Hallo Mein Sohn ist auf den Seychellen. Jetzt hat er sich gemeldet, und erzählt er hätte das Dengue fieber. Ich mache mir Sorgen, kann ihn nicht erreichen. Er hat mir geschrieben, er nimmt Paracetamol und ruht sich aus. Seine Frau ist Apotheken Helferin und kümmert sich um ihn. Angeblich gibt es keine Impfung. Ich mache mir Sorgen, habe wieder Angst. Ich muss versuchen, mich abzulenken, sonst geht es mir wieder schlecht Im Internet steht einiges, ich hätte gerne gewusst ob jemand schreiben kann, der das schon mal hatte. Am Sonntag ist erst der Rückflug Danke und Gruß nastja
Hallo Nastja,
ich kann Dich sehr gut verstehen, dass Dich Deine Angst in solchen Situation umtreibt. Mir selbst ist es nicht anders ergangen . Auch heute habe ich noch immer Angst, insbesondere wenn es um Mitglieder meiner Familie geht. Aber irgendwann lernt man mit der Angst zu leben.
Unser Sohn ist als junger Mensch öfter auf Fernreisen gegangen, bestückt mit Rucksack. Wenn ich dann mal einige Tage nichts von ihm gehört habe, hatte ich schreckliche Angst.
Ich hatte praktisch seine ganze Jugend über Angst um meinen Sohn, erst die 2 malige Krebserkrankung (gesund geworden), dann waren Klettertouren angesagt Wieder Angst!, dann die Fernreisen, die Angst nahm kein Ende. Und was war, als ich mir endlich keine Angst mehr gemacht habe, ist der schreckliche Unfall passiert, mit dem keiner rechnen konnte. Es war keine Klettertour wie so häufig zuvor, sondern "nur" eine "Wanderung" im Hochgebirge, allerdings Anfang Januar und in diesem Jahr lag nicht einmal auf 2500 m Höhe Schnee, aber das Gras war vereist. Er ist gestolpert und in Folge 300 m abgestürzt auf einen Felsen. Da sieht man mal_jahrelang Angst, und dann keine Angst mehr, und so etwas passiert.
Inzwischen sage ich: Schicksal
Was unsere Tochter betrifft, so ist und war sie immer ein viel vorsichtigerer Mensch als unser Sohn. Also insofern brauchte ich mir keine Angst machen. Aber trotzdem, passieren kann immer was.
Ich glaube, keiner kann so richtig aus seiner Haut raus. Da hilft nur ablenken.
Was übrigens die Impfung gegen Dengue betrifft, so gibt es zwar seit kurzer Zeit eine Impfung. Es wird jedoch nur geimpft, wenn man schon einmal ein Dengue-Infektion durchgemacht hat.
liebe Grüße von
Petronilla
Hallo
Danke für die Antworten, es ist meine Angst, die mich verrückt macht.
Es geht ihm besser, Paracetamol hat er genommen und beim Arzt eine Blutbild gemacht.
Ich möchte ihn nicht ständig nerven.
Angeblich hat er sich mit Mückenschutz eingecremt, trotzdem ist es wohl passiert
Ich dachte immer es gibt eine Impfung .
Am Wochenende ist er wieder zu Hause.
Es ist nur, wir haben einen Todesfall in der Familie und ich habe wieder meine starke Angst
Ist im Moment besonders schlimm, ich muss mich aber ablenken
Liebe Nastja, Dengue ist eine Virusinfektion, die in tropischen Regionen wie den Seychellen regelmäßig vorkommt. Die Erkrankung verläuft bei den meisten Betroffenen unkompliziert und heilt innerhalb weniger Tage bis etwa einer Woche von selbst aus. Häufige Beschwerden sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie starke Müdigkeit. Die empfohlene Behandlung besteht aus Ruhe, ausreichendem Trinken und Paracetamol zur Linderung von Fieber und Schmerzen. Dieses Vorgehen entspricht den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Andere Schmerzmittel wie Ibuprofen oder ASS sollten vermieden werden, da sie das Risiko für Blutungen erhöhen können. Schwere Verläufe sind insgesamt selten, insbesondere bei einer erstmaligen Infektion. Dass es keine allgemein empfohlene Impfung für Reisende ohne frühere Dengue-Erkrankung gibt, entspricht dem aktuellen medizinischen Standard. Deinen Schilderungen zufolge spricht also vieles für einen normalen Verlauf, der zwar Geduld erfordert, aber sehr gute Aussichten auf vollständige Erholung hat. Herzliche Grüße und alles Gute. Linda Apothekerin und freie medizinische Redakteurin
Hallo, eine Freundin von mir hatte auch Dengue Fieber. Sie war zwar 1,5 Wochen im Krankenhaus damit, unangenehm aber es war keine lebensgefährliche Lage. Sie hatte danach aber noch ca. 6 Monate damit zu tun, dass sie sich wieder so 100% fit fühlte und auch nicht ständig erkältet war etc. Also der Körper scheint da schon etwas mitgenommen zu sein, aber man musste sich bei ihr zu keinem Zeitpunkt große Sorgen machen, sie wurde gut vor Ort versorgt, schließlich kennt man sich dort ja damit auch sehr gut aus.
Liebe Nastja,
mein Sohn hatte sich einmal auf einer seiner Fernreisen Dengue-Fieber eingefangen, bei ihm waren es lediglich leichte grippeähnliche Symptome.
Als er wieder daheim war, klärte er mich darüber auf: Eine Erstinfektion ist meist ungefährlich. Und gegen diesen Virustyp ist man dann immun. Aber bei einer Zweitinfektion kann es gefährlich werden, denn man ist gegen die anderen Virustypen dann besonders anfällig. Es gibt 4 verschiedene Virustypen des Denguefiebers. Mach Dir auf keinen Fall Sorgen.
Wir haben einen Bekannten, der auch öfter mal auf Fernreisen ging, und der hatte bereits 2 mal das Dengue-Fieber. Er hatte das 2. Mal auch Glück.
Da das Denguefieber durch eine Mücke übertragen wird, die tagaktiv ist, ist es bei solchen Reisen unerlässlich auf Mückenschutz zu setzen.
Wenn jemand aus den Tropen zurück kommt, sollte er, wenn er seinen Rucksack auspackt darauf achten, dass sich in seinem Gepäck z.B. keine Tigermücke befindet - kommt auch manchmal vor. Das Dengue-Fieber ist vor allem durch die Tigermücke übertragbar, die auch vermehrt in Deutschland, vor allem in Süddeutschland vorkommt.
Überhaupt ist nach einer Fernreise darauf zu achten, dass man sich im Gepäck nichts mitgebracht hat. Rucksack draußen oder in der Badewanne ausleeren. Das haben wir jedenfalls immer so gehandhabt.
liebe Grüße von Petronilla