Thementag: Nasenspraysucht

Benutzer gelöscht?

Frage gestellt am
31.03.2025 um 07:18

Guten Morgen liebe Community,

ist die Nase verstopft, kann ein Nasenspray helfen.
Doch Vorsicht ist geboten.
Es gibt Nasensprays, die abhängig machen.
Nasensprays mit den Wirkstoffen Xylometalozin oder Oxymetazolin bewirken, dass die Nasenschleimhaut abschwillt und der Patient wieder durchatmen kann.
Bei längerer Anwendung gewöhnt sich die Nase an den Wirkstoff, die Wirkdauer verkürzt sich jedoch.
So wird häufiger mehr von dem Nasenspray benötigt, um überhaupt länger eine freie Nase zu haben.

Die Verwendung eines solchen Nasensprays sollte nicht länger als sieben-zehn Tage andauern.

Die Folgen einer Nasenspraysucht sind nicht unerheblich.
Trockene Schleimhäute sorgen für häufiges Nasenbluten, zudem kann es zu einer Stinknase kommen.

Um einer Nasenspraysucht vorzubeugen, können auch Alternativen genutzt werden.
Ein Nasensprays bestehend aus Meerwasser kann schon helfen, oder auch das Inhalieren von Salbei.

Benutzt Ihr Nasenspray?
Kennt Ihr Menschen, die abhängig von einem Nasenspray waren?

Vielen Dank für Eure Antworten.

Mit freundlichen Grüßen

Tanja S
Community-Management

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2 Antworten:

Linda K.
Benutzerbild von Linda K.
31.03.2025 16:32

Liebe Community,
In Deutschland sind schätzungsweise 100.000 bis 120.000 Menschen von einer Nasenspray-Abhängigkeit betroffen. Um den Teufelskreis zu durchbrechen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1. „Ein-Loch-Methode“
Das Spray wird nur noch in ein Nasenloch gesprüht, damit sich die andere Seite erholen kann. Sobald die Nasenatmung wieder normal funktioniert, wird das Spray ganz abgesetzt.

2. Schrittweise Reduktion
Die Dosis wird über zwei Wochen verringert: erst ein Erwachsenenspray, dann eine Kinder- und schließlich eine Säuglingsdosierung. Doch Vorsicht – auch niedrige Konzentrationen können abhängig machen.

3. Weniger Sprühstöße
Die Anwendung wird nach und nach reduziert, z. B. von zehnmal täglich auf acht, dann sechs, bis das Spray nicht mehr benötigt wird. Ein Plan im Kalender und kleine Belohnungen können helfen.

4. Medizinische Hilfe
In hartnäckigen Fällen ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Kortison-Nasensprays unterstützen die Entwöhnung und fördern die Heilung. Bei Allergien sollte die Ursache behandelt werden, um Rückfälle zu vermeiden.

5. Kalter Entzug
Hier wird das Spray sofort abgesetzt. Die Nase bleibt anfangs verstopft, reguliert sich aber nach einigen Tagen von selbst. Dexpanthenol-Salben und Inhalationen mit Meerwasser oder Kräutern können den Entzug erleichtern.

Herzliche Grüße
Linda
Apothekerin und freie medizinische Redakteurin

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petronilla
Benutzerbild von petronilla
31.03.2025 11:20

Früher bis vor etwa 30 Jahren hatte ich immer mit verstopfter Nase zu tun. Ein HNO-Arzt verschrieb mir das Nasenspray Olynth. Er machte mich damals nicht darauf aufmerksam, dass man dieses Spry nicht länger als 7 Tage nehmen solle. Mit meiner Nase wurde es immer schlimmer. Schließlich kam ich nicht mehr ohne dieses Spray aus, und zuallerletzt wirkte es überhaupt nicht mehr. Ich hatte auch ständig mit Nebenhöhlenentzündungen zu tun und roch zeitweise gar nichts mehr. Dann war ich mal im Urlaub in Südengland. Dort war es auch wieder so schlimm mit meiner Nase, ich roch überhaupt nichts mehr, von Durchatmen durch die Nase gar keine Rede. Ich ging dort zu einem Arzt und fragte ihn, ob er mir denn nicht Olynth verschreiben könne. Dieser Arzt klärte mich auf, dass das gar keine gute Idee sei und erklärte mir, dass ich mich mittlerweile über die vielen Jahre, die ich es schon benutzt habe, daran gewöhnt habe. Er wird mir dieses Spray nicht verschreiben, auch wenn ich in nächster Zeit ganz schlecht durchatmen kann. Da müsse ich jetzt durch. Er riet mir lediglich - genau wie oben beschrieben - zu einem Meerwasser-Nasenspray. Es folgten einige harte Wochen für mich, aber ich kam von diesem Spray weg und nehme nun, falls ich wieder mal einen Schnupfen mit verstopfter Nase habe, was mittlerweile kaum noch vorkommt, ein Meerwasserspray oder Wick.

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