morgen unterziehe ich mich einer Wurzelspitzenresektion eines Backenzahnes. Im Vorfeld wurde ich über diesen Eingriff durch den Zahnart informiert. Unter anderem meinte dieser, dass es einer besseren Heilung dienlich sei, auf Nikotin, Kaffee und milchhaltige Produkte zu verzichten. Die zwei erstgenannten kann ich gut nachvollziehen. Warum sollte man nach o.g. Eingriff auf milchhaltige Produkte verzichten? Vielen Dank im Voraus für die Antworten.
Patientendaten
Geburtsjahr: 1967 (45 Jahre) Geschlecht: weiblich Größe: 167,0 cm
Ich hab miir wirklich Gedanken gemacht diesen Artikel hier reinzusetzen weil ich Dich eventuell damit "schocken" oder zumindest verunsichern könnte
Aber auf der anderen Seite dachte ich mir vielleicht ist es ja gar nicht so schlecht damit Du falls Du keine Infos darüber hast Dir noch überlegen kannst ob Du es machen läßt
Natürlich soll es auch allen anderen Usern die vielleicht vor so einer Entscheidung stehen und kein Wissen diesbezüglich haben zur Aufklärung dienen
Egal was wird ich wünsch´Dir auf jeden Fall alles Gute :-)
@ liebe SIL-VI, jetzt bin ich aber geschockt! Diese Informationen hatte ich gar nicht. Genügend Stoff, nachzudenken. Vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag.
An alle anderen, die mir so rasch und lieb geantwortet haben ebenso meinen besten Dank.
Jetzt erschließt sich für mich dieses Problem logisch. Herzlichen Dank und einen wunderschönen Abend. GLG Jacko
Frank so in etwa hab ich das auch schon gelesen was Du postest
Aber auch dass von einer Wurzelspitzenresektion abzuraten ist
Hier hab ich noch mal was gefunden das mir auch einleuchtend erscheint wenn ein toter Zahn die Ursache dafür ist
Persönlich würde ich mir eine WSR nicht antun sondern eher den Zahn wenn er eh schon kaputt ist gleich rausmachen lassen
Eine Wurzelspitzenresektion löst das Problem nicht
Wird ein toter Zahn als Herd erkannt, weiß man aus Erfahrung, dass die Wurzelspitze die meisten Probleme bereitet, weil vor allem in den seitlichen Wurzelkanälen Kolonien von Fäulnisbakterien nisten. Oft ist auch schon der umliegende Kieferknochen angegriffen und nur noch eine schwammige, aasig stinkende Masse zurückgeblieben. Man versucht das Problem mit einer Wurzelspitzenresektion zu lösen, einer Operation, bei der der Zahnarzt den Kiefer von der Seite öffnet, die Wurzelspitze abträgt und das weiche, zersetzte Gewebe entfernt. Doch das Herdproblem wird damit nicht gelöst, sondern bestenfalls vorübergehend gemildert. Der Herd bereitet zunächst vielleicht keine akuten Probleme mehr, aber die Fäulnisbakterien erobern sich nach und nach das Gebiet zurück und setzen ihr Zerstörungswerk fort.
Bald haben sie ihre frühere Produktivität erreicht und die Kieferknochen-Entzündung, die von dem toten Zahn ausgegangen ist, hat sich ausgeweitet. Wird dann der tote Zahn endlich gezogen, erschweren die Operationsnarben dem Körper die Heilung und es dauert lange, bis die Kieferknochen-Entzündung abklingt. Mit einer Wurzelspitzenresektion zahlt der Patient einen hohen Preis dafür, dass er den toten, krankmachenden Zahn noch eine Weile behalten darf.
Auch Antibiotika helfen nicht. Die Ursache bleibt bestehen, nämlich die tote organische Masse, die weiterhin einen Nährboden für Fäulnisbakterien bietet (einen rostigen Nagel im Fuß bringt man auch nicht allein durch Antibiotikagabe in Ordnung, sondern entfernt ihn). Antibiotika beanspruchen die Entgiftungsmechanismen des ohnehin geschwächten Patienten und Fäulnisbakterien können resistent gegenüber Antibiotika werden. Der Körper hat mit den Fäulnisgiften der Bakterien zu kämpfen, die ständig aus dem Herd freigesetzt werden, selbst wenn die Bakterien zum großen Teil absterben. Es ist schwer den Herd mit Antibiotika überhaupt zu erreichen - etwa durch Spritzen in den Kieferknochen. Die Bakterien in den seitlichen Wurzelkanälen oder den Dentinkanälchen können durch Spritzen nicht erreicht werden, sie setzen ihre Giftproduktion ungestört fort und werden bestenfalls gedämpft.
Durch die Antibiotika-Behandlung kann es zu einer Schädigung der Darmflora kommen und aufgrund der gestörten Verdauung werden auch die Entgiftungsbemühungen des Körpers gehemmt, sodass sich in der Summe die Störwirkung des Bakterienherdes durch Antibiotika eher erhöhen dürfte.
Viele Patienten sagen: "Aber das ist doch mein Zahn und was die Natur geschaffen hat, das muss man doch erhalten." p { margin-bottom: 0.21cm; }Das ist richtig, solange der Zahn gesund ist und lebt, aber nicht, wenn er als Herd (Fokus) die Gesundheit ruinert.
Ein Bergsteiger, der sich Zehen und Finger erfriert, muss sie sich amputieren lassen, damit er nicht an den Folgen der Fäulnis stirbt. Ohne Amputation ist selten ein Überleben möglich.
Weshalb ist der Glaube weit verbreitet, bei toten Zähnen eine Ausnahme machen zu können, sofern nur der Wurzelkanal abgefüllt wird? Ursache und Wirkung liegen nicht so offen zu Tage. Abgestorbene Zehen sind von der Masse her ein ganz anderes Problem als ein Zahn, in dem ein halbes Gramm organische Substanz fault. Bleiben die toten Zehen am Körper, stirbt der Patient bald. Ursache und Wirkung sind deutlich zu erkennen. Bei toten, wurzelgefüllten Zähnen läuft die Vergiftung des Körpers weniger dramatisch und im Verborgenen ab, die Leiden verstärken sich allmählich. Die Zusammenhänge werden nur vom genauen Beobachter erkannt.
Literaturhinweis und Quellenverzeichnis:
„ROOT CANAL Cover-up“ by George E. Meinig 2004
zu beziehen bei: Price-Pottenger Nutrition Foundation
Also selbst bei den Zahnärzten im Netz sind widersprüchliche Aussagen dazu zu finden.
Die eine Variante, die ich gefunden habe:
Milchprodukte fördern u. U. die Durchblutung und eine Schleimbildung. Beides ist für offenen Wunden schädlich und verzögert den Heilungsprozess.
Die andere besagt:
Klebrige Milchprodukte, wie z. B. Haferschleim oder ähnliches, die sich in den Nähten festsetzen könnten und den Bakterien einen idealen Nährboden böten, sollten vermieden werden.
Der eine Zahnarzt sagt:
Am Operationstag keinen Alkohol, Kaffee oder Milch trinken; keine festen Speisen und Milchprodukte essen. 2 Tage lang nicht rauchen.
@ Anja : ich halte es für unsinnig, zwischen Milchprodukten und anderen Speisen zu unterscheiden. In vielen Lebensmitteln ist Milchsäure enthalten, ohne dass einem das bewusst ist. Da reicht aber ein Verzicht von drei bis sechs Stunden allemal, und das ist ja auch üblicher Weise so angeordnet.
Man darf nach einer OP im Mund keine Milchprodukte essen, da die Milchsäurebakterien super-fiese Entzündungen hervorrufen können.
Mit einem evtl. Antibiotikum hat das nichts zu tun. Nach meiner Weisheitszahn-OP hab ich keins bekommen, trotzdem die Anweisung "1 Woche keine Milchprodukte".
Michprodukte möglicher Weise deshalb, weil man Dir zur Sicherheit nachträglich ein AB verordnen wird. Anders könnte ich mir das nicht erklären. Gruss, Vox