Thementag: Phantasiereise

Tanja S
Benutzerbild von Tanja S
Frage gestellt am
18.12.2024 um 09:05

Liebe Community,

das Jahr 2024 hat nur noch ein paar Tage.

Nun fantasieren wir einfach mal ein wenig. Stellt Euch vor Ihr bekommt den wichtigen Posten eines Gesundheitsministers.

Was würdet Ihr im medizinischen Bereich ändern? Was würdet Ihr so wie es ist belassen?

Ich persönlich würde ganz schnell zusehen, dass Bürokratie abgebaut wird. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es sehr viele Ärzte gibt, die diesen gesamten Papierkram verfluchen und somit auch weniger Zeit für Ihre Patienten haben und der Patient gar nicht mehr so im Fokus ist.

Wie seht Ihr das?

Mit freundlichen Grüßen

Tanja S
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3 Antworten:

Benutzer gelöscht?

18.12.2024 21:21

Bevor ich solch Posten annehmen würde, wäre ich belesen. Das bin ich nicht.
Ohne tiefes Nachdenken - ich würde als höchstes Ziel: verbessern. Z.B. die Kosten, die Bürokratie, die Zufriedenheit der Patienten/Ärzte/KK etc. Zielkonflikt der Interessenten berücksichtigen. Dabei über den Tellerrand schauen, wie es in anderen Ländern besser läuft und, ob das umsetzbar wäre. Ich bin mir sicher, dass in Deutschland Vieles umständlich bis falsch läuft, wenn man guckt, was in anderen Ländern besser läuft. Worin schneidet Dtl gut ab, worin nicht?
Ich denke, wir sind die langsamsten bei Umsetzung, haben viele Alte, Junge und Ältere mit Fettleibigkeit, [...] Nicht zu unterschätzen, die Probleme der nächsten Generation.
Es gibt nicht nur das Bürokratieproblem.

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ich wills wis…
Benutzerbild von ich wills wissen
18.12.2024 14:20

Als allererstes würde ich die Bürokratie entflechten, denn die ist es, die die Wirtschaft und alles andere in die Knie zwingt.
Da ich aber als Gesundheitsminister nur diesen Bereich beeinflussen kann, würde ich meine Partei und den Kanzler konsequent auf diese Hindernisse hinweisen und entsprechende Gesetzesvorlagen zur Abstimmung vorlegen. Immer wieder, bis auch der letzte Abgeordnete es kapiert hat, über alle Parteigrenzen hinweg. (Stets nach dem Prinzip: - Steter Tropfen höhlt den Stein. -)
Auch würde ich auf das Aufräumen in den Behörden nach dem gleichem Prinzip hin arbeiten, denn wir haben einen zu einem zu großen Ballon aufgeblasenen Behördenapperat, den wir mit unserem Steuergeld finanzieren müssen.
Auch das gehört zu dem Thema " Bürokratie", hier werden Milliarden von Steuergeldern vergeudet!
Wenn die Bürokratie auf ca. 20% des derzeitigen Volumens gestutzt wird, dann gehr es sofort mit der Wirtschaft aufwärts und mit den Steuern abwärts.
Wer gibt mi recht?

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petronilla
Benutzerbild von petronilla
18.12.2024 13:38

Da gäbe es wirklich eine Menge zu schreiben.
Ich weiß ja schließlich noch wie es war vor der Einführung der Fallpauschalen und der Pauschalen, die einem niedergelassenen Arzt pro Quartal gezahlt werden, egal, wie oft ein Patient den Arzt benötigt. Und genau da liegt das Hauptproblem, dass wir als Patienten von Arzt zu Arzt geschickt werden, da der Hausarzt ja kaum noch Extras abrechnen kann. Er überweist also sofort zum entsprechenden Facharzt, obwohl er gewisse Behandlungen selbst durchführen könnte, hat er ja auch ganz recht, denn er würde draufzahlen. Und da so viele Leute zu den Fachärzten gehen, sind diese überlaufen, und Termine sind sehr schlecht oder überhaupt nicht zu bekommen.
Bevor diese Pauschalen eingeführt worden sind, hat beispielsweise mein Hausarzt, der im orthopädischen Bereich sehr versiert ist, so einige Behandlungen vorgenommen. Jetzt geht man zum entsprechenden Facharzt, und dieser erhält dann auch seine vierteljährliche Pauschale, nur dass diese um einiges höher liegt, als die vom Hausarzt. Und genau das ist sicher ein Hauptgrund hierfür, dass die Kosten im Gesundheitswesen so explosionsartig ansteigen. Kürzlich war ich mal nach langer Zeit beim Orthopäden um - ich habe 3 Kunstgelenke - diese überprüfen zu lassen. Es wurde nur eines davon angeschaut. Das andere soll zu einem anderen Termin geröntgt werden. Da kann man doch eins und eins zusammenzählen, dass inzwischen ein neues Quartal begonnen hat, und erneut die Pauschale abgerechnet wird.
Also würde ich als erstes mal diese unsäglichen Pauschalen abschaffen und wieder zurück gehen auf das, wie es früher war, nämlich Abrechnung nach erbrachter Leistung.!!!
Der Arzt/Hausarzt, der freiwillig mehr macht, ist bei diesem jetzigen System der Blöde.
Der Vater meiner Hausärztin, war zuvor unser Hausarzt, ist trotz seines fortgeschrittenen Alters noch immer in der Praxis und behandelt seine - wenn sie es denn wollen -alten Patienten. Der macht auch noch Sachen, bei denen kein Profit rausschaut. Aber das ist eine absolute Ausnahme.
Hierzu ein Beispiel:
Nach meinen Thromboembolien im rechten Bein vergangenes Jahr, bei dem fast das gesamte Bein aufgeschnitten worden ist, übernahm er die Nachsorge. Ich ging jeden 2. Tag zu ihm, und er konnte dann, als es soweit war, nur immer 2 Klammern entfernen. Ein anderer Hausarzt schickt einen hierfür ins Krankenhaus, in das man dann alle 2 Tage hätte fahren müssen.
Ergebnis einer Abschaffung der Pauschalen:
keine total überlaufenen Fachärzte mehr
gerechte Bezahlung der Ärzte nach erbrachter Leistung
keine künstlich verteilte Behandlungen über mehrere Quartale
erhebliche Kosteneinsparung im Gesundheitswesen
Sowohl Patienten, als auch Ärzten wäre damit gedient, und die Ärzte könnten sich im Einzelfall wieder mehr Zeit lassen für den Patienten.
noch ganz wichtiger Punkt, der hoffentlich in Angriff genommen wird:
Herstellung der Medikamente in Deutschland, damit es nicht zu solchen Engpässen wie momentan kommt.

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