arbeitsfähig trotz posttraumatischer Belastung?

Anonymer Benutzer
Frage gestellt am
15.01.2013 um 23:29

Im Spätsommer hatte ich einen Arbeits-/Wegeunfall. Körperlich ist alles geheilt bzw. die noch vorhandenen Symptome sind psychisch bedingt. Ich mache eine EMDR (eye-movement-desensitisation-reprocessing = Augenbewegung Desensibilisierung Reprozessieren/durcharbeiten)Therapie, deren Erfolg durch Rückschritte (Kündigung durch Arbeitgeber) sowie Weihnachts- und Jahreswechselpause sich verzögert. Nun soll meine Krankschreibung auslaufen, obwohl ich noch Symptome habe, die eindeutig auf den Auto-/Wegeunfall zurückzuführen sind und meine Psyche zeitweise stark beeinträchtigen, soll ich dem Arbeitsmarkt in Kürze zur Verfügung stehen. Ausserdem soll ich weiterhin zur Therapie und die Rede von Fahrübungsstunden durch die Psychotherapeutin war auch. Ferner wird von ihr in Betracht gezogen ggf. stationär behandelt zu werden. Scheint mir, als wenn alles zusätzlich durchgearbeitet werden soll. Wer kennt sich aus mit Therapieform(en)? Ist es die Entscheidung der Psychotherapeutin, wie ich behandelt werden kann und inwieweit kann der Durchgangsarzt, da körperlich keine Schäden mehr sind, jetzt nicht mehr zuständig sein bzw. mich abweisen? Macht es Sinn sich direkt mit der Berufsgenossenschaft in Verbindung zu setzen? Ich bitte um Erfahrung und Wissen. Danke!

Patientendaten

Geburtsjahr: 1963 (50 Jahre)
Geschlecht: weiblich
Größe: 158,0 cm
Eingetragen durch: Patient
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5 Antworten:

unschuldsengel
Benutzerbild von unschuldsengel
16.01.2013 13:38

Hallo wende dich an eine Traumaambulanz die haben offenen Sprechstunden und können dir mit allen Fragen weiter helfen auch ob stadtionär oder nicht da ist der durchgangsarzt der falsche ansprechpartner

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Anonymer Benutzer

16.01.2013 09:39

Danke, Jutta. Mitunter ist meine Therapeutin geduldig, dann geht es ihr wieder nicht schnell genug. Die Syptome sind taube Hände, abwechselnd, z. Teil mit Lähmung oder Kribbeln, Schmerzen im Schulter-/Nackenbereich, leichte Blitze oder Lichter in den Augenwinkeln, Ein- bzw. Durchschlafstörung und allem voran wieder auftretendes Schwindelgefühl. Wenn ich überhaupt eine Chance auf einen Job anfangen kann, will ich nicht die Wahrscheinlichkeit haben auszufallen, dann geht das 'Spiel' von vorne los gerade in der Probezeit. Krank oder wegen Behandlung, wozu auch die Therapie gehört (die Arbeit an sich schon ist), ist ein rotes Tuch. Ich bin (selbst) erschrocken, was der Körper sich merkt, was die Psyche verdrängen kann und dennoch den Körper erinnert. Daher möchte ich auch >in Ruhe< weiter behandelt werden. Schädelhirntrauma bzw. posttraumatische Belastungsstörung ist kein Spaziergang und sollte es eine derartige Wiederholung geben müssen, will ich sie nicht überleben müssen auch wenn die Autobahn kein Ort ist zum Sterben. Dennoch bin ich froh, dass alle Körperteile noch dran sind und weiß meinen neuen Geburtstag zu würdigen.

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jb61
Benutzerbild von jb61
16.01.2013 08:42

Hallo...also Rente beantragen, ich glaub das wird wohl nichts. Dafür bist du noch nicht lange krank genug und hast evtl. auch noch nicht alle Therapien hinter dir.Es ist heutzutage nicht so einfach eine Rente zu bekommen. Du schreibst das du EMDR machst, warte doch erstmal ab wie es Dir damit geht. Das was deine Therapeutin vorschlägt wie Fahrübungsstunden und weiter Therapie zu machen ist doch vollkommen in Ordnung.
Wovor hast Du Angst? Was würde Dich hindern, arbeiten zu gehen? Welche Symptome hast du und nimmst du irgendwelche Medikamente?
LG Jutta

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Anonymer Benutzer

16.01.2013 08:35

Es gibt Dinge im Leben, die lassen sich nicht wissenschaftlich erklären und sind nur so lange plausibel bis der Mensch oder besser geschrieben Machthaber die Gesetze ändert, die er ändern kann. Wenn ich die Antwort lese, dann geht einiges nicht auf. Ist wohl gut gemeint aber alles andere als gut getan. Reiht sich in die Ansichten ein, die mir bereits begegnet sind. Mir ist jedenfalls nicht (weiter)geholfen.

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enfant_terrib…
Benutzerbild von enfant_terrible
16.01.2013 00:19

Entgegen der deutschen Praxis ist wissenschaftlich nachgewiesen: Bei psychicher Erkrankung/Behinderung hat derjenige die besten Chancen auf eine Festanstellung im Job, der möglichst früh in die Berufstätigkeit zurückkehrt, und zwar mit aller nötigen therapeutischen Unterstützung, und nicht derjenige, der erstmal alles aufarbeitet und dann vielleicht mal irgendwann wieder berufstätig wird oder auch nicht. Erscheint mir plausibel.

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