Thementag: Weihnachtszeit

Tanja S
Benutzerbild von Tanja S
Frage gestellt am
20.12.2024 um 09:07

Hallo liebe Community,

es scheint kaum jemanden entgangen zu sein, dass es weihnachtet ;-)

Weihnachten ist das Fest der Familien, Freunde usw.
Aber es gibt auch Menschen, die möchten diesen Trubel nicht, was auch völlig in Ordnung ist.

Weihnachten ist meiner Meinung nach aber auch ein Fest der Kinder. Die sind besonders aufgeregt.
Wenn ich an meine Kindheit denke, war ich eigentlich schon ab Anfang November aufgeregt.

Aus Spielzeugkatalogen habe ich Bilder von gewünschten Dingen ausgeschnitten. Diese Bilder habe ich auf ein Blatt geklebt. Dazu habe ich immer Bilder für den Weihnachtsmann geschrieben. Und ich habe ihm auch gebeichtet, dass ich frech war, aber Besserung gelobe.
Zusätzlich habe ich mit meiner Oma tonnenweise Plätzchen gebacken, meine Zimmer ganz gründlich aufgeregt. Und woran ich mich besonders gerne erinnere.
In jedem Jahr sind wir von der kirchlichen Kindergruppe in ein Seniorenheim gegangen und haben für die Bewohner gesungen und den Baum mit selbstgebastelten Dingen geschmückt.

Oft lag Schnee, viel Schnee. Meine Freundin und mich konnte nichts aufhalten. Mehrere Schneeanzüge wurden pro Tag verbraucht.

Die gesamte Weihnachtszeit habe ich als Kind sehr genossen, wie ein kleiner Zauber, den ich heute noch fühlen kann.
Bestimmte Rituale führe ich in meiner Familie fort.

Wie war Weihnachten in Eurer Kindheit? Könnte Ihr Euch an besondere Momente erinnern?
Könnt Ihr den damaligen Zauber heute noch fühlen?

Ich wünsche Euch einen guten Start in das kommende Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Tanja S
Community-Management

Patientendaten

Eingetragen durch: Team-Mitglied
Bewerten: 0x Negative Bewertungen 1x Positive Bewertungen
Missbrauch melden

Antworten

Formatier-Optionen

Bitte bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage * Helfen Sie uns Spam einzudämmen

1 Antworten:

petronilla
Benutzerbild von petronilla
20.12.2024 12:12

Hallo liebe Tanja, hallo liebe Community,
erstmal ein herzliches Dankeschön an Dich Tanja, dass du von Zeit zu Zeit so interessante Fragen und Themen aufwirfst.
Was Weihnachten betrifft, so habe ich inzwischen Erfahrungen und Erinnerungen aus 3 Generationen gesammelt. In meiner Kindheit war es so, dass ich mich schon wochenlang auf den Hl. Abend gefreut habe. Mein Vater schmückte immer den Baum, und das Wohnzimmer durfte erst nach dem Klingeln des Glöckchens betreten werden. Die unverheiratete Schwester meines Vaters verbrachte den Hl. Abend und die Feiertage stets bei uns. Meine Mutter bereitete für den Abend immer Fischsuppe, Karpfen und Kartoffelsalat vor. Anschließend gab es noch Mohnsemmeln (nicht zu verwechseln mit Semmeln vom Bäcker, es handelt sich um ein besonderes Mehlspeisengericht, heute kaum noch bekannt). Da ich in einer christlichen Familie aufgewachsen bin, wurde auch noch gebetet. Erst wenn mein Vater die Lichter am Baum entzündet und das Glöckchen geklingelt hatte, betraten wir das Wohnzimmer. Nach den Weihnachtswünschen gab es erst einmal Hausmusik. Mein Vater und ich musizierten, meine Mutter und meine Tante sangen dazu. Dann ging es ans Päckchen auspacken. Wenn wir nicht allzu müde waren, besuchten wir um Mitternacht noch die Christmette.
Am liebsten erinnere ich mich an das Weihnachten, an dem ich einen Wellensittich bekam. Dieser erreichte ein Alter von 12 Jahren, war sehr sprachbegabt und wurde sehr zahm.
Dann später als ich selbst Kinder hatte, verbrachten meine Eltern den Hl. Abend und auch die Feiertage bei uns. Es lief in etwa genauso ab wie zu meiner Kindheit. Wir haben alle musiziert, und das war schön. Die Adventszeit verlief ein wenig stressig, da meine Kinder häufig in den verschiedenen Altersheimen und auch in der Kirche musizierten. Für mich waren die Weihnachtsfeiertage als noch alle daheim wohnten, sowohl meine 2 Kinder, als auch Oma, ziemlich stressig. An den Feiertagen versammelte sich die halbe Verwandtschaft bei mir. Bis meine Tochter dann selbst Mutter geworden war, wurde Weihnachten bei uns verbracht.
Das ist heute anders. Es ist wesentlich ruhiger geworden. Es ist so, dass wir, d.h. mein Mann und ich, am Hl. Abend meist zur Tochter fahren, und dann entweder den 1. oder den 2. Feiertag alle bei uns verbringen. Unseren Sohn gibt es ja leider seit knapp 8 Jahren nicht mehr. Er hatte, wenn er denn keinen Dienst hatte, den Hl. Abend auch stets bei uns verbracht und immer musiziert.
Übrigens die Freude am Plätzchenbacken haben wir alle, meine Mutter, ich, meine Tochter und sogar schon meine Enkelin. Sogar mein Sohn hatte hin und wieder Plätzchen gebacken. Bei uns gibt es zum größten Teil Plätzchen aus einem schon fast 100 Jahre alten Backbuch, das meine Mutter über den Krieg gerettet hat.
Ich wünsche euch allen schöne Feiertage, und geht es geruhsam an.
Monika

Bewerten: 0x Negative Bewertungen 3x Positive Bewertungen
Missbrauch melden