mal ein schwieriges Thema: jahrelang was falsch gemacht

Benutzer gelöscht?

Frage gestellt am
14.03.2025 um 20:57

Hallo,

meinem Sohn 21 enthielt ich alle Jahre alles vor. Dh. er blieb im Dunkeln. Ich erwähnte gar nichts von negativen Familienverhältnissen, um ihn zu schützen. Nun ist er alt genug, versteht aber nicht die Zusammenhänge.
Es ist mehr als kompliziert. Ich habe die Beziehung zu seinem Erzeuger nur toleriert und die zu dessen Mutter geradeso zugelassen (die asozialste Frau, die ich je kennenlernte). Die sog. Schwiegermutter war schon immer/ist derartig bösartig und mein Junge rafft es nicht. Sie spannt ihn ein, manipuliert ihn.
Inzwischen bin ich kurz davor, ihn abzuschreiben. Das ist mein Sohn, den ich liebe. Natürlich will ich das nicht.

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2 Antworten:

petronilla
Benutzerbild von petronilla
17.03.2025 09:53

Hallo,
schreib ihn auf keinen Fall ab. Er ist Dein Kind und wird es immer bleiben, egal was kommt.
Er muss erst selbst Erfahrungen sammeln und das wird er auch. Im Laufe der Jahre, wenn er dann selbst schon so einiges erlebt hat, wird er verstehen, warum Du so gehandelt hast.
Das kann dauern.
Der Prozess des Erwachsenwerdens kann sich über Jahre ziehen.
Mir ergeht es sogar heute noch so, dass ich vieles erst jetzt so richtig begreife, warum und wieso meine Mutter das und das gesagt und getan hat. Inzwischen habe ich natürlich Erfahrungen mit meinen eigenen zwei Kindern und auch mit meiner Enkelin gesammelt. Es wiederholt sich alles im Leben.

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Anonymer Benutzer

17.03.2025 08:08

Hallo,
ich kann mir vorstellen, dass es für dich sehr belastend ist. Dabei zuzuschauen wie sich dein Sohn einspannen usw lässt fällt dir als Mutter besonders schwer, da du weißt welche Hintergründe das alles hat.
Das weißt du, weil du leider die Erfahrungen gemacht hast.
Dein Sohn hat diese Erfahrungen noch nie gemacht und ich finde es gut, dass du ihn nicht beeinflusst hast.
So wie das mit Kindern manchmal ist. Man kann reden oder denken wie man möchte, sie machen genau das, wo wir die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
Es scheint dann manchmal so als würden sie uns nicht glauben. Aber der Hintergrund ist ein anderer. Sie müssen eigene Erfahrungen machen, um besser zu fühlen und zu verstehen. Und mit 21 Jahren ist er durchaus soweit mit einer negativen Erfahrung umgehen zu können.
Auch wenn es dir schwerfällt. Lass ihn seine eigenen Erfahrungen machen und wenn sich dann herausstellt, dass er blickt wie seine Oma tickt, dann kannst du immer noch für ihn da sein. Versuch jetzt nicht ihn zu bekehren oder gar abzuschreiben, denn das ist eine ungesunde Richtung.

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