Was tun gegen Overthinking beim Einschlafen

Anonymer Benutzer
Frage gestellt am
11.09.2025 um 21:52
  • Medikament: Melatonin Krankheit: Hilfe zum Einschlafen

Hallo Ich wollte mal in die Runde fragen, was euch so gegen Schlafstörungen hilft. Insbesondere, wenn das Einschlafen durch Overthinking gestört ist? LIebe Grüße und Danke :)

Patientendaten

Geburtsjahr: 1987 (38 Jahre)
Geschlecht: weiblich
Gewicht: 73,0 kg
Größe: 160,0 cm
Eingetragen durch: Patient
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5 Antworten:

Linda K.
Benutzerbild von Linda K.
13.09.2025 17:45

Liebe Sanego-Nutzerin,
Es wurden schon viele hilfreiche Tipps genannt, an die ich gerne anknüpfe. Wenn das Einschlafen vor allem durch kreisende Gedanken gestört wird, lohnt sich zunächst ein Blick auf die Schlafhygiene: feste Schlafenszeiten, ein ruhiger Abend ohne Bildschirmlicht sowie der Verzicht auf Koffein und Alkohol können den natürlichen Schlafrhythmus unterstützen.

Melatonin kann hilfreich sein, wenn die innere Uhr aus dem Takt geraten ist – etwa bei Jetlag oder Schichtarbeit. Bei einem reinen „Gedankenkarussell“ reicht es allerdings oft nicht aus. Gut belegt sind dagegen Lavendel-Hochdosispräparate aus der Apotheke (z. B. 80 mg Lavendelöl pro Kapsel). Studien zeigen, dass sie beruhigen und so das Einschlafen erleichtern können.

Unterstützend wirken zudem Entspannungsübungen wie Atemtechniken, Meditation oder progressive Muskelentspannung. Vielen hilft es auch, vor dem Schlafengehen die wichtigsten Gedanken oder To-dos kurz aufzuschreiben, um den Kopf freizubekommen. Wenn die Schlafprobleme länger als etwa vier Wochen anhalten oder sich verschlimmern, ist es sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen, um mögliche körperliche oder seelische Ursachen abzuklären.
Herzliche Grüße
Linda
Apothekerin und medizinische Redakteurin

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petronilla
Benutzerbild von petronilla
12.09.2025 10:06

Ich glaube, so gelegentliche oder auch häufigere Schlafstörungen kennt jeder von uns. Meist werden sie von Grübeleien und Nachdenken über die verschiedensten Dinge begleitet.
Ein richtiges Mittel dagegen habe ich eigentlich nicht. Allerdings trinke ich vor dem Zubettgehen gerne noch ein Glas Milch oder noch lieber Hafermilch. Vielleicht bringt das auch etwas. Ganz wichtig ist, dass man dann ins Bett geht, wenn man so richtig müde ist und nicht aufbleibt, nur weil z.B. ein Film im Fernsehen noch nicht zu Ende ist. In solchen Fällen nehme ich den Rest des Filmes einfach auf und schaue ihn dann evtl. am nächsten Tag an. Den müden Punkt zu übergehen , so habe ich festgestellt, ist gar nicht gut. Dann liege ich auch noch ziemlich lange wach. Aber ich denke ganz locker darüber. Ich bin ja bereits in einem Alter, in dem man nicht mehr zur Arbeit gehen muss, und Kinder sind auch nicht mehr zu versorgen. Also was soll´s? Dann hole ich eben den fehlenden Schlaf am nächsten Tag z.B. mittags im Fernsehsessel nach. Ich schalte mir dann irgendetwas ein und kippe hinüber, nicht lange, aber reicht wohl. Genauso ergeht es meinem Mann. Egal ob ich nun gut oder schlecht schlafe, ich stehe immer ziemlich zur selben Zeit auf.
Abends vor dem Zubettgehen lege ich mir genau wie Jutta immer schon alle Sachen für den nächsten Tag zurecht. Auch hinterlasse ich keinerlei Unordnung. Alles liegt auf seinem Platz, und schmutziges Geschirr steht auch nicht rum. Sollte ich dann immer noch nicht so richtig müde sein, so lese ich noch ein bisschen und lasse dann, wenn die Müdigkeit sich einstellt, das Buch oder die Zeitschrift einfach neben mein Bett fallen.
Wenn ich mal sehr früh aufwache und nicht mehr schlafen kann, dann überlege ich mir, was ich am nächsten Tag kochen werde, oder welche Torte/Kuchen als nächstes dran ist.
Es sollten einfach gute Gedanken sein, mit denen man sich beschäftigt.

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Benutzer gelöscht?

12.09.2025 09:09

Das kenne ich. Gerade am Abend wenn man zur Ruhe kommt und Gedanken, die über Tag keine Beachtung finden, suchen sich dann ihren Weg. Was mir oft aber nicht immer hilft, sind gleiche Abläufe am Abend. Um mich herum muss alles geordnet sein, sodass ich am anderen Tag direkt starten kann (z.B. kein Abwasch in der Spüle, Wäsche weggefaltet, Kleidung herausgelegt usw). Wenn ich das nicht mache, liege ich im Bett und denke darüber nach, was ich am anderen Tag erledigen muss, bevor ich arbeite. Somit schalte ich einen Gedankenpunkt schon mal aus. Außerdem mache ich jeden Abend noch eine Radtour oder einen Spaziergang, egal welches Wetter ist. Frische Luft und Bewegung. Zur Schlafenszeit mache ich mir noch einen Tee, eine Wärmflasche und benutze noch 15 Minuten das Handy. Die 15 Minuten halte ich ein und stelle mir auch einen Timer. Ich denke dann noch darüber nach, was ich am anderen Tag schönes erleben möchte. Ich mache mir also bewusst Gedanken mit Dingen, die mir gut tun und die ich mir für den nächsten Tag vornehme. Z.B. abends eine Freundin treffen usw. Die Gedanken, die einen nachts beschäftigen, sind ja meistens negativ belastet und ich versuche mit positiven Gedanken entgegenzuwirken. Negative Gedanken in der Nacht sind aber nicht immer absolut als negativ zu bewerten. Mir kam auch nachts schon so mancher Geistesblitz. Wenn es aber zur Belastung wird, sollte man aber schon reagieren und auch für sich sorgen. Sollte ich nachts gedanklich keine Ruhe finden, stehe ich auf. Ich bleibe auf keinen Fall liegen. Dann suche ich mir etwas, was ich machen kann. Z.B. ein Kreuzworträtsel. Oder ich nehme mir Zettel und Stift und schreibe auf was ich über Tag erlebt habe. Das allerdings rückwärts und mit der linken Hand, denn das strengt den Kopf an und ich werde müde, sodass ich mich wieder hinlegen kann.

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joachim999

12.09.2025 08:57

Ich bekam neulich Pipamperon vom Hausarzt verschreben. Ob ich es gut oder schlecht vertrage, weiss ich noch nicht. Es ist ein Neuroleptikum - also ein sehr hartes Medikament. Ich schlafe damit besser. Ob's fuer dauerhaft ist, glaube ich nicht.

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Anonymer Benutzer

12.09.2025 00:11

Die Schlafstörung kann als Folge vieler Probleme auftreten. Diese Probleme kann man versuchen zu verbessern. Manche Hausärzte haben ein Schlafanalyse-Gerät, das man Ihnen mitgeben kann. Bei einer erkennbaren psychischen Ursache bekommen Sie vielleicht ein Medikament von Ihrem Hausarzt, statt dass sie sich Melatonin kaufen müssen.

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