Thementag: Geburt eines Kindes// früher-heute

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Frage gestellt am
21.03.2025 um 07:50

Hallo liebe Community,

die Geburt eines Kindes ist immer etwas ganz Besonderes.

In der heutigen Zeit werden die meisten Kinder im Gegensatz zu früher im Krankenhaus geboren.
Früher erblickten die meisten Kinder im heimischen Umfeld das Licht der Welt.

Damals entbanden nur Frauen aus reicheren Familien im Krankenhaus.
Mit Einführung der Krankenkasse und der Kostenübernahme änderte sich das.

Frauen fühlten sich zur Geburt im Krankenhaus sicherer und besser versorgt.
Zur damaligen Zeit war es nicht üblich, dass die werdenden Väter bei der Geburt im Kreißsaal anwesend waren.
Sie waren für organisatorische Dinge zuständig und warteten nervös auf die Nachricht, dass der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt hat.

Heute ist es so, dass die allermeisten Väter ihre Frauen durch die Geburt begleiten.
Sie können unterstützen und allein durch die Anwesenheit des Kindsvaters sind die Frauen meist beruhigter.
Es ist ja auch nicht mehr so, dass es einen großen Kreißsaal, in dem viele Frauen gleichzeitig entbinden, gibt.
Die werdenden Eltern haben einen Raum für sich allein. Das schafft Sicherheit, Vertrauen und ein gewisses Maß an Ruhe.
Zudem sind die Entbindungsräume entsprechend eingerichtet. Spezielles Licht, beruhigende Farben, Bilder, auf Wunsch Musik uvm geben etwas Gemütlichkeit.
Früher sah ein Kreißsaal eher wie ein OP aus. Lieblos, grelles Licht, keine Privatsphäre und Hektik.

Auch war es üblich, dass die Säuglinge direkt nach der Geburt gewogen, gemessen, gewaschen und untersucht wurden.
Die Mutter bekam das Kind nur für einige Sekunden vorgehalten und dann war es erstmal weg.

Auch das hat sich im Laufe der Jahre geändert. Direkt nach der Geburt wird das Kind der Mutter gegeben. Noch verbunden über die Nabelschnur werden die Minuten nach der Geburt genossen.
Die frischgebackenen Väter sind natürlich auch dabei.

Die Eltern bleiben noch zwei Stunden mit dem Nachwuchs im Kreißsaal. Anschließend geht es auf die Entbindungsstation.
Inzwischen gibt es Familienzimmer.
Es sollte im Vorfeld schon geklärt sein, ob man das Angebot eines Familienzimmers in Anspruch nimmt.
Im Familienzimmer können auch die Väter nächtigen und somit von Anfang an in dieser besonderen Zeit mitzuwirken.
Das Baby ist auch dort von Anfang an im direkten Umfeld der Familie.

Vor einigen Jahren war das noch anders.
Die Babys kamen in ein Säuglingszimmer. Verwandte und auch die frischgebackenen Väter konnten Ihren Nachwuchs oftmals nur durch ein Fenster bestaunen und das auch nur zu bestimmten Zeiten.

Betrat man auch als Mutter das Säuglingszimmer, musste sich oft ein Kittel usw angezogen werden.

Sicherlich hatten all diese Maßnahmen früher Gründe. Doch auch viele Nachteile.

Was denkt ihr? Welche Gründe hat es dafür gegeben, dass alles rund um das Thema Geburt früher eher herzlos wirkte?

Was waren die Vor-und Nachteile?

Findet ihr es gut wie heutzutage mit dem Thema Geburt umgegangen wird?

Ich wünsche euch einen sonnigen Start in das kommende Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Tanja S
Community-Management

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1 Antworten:

petronilla
Benutzerbild von petronilla
21.03.2025 11:26

Da hat sich in der Tat viel geändert. Früher war es so, ich selbst kann jetzt nur von Kaiserschnitt reden - vor 51 und vor 46 Jahren-, dass der Mann nicht dabei sein durfte. Bei einem Kaiserschnitt wurde früher immer eine Vollnarkose gegeben, und da war es natürlich so, dass der Mann nicht in den OP- Saal durfte.
Heute wird ein Kaiserschnitt, wenn es sich nicht gerade um einen Notkaiserschnitt handelt, unter Spinalanästhesie durchgeführt. Der Vorteil dabei ist, dass die Mutter ihr Kind sofort zu sehen bekommt, und auch der Vater bei der Entbindung mit dabei sein darf, selbstverständlich steril gekleidet. Auch ist ein großes Tuch oberhalb des Nabels der Mutter gespannt, und somit bekommt der werdende Vater nicht mit, was und wie da geschnitten wird.
Geschockt hatte mich damals, dass ich mein Kind nicht sofort, nachdem ich aus der Narkose aufgewacht war, zu sehen bekommen habe, erst einige Zeit später. Das tat richtig weh.
Bei meinem 2. Kind, 5 Jahre später, war es nicht anders.
Was ich damals schon unmöglich fand, dass man sein Kind nur zu den Mahlzeiten bekam.
Rooming- in gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht in diesem Krankenhaus. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass es für eine junge Mutter ganz schön anstrengend ist, wenn der Säugling gerade die ersten Tage nach der Geburt ständig im Zimmer ist. Gehört habe ich jedoch, dass es teilweise üblich ist, dass nachts das Kind in das Säuglingszimmer gebracht wird, damit sich die junge Mutter erholen kann.

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