heute wende ich mich mit einem wichtigen Thema an Euch.
Es geht um die Patientenverfügung.
Bei einer Patientenverfügung handelt es sich um ein Dokument, aus dem hervorgeht, welche medizinischen Maßnahmen im Falle der eigenen Einwilligungsunfähigkeit durchgeführt oder unterlassen werden sollen.
Es gibt einige Anlaufstellen an die man sich wenden kann, um sich in allen Punkten beraten zu lassen. Formulare hierzu können kostenlos ausgedruckt werden.
Hallo petronilla,
deine Angst oder Sorge habe ich auch. Ich dachte schon ich wäre allein mit dem Gedanken. Meine Sorge ist auch, dass Geräte vielleicht zu voreilig abgestellt werden könnten. Weiß nicht, ob die Sorge berechtigt ist, aber sie ist da.
Hallo zusammen, ich finde das Thema sehr wichtig und denke man sollte sich auch in jungen Jahren schon damit beschäftigen. Auch wenn es noch so weit weg erscheint. Ich selbst habe bereits eine Patientenverfügung. Aufgrund von schweren Schicksalsschlägen während der Pandemie, hat mich meine Mutter dazu gebracht, auch eine Verfügung auszufüllen. Man weiß nie wann oder ob einem etwas zustößt, deshalb finde ich es sehr sinnvoll, sich mit dem Thema zu beschäftigen.
Liebe Grüße Sophie
Zu Beginn der Pandemie habe ich eine oberflächlich aufgesetzt.
Ich denke solch Patientenverfügung ist mindestens so wichtig wie eine Versicherung, an die man erst denkt, wenn es passiert ist.
Ich habe mir vorgenommen, mich mit Vorsorge zu beschäftigen. Leider bin ich ziemlich deutsch, vermutlich bleibt es beim Vorhaben [...]
Wir haben auch Patientenverfügungen. Neben der Rechtssicherheit ist aus meiner Sicht das Wichtigste, dass man gemeinsam drüber spricht, was man will und was nicht, wenn man das in Ruhe machen kann. Wir haben es ein Jahr über die Weihnachtsfeiertage getan. Die Verfügung ist dann ja "nur noch", dass man seinen Willen auf Papier bringt. Wir haben dafür das Tool vom Bundesministerium genutzt, war sehr schnell: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/patientenverfuegung.html
Meine Mutter hatte angefangen aber unser Hausarzt war komisch da sehr wichtig Sachen drin stehen wir organspende künstliche Ernährung usw ne Vollmacht hatmein Bruder schon für alle Fälle ich kann und will so ne Entscheidung nicht treffen mir geht es zu nahe
Sowohl mein Mann als auch ich haben seit vielen Jahren jeder eine Patientenverfügung. Allerdings handhaben wir es folgendermaßen, dass, wenn einer von uns beiden ins Krankenhaus kommt, die Verfügung nicht automatisch abgeben wird. Ein klein wenig Angst besteht bei mir, vielleicht zu unrecht, dass mal übereilt alle Geräte abgeschaltet würden wenn ein bestimmtes Organ gebraucht wird. Auch voreiliges Handeln in dieser Richtung würde ich gerne vermeiden. Daher haben wir beide es so vereinbart, dass diese Patientenverfügung vom anderen nur dann abgegeben wird, wenn er sich versichert hat, bzw. versichern hat lassen, dass absolut nichts mehr zu machen ist ohne Hirnschädigungen davonzutragen. Man kann es sich ja nicht aussuchen wie das Schicksal spielt, aber ich muss zu diesem Thema sagen, dass ich sehr am Leben hänge, jedoch nicht mehr leben wollte, wenn geistig nichts mehr los ist mit mir oder das weitere Leben nur noch eine Qual.. In diesem Fall möchte ich nicht, dass alles Erdenkliche noch unternommen wird, damit ich weiterleben kann. Was ganz wichtig ist und häufig vergessen wird, ist eine Betreuungsvollmacht, nur für den Fall der Fälle. Unsere Tochter besitzt von jeder dieser Verfügung ein Kopie, damit sie z.B. im Falle eines Unfalls von uns beiden entsprechend handeln kann. Hier möchte ich auf jeden Fall nochmal den Vorteil einer Patientenverfügung nennen: Als meine Mutter vor etwa 25 Jahren an ALS erkrankte, riet der behandelnde Arzt dringend zu einer Patientenverfügung, solange sie noch selbst unterschreiben konnte, denn bald darauf war sie am ganzen Körper gelähmt, auch die Finger. Als meine Mutter mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wurde damals auch gleich diese Verfügung abgegeben. Und das war gut so. Denn wäre diese Verfügung nicht vorgelegen, so hätte man vermutlich versucht, sie durch künstliche Beatmung zu retten. Das wäre in ihrem Fall ein grausames Dahinsiechen gewesen und das auch nur für ganz kurze Zeit. ALS ist eine der schlimmsten neurologischen unheilbaren Erkrankungen und führt schlussendlich meist durch Ersticken zum Tod.