Hallo mein Freund ist tot wurde gestern in seiner wohnung gefunden ich hatte schon Gespräch mit selensorger und freunde ich bin im Streit mit auseinander gegangen er war schwer krank leider ich vermisse ihn sehr
Schwer kranke Menschen haben bei einer gewissen Dauer, Schwere und Art der Erkrankung ein gesteigertes Potenzial dafür, sich in einem Moment völlig daneben zu benehmen und etwas später sich dann wieder normal zu verhalten. Selbstreflektierte Erkrankte erkennen das nach einer Zeit auch und wollen überhaupt nicht derart ernst genommen werden, dass Menschen in Ihrem Umfeld wegen ihnen etwas an sich selbst in Frage stellen oder sogar verändern. Es ist wichtig im Umgang mit schwer Kranken, gut für sich zu sorgen. Sie haben einen Schock erlitten. Sie haben das Recht, sich geistig zu schützen.
Ich mache mir selbst Vorwürfe warum er nicht was gesagt wiso hat konto Vollmacht hinterlassen oder Testament jetz gehe ich als nichtehelichen Lebensgefährtin leer aus sein letzte Wunsch war anständig beerdigt zu werden und er will ich Das ich seine Sache gut aufgehoben sind toll wenn die groß neven mich nicht kontaktieren ich habe keine Telefonnummer da alles in handy von mein freund ist
Wenn Sie sich die Zeit dafür nehmen, kommt die Trauer schon von alleine. Dass das schwierig ist, ist normal. Wenn es zu lange oder zu viel wird, kann man beim Hausarzt Unterstützung finden.
Liebe K., Das tut mir sehr Leid für dich. Ich glaube, das ist so ziemlich das Schlimmste, was es gibt, wenn man einen geliebten Partner/Menschen verliert, mit dem man doch eine schöne, gute Zeit erleben durfte. Nimm jede Hilfe, die du bekommen kannst, in Anspruch. Vielleicht hast du eine Vertrauensperson, die dein Leid versteht und dir auch mal zuhören kann. Was den vorangegangenen Streit mit ihm betrifft: Streit gibt es in jeder Beziehung, er gehört zum Leben. Es wird wohl kaum eine Beziehung geben, in der es ganz ohne Streit geht. Wie ich mit Trauer umgehe? Leider habe ich damit auch schon Erfahrung gemacht, und zwar als unser Sohn vor mehr als 8 Jahren tödlich verunglückt ist. Jeder Mensch geht anders mit seiner Trauer um. Mir ist klar, ich konnte und kann hier nicht jedem sagen, wie mir zumute ist. Es ist ja schließlich auch so, dass viele das gar nicht verstehen, wie es einem geht. Also vielleicht findest du jemanden, zu dem du gutes Vertrauen hast und dich mit ihm auch austauschen kannst. Was mir sehr geholfen hat: Ich habe unserem Sohn auf virtuelle Kerzen immer mal wieder einen Brief geschrieben und eine Kerze angezündet. Außerdem bin ich einem Trauerforum beigetreten und habe dort auch Mütter kennengelernt, die dasselbe Schicksal wie ich erlebt haben. Auch in diesem Forum kann ich Briefe an unseren Sohn schreiben. Das tut einfach meiner Seele gut, egal ob der Verstorbene das nun mitbekommt oder nicht. Wir wissen das alle nicht. Es ist noch keiner zurückgekommen. Außerdem sage ich mir immer wieder, ich bin nicht die Einzige, die einen geliebten Menschen verloren hat. Aber dazu bin ich erst in letzter Zeit fähig. Der geliebte Mensch wird nie vergessen werden. Jedoch ist es mittlerweile so, dass ich nicht mehr ständig daran denken muss, aber es ist im Hinterkopf. Die Zeit heilt Wunden, wenn auch nicht ganz. Ich wünsche Dir viel Kraft. Monika