Mehr Scham durch weitere körperliche Makel ausgelöst? Vor allem Intimbereich?

Anonymer Benutzer
Frage gestellt am
10.10.2026 um 07:08

Hallo, habe Fragen zum Patient:innenumgang mit der Scham/Würde: würden Sie sagen, dass es Patient:innen auf eine Art peinlicher oder schamhafter ist, wenn sie mehr körperliche Makel haben und z.B. eine Intimuntersuchung haben müssen? Wenn man also sagen wir an der Leiste untersucht werden muss, und die Frau unschöne Schamlippen hat, oder der Mann mit dem Glied unzufrieden ist? Spielt das eigene Empfinden oder Selbstbewusstsein eine Rolle, wie man sich beim Arzt zeigt? Oder auch zusätzliche Fehler/Krankheiten: Sagen wir Patient:in muss beim Hautscreen die Pobacken zeigen, macht es einen Unterschied, ob er/sie zufrieden und "unauffällig" ist oder ob man noch Pickel/Ausschlag dabei hat, wofür man sich mehr schämen könnte? Und wie ist die Bereitschaft, sich auszuziehen, für eine Intimuntersuchung, wenn eine weitere Person mit im Raum ist, ist diese Situation noch schambehafteter oder finden es z.B. Frauen besser, wenn noch weitere Pfleger/männliche Helfer dabei sind, oder will man eher bei sowas alleine sein mit Ärz:in? Vielen Dank, schönes Wochenende

Patientendaten

Geburtsjahr: 2000 (26 Jahre)
Geschlecht: weiblich
Gewicht: 50,0 kg
Größe: 170,0 cm
Eingetragen durch: Angehöriger
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1 Antworten:

guka
Benutzerbild von guka
16.10.2026 13:36

Hallo........ich denke mal, dass die Frage dich selbst beschäftigt. Gleichzeitig bin ich der Meinung, dass es viele Menschen betrifft, die sich aber nicht trauen, darüber zu reden.
Nein, man muss sich nicht schämen, wenn man irgendein Makel am Körper hat. Für die Ärzte ist kein Körper makellos, denn sie sehen ja jeden Tag ganz unterschiedliche Körper, mit Narben, Dehnungsstreifen uvm. Das ist alles völlig normal und für eine Untersuchung nicht wichtig.
Wenn eine Untersuchung im Intimbereich anfällt und du Probleme damit hast, wenn sich eine andere Person auch mit im Untersuchungsraum befindet, dann ist es jedem sein Recht. dies dem behandelnden Arzt zu sagen, dass man dies nicht möchte. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man es schon vorher bei der Terminvergabe anspricht, dann kann sich das Team darauf einstellen.
Scham ist ein ganz natürliches Gefühl in so einer Situation. Damit steht man nicht allein da, denn jeder darf jederzeit Grenzen setzen, so dass man beruhigt zu einer Untersuchung gehen kann.
Alles Gute! Lg. guka

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