Entzug von Buprenorphin

Grandmaster_LG
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Frage gestellt am
08.03.2023 um 19:34

Hallo ihr Lieben, Hallo Leidensgenossen, ich war eine ganze Weile nicht hier. Weiß auch nicht genau warum. Nun versuche ich nach meiner BTM-"Karriere" mit Oxygodon und Fentanyl, wobei ich mich vor zwei Jahren mit Letzterem fast in's Nirvana geschossen habe und man mich Bewußtlos von der Strasse gepickt und mir mit Naloxontropf Und Sauerstoff sehrgeholfen hat, das zu überleben.
Ich will das nie wieder erleben. Ich habe nämlich Fentanyl am ende gar nicht mehr geklebt, sondern Schnipselweise gelutscht. Ich kann JEDEN von Euch nur davor warnen, das jemals auszuprobieren, denn das hat nämlich nur zwei Konsequenzen. Es macht dich extrem Abhängig und jeder Versuch es wieder in den Griff zu bekommen, es zu lassen oder sich gayr einteilen zu wohlen wird scheitern.
Ich habe das 12 jahre lang mit jedem neuen BTM-Rezept auf's Neue versucht, nachdem ich zu Hause etliche kalte (EXTREM KALTE) Enzüge hinter mich bringen musste, weil die Pflaster NIE bis zum nächsten Tonus bzw. Vergabe gereicht haben. Und die Toleranzentwicklung und er Wunsch, dieses unglaubliche Gefühl der wohligen Wärme und das die Menschen um einen herum immer netter werden, das kommt SO im Grunde nur EINMAL. Alles Andere was danach kommt ist pure Sucht.
Ich habe nach dem Aufenthalt in der Notaufnahme aufgrund dieser Fentanylintoxikation, dann die restlichen 12 Stck 50 µg/h Fenta-Tapes bei meinem Schmerzarzt auf den Tisch gelget und ihm gestanden, dass ich mit dem Fentanyl schon LANGE nicht mehr umgehen kann und Hilfe brauche. Da ich aber für meine mittlerweile verstorbene Mama jeden Tag eine Stütze sein musste, um das es ihr gut geht, weil sie auch IMMER für mich da war, konnte ich nicht stationär einen einigermaßen griffigen Entzug machen.
Demzufolge bin ich erstmal auf eine doch recht heftige Dosis Norspan-Buprenorphin 3 Tage eingestellt worden, weil ich sonst ganz sicher einen so heftigen kalten Entzug hätte machen müssen, dass die heide wackelt und dann hätte ich meiner Mama mit NIIX helfen können.
Ich habe dann das Pflaster 52,5 µg/h Buprenorphin auf meinen bauch geklebt, weil das so riesig ist und den nächsten Morgen, war ich wieder Glasklar in der Rübe. Das hat mich doch sehr beeindruckt.
Aufgrund meiner doch recht erfolgreichen Spondylodesen-OP, durch die Offlabel Substition mit Buprenorphin Transdermal dann doch endlich mal Clean zu werden. Ich glaube, ich habe das deutlich unterschätzt mit dem Entzug. Ein Stück weiter bin ich ja schon. Ich war auf 52,5 µg/h alle 3,5 T. Dann runter auf 35 für 8 Wo., dann 30 für 4 Wo. und wollte gestern schon runter auf 20 µg/h 7T ABER JETZT bin ich seid gestern wieder nur noch am Frieren, habe Gänsehaut den ganzen Tag, Arschkalte Hände und friere sogar in meinem Bettchen unter der Daunendecke bei 23 °C Zi.-Temp...Die Tage sind so elendig lang und meine Depris laufen hier über meine Tastatur. Ich könnte einen Motivationsschub gebrauchen um das solange auszuhalten.
Jetzt hat mein Schmerzdoc wieder 30 µg/h 7T für 8 Wo. eingestellt, weil ich wohl zu ambitioniert unterwegs bin. Ich muss wohl ruhiger werden, mir mehr Zeit geben und brauche einen Plan, sonst ist jede Stunde irgendwie verschenkte Lebenszeit. Das muss ich doch irgendwie schaffen, ihr Lieben.! Mein Wille ist ungebrochen, weil ich weiß, dass es sich lohnt am Ende und ich mein normales Körpergefühl und meine Frohnatur zurück bekomme...aber es fühlt sich gerade an, als würde das nie wieder anders werden, als diese verdammte EISZEIT.
Mein Appetit ist auch den bach runter gegangen, obwohl ich vor einer schon zweimal am Tag sehr gut gekocht und gegessen habe. Die Verstopfungen waren auf einmal weg und habe schon oft früh um 4 uhr auf dem Topf verbracht, erfolgreich quasi. Also eigentlich hatte sich das echt schon gut angefühlt. Ich habe auch einige male gerne Musik gehört und ein bisschen meine Turnpbungen gemacht. Und das sogar mit guter Laune. Jedoch verlässt mich dies Euphorie dann unerwartet und urplötzlich muss ich mich wieder unter meine Daunen decke verdrücken und kriege Schüttelfrost. Das ist sehr sehr anstrengend und wurde nach der Reduktion von 30 µg/h auf 20 µg/h erst nach 3 Wochen so krass und geht im Grunde weiter. Eine Verbesserung soll jetzt die nochmalige Gabe von 30 µg/h bringen, denn mein Plan schon nach 4 Wochen 20 µg/h endlich auf 10 µg/h zu wechseln ist somit erstmal gestoppt.
Mein Körper schafft das einfach nicht so schnell und ich kann mit dieser Kälte nicht gut umgehen.
Kann hoffentlich Jemand von Euchen paar motivierende Worte finden.
Das würde mir doch bestimmt meine Ängste nehmen.
LG

Patientendaten

Geburtsjahr: 1968 (55 Jahre)
Geschlecht: männlich
Gewicht: 56,0 kg
Größe: 168,0 cm
Eingetragen durch: Patient
Bewerten: 2x Negative Bewertungen 0x Positive Bewertungen
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