Thementag: Keine Lohnfortzahlung beim ersten Krankheitstag

Tanja S
Benutzerbild von Tanja S
Frage gestellt am
15.01.2025 um 09:18

Guten Morgen liebe Community,

in den letzten Tagen konnte man in den Medien lesen, dass der Chef der Allianz den Vorschlag machte, dass die Lohnfortzahlung beim ersten Krankheitstag entfallen soll.

Er begründet diesen Vorschlag mit den gestiegenen Krankheitstagen und glaubt scheinbar, dass manche Arbeitnehmer simulieren.

Was haltet Ihr von dem Vorschlag? Ist es in Ordnung, wenn Arbeitnehmer für den ersten Krankheitstag nicht bezahlt werden?

Welche Folgen könnte eine solche Regelung haben?

Gäbe es auch Vorteile?

Auf Eure Antworten bin ich gespannt.

Mit freundlichen Grüßen

Tanja S
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6 Antworten:

Benutzer gelöscht?

02.02.2025 19:40

Wer krank machen will, der tut es. Bei dem Vorschlag aber verlängert. Nonsens.
Ich bin Eine, die fast nie krank ist, für andere regelmäßig einspringt.
Vorteil wäre auch auf Seiten des Simulanten. Er/Sie/Es muss sich dadurch länger eine AU ausstellen lassen.

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joachim999

29.01.2025 12:32

Letztlich finde ich diesen Vorschlag unsinnig. Dann ist der Arbeitnehmer laenger krank.

Noch duemmer: Wenn der Arbeitgeber schon beim 1. Tag eine Krankschreibung verlangt. Dann fehlt der Arbeitnehmer meist 1 Woche.

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Benutzer gelöscht?

15.01.2025 15:55

Mich würde mal interessieren, ob es eine belastbare Datenbasis für diesen Vorschlag gibt. Sind so viele Leute ohne Krankschreibung immer nur einen Tag krank oder sind die Krankmeldungen durch eine Krankschreibung bestätigt und damit zu 100% bestätigt legitim?

Arbeitgeber haben ja die Möglichkeit, ein Attest am 1. Tag zu verlangen. Wenn man den Menschen so wenig vertraut, soll das der schwarze Fritz halt für alle einführen. Wird schon sehen, wie sehr die zusätzliche Bürokratie die Praxen und Krankenkassen belastet und die Lobbyisten sich bei ihm die Klinke in die Hand geben, das wieder zu vereinfachen. Aus meiner Sicht ist das jetzt nur Geplänkel der Versicherer, um im Wahlkampf Druck auf die Politik auszuüben und den schwarzen Peter von sich wegzuschieben.

Aber mal ernsthaft: Im Jahr 2023 wurden in Deutschland über 1,2 Milliarden Überstunden geleistet. 1. ist das eine enorme Leistung für die Wirtschaft, von der die Krankenkassen oft nichts an Beiträgen abbekommen, weil sie nicht abgegolten werden. Vielleicht kann da die Politik ansetzen. Und 2. muss man sich fragen, welchen Anteil an den Krankheitstagen die Überstunden haben. Vielleicht können viele Leute einfach irgendwann nicht mehr und werden krank. Auch da stellt sich die Frage, ob genug zum Schutz der Arbeitnehmer getan wird. Niemand kann daran gelegen sein, wenn diese irgendwann nicht mehr können, obwohl sie vom Alter her noch könnten.

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ich wills wis…
Benutzerbild von ich wills wissen
15.01.2025 13:42

Das ist eine Schnapsidee des Allianzchefs.
Vorteile hätten nur die Arbeitgeber!

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Benutzer gelöscht?

15.01.2025 13:06

Guten Tag,
ich finde das ist eine Schnapsidee. Im Bekanntenkreis habe ich aufgeschnappt das die dann einfach gleich eine Krankmeldung für eine Woche einreichen. Der Schaden ist dann doch höher. Außerdem könnten Betriebe ja ein Überstundenkonto anlegen. Und dann nimmt man dann für den ersten Tag einfach Überstunden. Die meistens nicht vergütet werden oder auch nicht abgearbeitet werden können. Im öffentlichen Dienst bekomme ich keine Überstunde bezahlt und abfeiern ist eigentlich nicht möglich wegen chronischen Personalmangel. Zu viel darf ich im öffentlichen Dienst unbezahlt arbeiten. Wenn ich dann mal einen Tag krank bin dann sollen die das doch einfach mit meinen Überstunden verrechnen.
Der Allianzmann sollte einfach mal schauen ob seine Mitarbeiter manchmal zu viel unbezahlt arbeiten anstatt sie als Simulanten abzustempeln.

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petronilla
Benutzerbild von petronilla
15.01.2025 11:50

Das ist wirklich nicht einfach zu beantworten . Es gibt doch viele, die sind z.B. wegen Übelkeit - und da kann man wirklich nicht außer Haus gehen- nur 1 Tag krank. Aber ich könnte mir vorstellen, dass dieser Vorschlag mit dem 1. Tag nicht bezahlen daher kommt, dass es leider auch viele gibt, die einfach mal so, aus welchen Gründen auch immer, nicht zur Arbeit gehen. Und die sind in meinen Augen schuld an diesem Vorschlag. Die Ehrlichen leiden also mit.
Ich finde, man müsste sich etwas anderes überlegen, beispielsweise gleich am 1. Tag Attest vom Arzt, denn wenn das öfter bei manchen Patienten vorkommt, dann wird der Arzt auch aufmerksam.
Aber vermutlich kann man nicht durchziehen.
Vielleicht gibt es auch noch andere Möglichkeiten, das Blaumachen, was es leider auch gibt, zu unterbinden.

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