören Äpfel, Birnen, Mangos, Trauben, Trockenfrüchte, Honig, Birnendicksaft, Apfelkraut, Frucht- und Gemüsesäfte. Haushaltszucker besteht zu gleichen Teilen aus Trauben- und Fruchtzucker. Damit kommt in allen Süßigkeiten reichlich Fruktose vor. „Achten Sie auch bei Light-Produkten, Gemüsekonserven und Softdrinks auf die Zutatenliste“, rät Buder. Sie werden oft mit dem fruchtigen Süßungsmittel versetzt. Gehen Sie mit diesen Lebensmitteln sparsam um.
Viele Obstsorten gelten als gut verträglich, weil sie wenig Fruchtzucker enthalten oder gleichzeitig Glukose in einem günstigen Verhältnis vorliegt. Hierzu gehören unter anderem Bananen, Aprikosen und Beerenfrüchte. „Glukose, also Traubenzucker, erleichtert die Fruktoseaufnahme im Darm“, merkt Buder an. Alternativ können Sie etwas Traubenzucker dem Obst beimischen.
Essen Sie Obst nicht pur, sondern zu einer Mahlzeit (etwa als Nachtisch) oder zusammen mit Milchprodukten. Fett und Eiweiß bewirken, dass der Fruchtzucker langsamer aufgenommen wird. Das erleichtert dem angeschlagenen Darmtransporter die Arbeit.
Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit, Xylit und Mannit behindern die Aufnahme von Fruchtzucker aus dem Darm. Essen Sie diese möglichst selten. Sie finden sich zum Beispiel in Kaugummis, zuckerfreien Bonbons und Diabetikerprodukten."

Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/fruchtzuckerunvertraeglichkeit

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unschuldsengel
Benutzerbild von unschuldsengel
10.02.2013 15:28

Früchte :-) Saft etc

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