Thementag: Narkose – eure Erfahrungen, Ängste und Fragen

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Frage gestellt am
08.09.2025 um 08:29

Hallo zusammen,

viele von euch standen sicher schon einmal vor einer Operation – und damit auch vor der Frage: Wie sicher ist eine Narkose eigentlich?
Ob Routineeingriff oder größere OP – das Thema Narkose ist bei vielen mit Unsicherheit, Respekt oder sogar Angst verbunden.

Wir möchten gemeinsam mit euch darüber sprechen:

Erinnert ihr euch an eure erste Narkose?
Wie oft wart ihr schon in Narkose?
Was habt ihr vorher gedacht oder befürchtet?
Wie habt ihr euch danach gefühlt?
Hattet ihr Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kreislaufprobleme oder Verwirrtheit?
Wie hat das Aufklärungsgespräch vorab bei euch funktioniert?

Narkose früher vs. heute

Früher waren Narkosen mit deutlich höheren Risiken verbunden – heute gelten sie als sehr sicher. In Deutschland werden täglich zehntausende Narkosen durchgeführt.
Anästhesisten kümmern sich nicht nur um die Narkose selbst, sondern auch um die Überwachung während der OP und das sichere Aufwachen danach.

Trotzdem bleiben Fragen:

Habt ihr Angst, während der OP aufzuwachen?

Oder davor, nicht mehr aufzuwachen?

Wie seid ihr mit diesen Gedanken umgegangen?

Welche Rolle spielt Vertrauen ins medizinische Team?

Wusstet ihr …

Dass Narkosezwischenfälle extrem selten sind?

Dass moderne Überwachungstechnik fast jede Körperreaktion frühzeitig erkennt?

Dass viele Probleme durch gute Vorbereitung vermieden werden können – z. B. durch richtige Medikamentenangaben, nüchtern bleiben, Allergien mitteilen?

Jetzt seid ihr gefragt:

Wie habt ihr eure Narkose erlebt?
Was hat euch geholfen, die Angst zu reduzieren?
Was würdet ihr anderen mitgeben, die bald eine Narkose vor sich haben?

Eure Geschichten, Erfahrungen oder auch offenen Fragen sind hier willkommen.

Liebe Grüße

Tanja S
Community-Management

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5 Antworten:

Nastja

12.09.2025 14:33

Hallo

Meine erste Narkose war vor einem Jahr, der Weisheitszahn musste raus.
Das Gespräch vorher hat mit etwas die Angst genommen.
Aufgewacht bin ich im Bett ( keine Ahnung wie ich vom Behandlungsstuhl ins Bett gekommen bin )
Eine Stunde ausgeruht,dann mit meinem Bruder im Taxi nach Hause, zu Hause auch noch ausgeruht, nachmittags bin ich aber einkaufen gegangen, mir war es zu langweilig.
Meine zweite OP war ein Notfall, bin noch mit dem Rad ins Krankenhaus gefahren, hatte einen Abszess im Bauchraum.
Kein Vorgespräch gehabt und sehr viel Angst und Unruhe, sogar wie ich im Operationraum geweint und gezittert vor Angst.
Der Arzt hat mich beruhigt und dann war es auch schon vorbei.
Nach dem aufwachen bin ich fit gewesen, keine Schmerzen oder was anderes gehabt und bin sofort aufgestanden und gelaufen im Krankenhaus.
Meine zweite OP eine Woche nach der Bauchop zum zunähen der Wunde.
Leider musste wieder eine vollnarkose sein ,das Arzt Gespräch vorher hat mich beruhigt, ich kannte es auch schon.
Auch die OP ohne Probleme, keine Schmerzen, bin schnell aufgestanden.

Für mich ist es furchtbar, das eine Maschine meine Atmung übernimmt, aber geht nicht anders.
Ich bin jetzt 65 Jahre und hoffe ich brauche keine OP mehr, nur bei einem Notfall würde ich mich operieren lassen.

Gruß nastja

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petronilla
Benutzerbild von petronilla
10.09.2025 16:31

Hallo Joachim, genauso wie Dir ist es mir auch ergangen. Ich hatte bisher auch zweimal eine Lokalanästhesie - ist schon länger her -, sie war nicht gerade angenehm, und ich hatte Angst.
Bei der Vollnarkose schläft man und bekommt von all dem nichts mit, für mich wesentlich angenehmer.
Letztes Jahr innerhalb kürzester Zeit 2 Kardioversionen, Schluckecho, Ablation und noch eine , Untersuchung unter Vollnarkose. Das hat mich alles nicht aufgeregt. Natürlich hatte ich etwas Angst vor der Ablation. Da hatte es auch Probleme gegeben, wie mir der Operateur später gesagt hat. Da kann ich nur sagen, gut, dass ich von all dem nichts mitbekommen habe.

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joachim999

10.09.2025 10:20

Meist hatte ich Pech: Operation mit Lokalanaeestesie. Das war immer extrem unangenehm.

Vollnarkose hate ich nur zweimal dieses Jahr: 1. Bypass-OP mit Herz-Lungenmaschine (da hatte ich nur die Befuerchtung, dass das Herz nicht mehr anspringt) 2. Schluck-Echo (diese Narkose war extrem angenehm -- ich bekam vom ganzen Elend nichts mit)

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petronilla
Benutzerbild von petronilla
08.09.2025 13:27

Ich habe schon sehr oft eine Vollnarkose bekommen. Angst hatte ich nur ein einziges Mal, und das war vor meiner Kopf-OP im Jahre 2010. Wegen der Narkose hatte ich zwar keine Bedenken, aber ich hatte ganz große Angst davor, dass etwas im Kopf beschädigt werden könnte, und ich dann nicht mehr ich sein würde. Ich lag bereits auf dem OP-Tisch, alles vorbereitet, auch fixiert, da sagte ich doch glatt zu dem OP-Team: Also, wenn ich könnte, würde ich jetzt noch runterspringen. Aber dann war ich auch schon weg. Bei mir geht das immer ganz schnell, dass ich mein Bewusstsein verliere. Ich komme nicht einmal zum Zählen. Und wenn ich dann aufwache, bin ich jedes Mal gleich wieder voll da. Zum Glück wird mir nie schlecht von der Narkose. In letzter Zeit wurde öfter mal in den Gesundheitssendungen darauf hingewiesen, dass eine Narkose, gerade bei älteren Menschen, zu einem Delir führen kann. Dieses Delir vergeht zwar in der Regel wieder ziemlich schnell, kann auch mal anders ausgehen. Davor wäre mir am meisten Angst. Vor meinen letzten Vollnarkosen, das waren immerhin 4 innerhalb von 4 Wochen wegen meines Herzens habe ich zwar an diese Aussage gedacht, aber trotzdem nicht unbedingt Angst gehabt, denn ich sagte mir, dass es bei mir noch nie Probleme wegen der Narkose gegeben hat, und dann wird das sicher diesmal auch nicht sein. Man sollte immer vom Guten ausgehen.
Übrigens Narkosezwischenfälle sind äußerst selten. So gut wie alle Operierten kommen lebend vom Tisch und wenn nicht, dann ist fast immer die Schwere der Krankheit schuld daran und nicht die Narkose.
Ganz wichtig ist hier noch zu erwähnen, dass man beim Anästhesiegespräch unbedingt alle Medikamente, die man einnimmt, angibt und auch die übrigen Fragen wahrheitsgetreu beantwortet.

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Lapalulli
Benutzerbild von Lapalulli
08.09.2025 10:20

Ich war bis jetzt 12 × in Narkose. 11 × ging ich ohne Angst in die Vorbereitung. Bei der Bandscheibe war als Komplikation eine Querschnittslähmung angegeben. Davor hatte ich Angst. Die OP-Teams waren immer sehr, sehr nett. Sie erklärten jeden Schritt und machten lockere Sprüche. Beim von 10 an rückwärts Zählen komme ich meistens bis 5.

Das Aufwachen empfinde ich immer als unangenehm. 1. Muß ich mich meistens mehrmals übergeben. (Achtung, sie k*tzt, dreht sie auf die Seite!!) 2. Immer dringend Wasser lassen und 3. nervt das ständige Gewecktwerden … auch wenn es sein muß.

Bis jetzt habe ich alle OPs gut überstanden.

Mitgeben für andere ist für mich schwierig. Jeder geht anders damit um.

Ich versuche, immer gelassen an die Sache ranzugehen. Mein Ritual vor jeder OP:

Am Abend vorher in die Krankenhauskapelle gehen, um dort zur Ruhe zu kommen. Ich halte Zwiesprache mit meinem verstorbenen Vater und meinen Großeltern. Das hilft mir.

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