Frequenzkontrolle mit Betablocker

Anonymer Benutzer
Frage gestellt am
05.06.2025 um 10:58

Welches Medikament wird zur Frequenzkontrolle empfohlen

Patientendaten

Geburtsjahr: 1948 (77 Jahre)
Gewicht: 76,0 kg
Größe: 172,0 cm
Eingetragen durch: Patient
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2 Antworten:

Linda K.
Benutzerbild von Linda K.
11.06.2025 10:46

Liebe Sanego-Nutzerin, lieber Sanego-Nutzer,
Zur Kontrolle einer zu hohen Herzfrequenz werden in der Regel Medikamente eingesetzt, die den Herzschlag verlangsamen. Am häufigsten werden dafür Betablocker wie Metoprolol oder Bisoprolol verwendet. Letzteres ist zwar in Deutschland nicht explizit für Herzrhythmusstörungen zugelassen, wird aber in der Praxis regelmäßig angewendet und auch von europäischen Fachgesellschaften empfohlen. Alternativ stehen Calciumkanalblocker wie Verapamil oder Diltiazem zur Verfügung – insbesondere dann, wenn Betablocker nicht infrage kommen oder nicht gut vertragen werden.
Falls sich mit einem dieser Mittel allein keine ausreichende Kontrolle erreichen lässt, kann unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich ein Digitalispräparat zum Einsatz kommen. Diese Wirkstoffe wirken jedoch vor allem in Ruhe und nicht bei körperlicher Aktivität – und gelten wegen möglicher Nebenwirkungen eher als Mittel der zweiten Wahl.
Welche Medikamente im Einzelfall geeignet sind, hängt von der zugrunde liegenden Herzerkrankung, dem allgemeinen Gesundheitszustand und der individuellen Belastbarkeit ab. Die Auswahl sollte daher immer gemeinsam mit der behandelnden Ärztin/dem Arzt getroffen werden.
Herzliche Grüße und alles Gute.
Linda
Apothekerin und freie medizinische Redakteurin

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petronilla
Benutzerbild von petronilla
06.06.2025 09:03

Soviel ich weiß, werden Betablocker bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Man versucht es erst mit diesem Mittel. Bei mir war es genauso. Ich habe damals Bisoprolol in der Höchstdosis erhalten und auch gut vertragen. Allerdings half der Betablocker bei mir nur etwa 2 oder 3 Jahre dann kamen wieder massive Herzrhythmusstörungen und auch Dauervorhofflimmern. Nach einigen erfolgten Kardioversionen und auch einer Ablation muss ich nun das Antiarrhythmikum Amiodaron nehmen. Dieses Mittel wird wegen ihrer oft schwerwiegenden Nebenwirkungen nur verschrieben, wenn die anderen Mittel, z.B. Betablocker, nicht mehr wirksam sind. Bis jetzt vertrage ich das Mittel so einigermaßen. Mir bleibt ja auch nichts anderes übrig. Vogel friss oder stirb, heißt es da.
Verlass dich einfach auf deinen Kardiologen.

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