Thementag: Trotzphase bei Kindern

Benutzer gelöscht?

Frage gestellt am
16.05.2025 um 09:31

Hallo liebe Community,

Kinder durchleben einige Phasen.
Die Zeit der ersten Trotzphase bei Kindern ist meistens eine Herausforderung.
Doch genau diese Phase ist sehr wichtig für die weitere Entwicklung eines Kindes.

Ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln Kinder immer mehr ihren eigenen Willen.
Sie erkunden ihre Umgebung und möchten alles ausprobieren.
Doch es gibt halt Dinge, die gefährlich werden könnten oder gerade nicht in den Tagesablauf passen, sodass ein Kind das Wort "Nein" immer mehr kennenlernt.
Manche Kinder fangen dann an zu weinen, andere Kinder werden aufbrausend und bockig.

Beim Einkaufen z.B. ist oft zu beobachten, dass Kinder herzzerreißend weinen oder auch schreien, wenn sie eine gewünschte Sache nicht bekommen.
Manchen Eltern stehen dann schon die Schweißperlen auf der Stirn, andere Eltern bleiben gelassen.

Ich kenne Eltern, die bestimmte Situationen im Alltag vermeiden, nur damit der Junior keinen Aufstand probt.
Zudem kenne ich Eltern, die schon morgens vor der Kita hoffen, dass kein Anruf kommt, dass der Junior andere Kinder geschlagen, gebissen oder geschubst hat.
Ich kenne Eltern, die lieber immer nachgeben, nur um unangenehme Momente zu umgehen.
Allerdings kenne ich auch Eltern, die gelassen bleiben, die Phasen annehmen und ihr Kind altersgemäß durch die Zeit begleiten.

Früher war es oft so, dass schnell der Klaps auf den Po folgte, wenn das Kind den Aufforderungen der Erwachsenen nicht gefolgt ist.
Doch brachte der Klaps auf den Po wirklich den gewünschten Erfolg?

Heute ist es so, dass Kindern viel erklärt und gezeigt wird.
Auszeiten auf der stillen Treppe, im Kinderzimmer oder auf dem roten Sofa sind mögliche Erziehungsmethoden.

Wie würdet ihr mit einem Kind umgehen, wenn es vor lauter Wut schreit, tobt, spuckt, beißt oder schlägt?

Was würdet ihr Eltern raten, die selbst an ihre Grenzen kommen?

Ich sage häufig im Freundeskreis, dass diese Phase normal ist und ich mir eher Sorgen machen würde, wenn ein Kind immer zu lieb wäre.
Was denkt ihr darüber?

Auf eure Antworten bin ich gespannt.

Mit freundlichen Grüßen

Tanja S
Community-Management

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1 Antworten:

petronilla
Benutzerbild von petronilla
16.05.2025 10:42

Als die größere Herausforderung für Eltern habe ich die Entwicklungsjahre empfunden, insbesondere beim Sohn.
Ich denke jedes Kind ist sowohl während der Trotzphase, als auch während der Entwicklungsjahre verschieden. Diese Beobachtung musste ich bei meinen beiden Kindern und dann später bei unserer Enkelin, die häufig bei uns zu Besuch war, machen.
Bei der Tochter - sie ist die ältere- gab es so gut wie keine Trotzphase und auch keinerlei Probleme während der Entwicklungsjahre. Dafür hatte ich ganz schön zu beißen, als unser Sohn in die Entwicklungsjahre kam. Er stellte zwar nie irgendetwas an, weder Rauchen noch Kiffen - aber das andere reichte zur Genüge. Sehr sehr anstrengend sage ich da nur. Die Jahre dauerten und dauerten. Und ich musste durch diese Zeit fast allein , denn mein Mann war beruflich sehr beschäftigt. Und komischerweise, wenn Papa daheim war, war unser Sohn ganz brav und friedlich, sage ich jetzt mal. Vielleicht hat er weibliche Autorität einfach nicht akzeptiert. Aber wenn er in irgendeiner Weise ein Problem hatte, kam er stets zu mir, um es zu besprechen, und das blieb auch so.
Mit unserer Enkelin haben wir mal erfahren, was so eine richtige Trotztphase ist, die weder mein Mann noch ich zuvor bei unseren beiden Kindern kennengelernt hatten.
Sie konnte aus heiterem Himmel anfangen zu bocken und zu schreien. Mit gutem Zureden war nichts auszurichten. Schließlich war es dann so, wir haben einfach nicht mehr darauf reagiert, bis sie sich von selbst wieder beruhigt hatte.
Und was die Entwicklungsjahre anbelangt, so hatte meine Tochter bei ihr genauso zu beißen wie ich damals bei unserem Sohn.
Da muss man als Eltern oder auch als Großeltern einfach durch. Es kommen auch wieder bessere Zeiten.

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