Thementag: Notaufnahmengebühr
Guten Morgen liebe Community,
immer wieder keimt ein Thema in den Medien auf.
Zu einer finalen Entscheidung kam es noch nicht.
Es wird regelmäßig diskutiert eine Notaufnahmegebühr in Höhe von 50 Euro einzurichten.
Patienten, die ohne einen vorliegenden Notfall die Notaufnahme aufsuchen, sollen eine Gebühr in Höhe von 50 Euro zahlen.
Was denkt Ihr darüber?
Der Hintergrund dazu ist absolut verständlich. Scheinbar gehen zu viele Menschen in die Notaufnahme, obwohl ein Besuch beim Hausarzt gereicht hätte.
Doch könnte diese Gebühr das Problem lösen?
Können Laien einschätzen, ob ein Besuch in der Notaufnahme nötig oder unnötig ist?
Würden Menschen aus Angst diese 50 Euro zahlen zu müssen, trotz Notfalls der Notaufnahme fernbleiben?
Meine persönliche Meinung:
Mit dieser Idee geht es in die falsche Richtung.
Der Ursprung dieser Problematik liegt meiner Meinung nach nicht ausschließlich beim Patienten. Für mein Empfinden humpelt das Gesundheitssystem.
Einen Termin beim Facharzt zu bekommen wird langsam zur olympischen Disziplin (hier ein Kreuz, da ein Stempel, 116117 muss einen Termin herbeizaubern, der Hausarzt muss versuchen einen Termin zu bekommen).
Immer mehr Hausärzte begeben sich in den Ruhestand,Nachfolger gibt es kaum. Sie müssen fast gelockt werden, indem ihnen günstiger Wohnraum usw angeboten wird.
Aus diesem Grund haben viele Menschen keinen Hausarzt mehr.
Um endlich behandelt zu werden, gehen dann einige Patienten in die Notaufnahme.
Sicherlich gibt es auch noch die Patienten, die sich mit einem dreitägigen Schnupfen in die Notaufnahme verirren.
Ich glaube aber nicht, dass sich diese Patienten durch eine Gebühr abhalten lassen.
Diese Gebühr würde meiner Meinung nach zu Lasten der Patienten gehen. So als würde man die Patienten bestrafen wollen.
An der maroden Struktur des Gesundheitssystems wird aber nichts geändert.
Was würdet Ihr als Patient über diese Gebühr denken?
Wie können diese Probleme anders gelöst werden.