plötzliche Synkopen
Hallo zusammen,
seit 2014 leide ich an immer wieder, plötzlich auftretenden Synkopen. Die erste Synkope hatte ich damals bei der Arbeit. Ich beklagte mich vorher über starke Kopfschmerzen und dann dauerte es auch nicht mehr lang und ich bin synkopiert. Nach diesem Vorfall ist es immer mal wieder passiert. Immer im gehen oder stehen und ohne Vorankündigung. Ich habe schon damals mehrere Ärzte aufgesucht. Bei mir wurde ein MRT vom Kopf, ein Langzeit-EKG, ein EEG, der Langzeit-Blutdruck, mehrere Blutentnahmen durchgeführt und nichts kam bei raus. Darauf hin wurde mir geraten meine Ausdauer zu trainieren und einfach immer eine Cola dabei zu haben.
2018 nahm das ganze einen kleinen Anstieg, woraufhin ich stationär im Krankenhaus aufgenommen wurde.
Während meiner stationären Aufnahme wurde erneut ein EEG und ein erneutes MRT vom Kopf gemacht. Beides viel wieder negativ aus, weshalb ich von der Neurologie auf die Kardiologie verlegt wurde. Dort wurde mir dann ein Eventrekorder implantiert, der 24/7 meine Herzaktivität aufzeichnete. Zudem sollte ich täglich Kompressionstrümpfe tragen, da die Ärzte, auf Grund meiner Körpergröße, eine Venenschwäche vermuteten.
Wieder vergingen Monate in denen mich die Synkopen immer mal wieder überraschten. 2020 wurde mein Eventrekorder dann nochmal durch einen neuen ausgetauscht. Bis Dato keinerlei Hinweise auf eine kardiogenes Geschehen. Seit Dezember 2021 ist es so akut, dass ich seitdem fast täglich synkopiere. Daraufhin bin ich erneut ins Krankenhaus, wo sie diesmal eine Kipptischuntersuchung durchgeführt haben. Diese Untersuchung ist positiv ausgefallen. Allerdings konnte ich der Ärztin bei dieser Untersuchung vorher mitteilen, dass ich gleich synkopiere, da ich kaltschweißig wurde und mir schwarz vor Augen war. Was ich bei meinen "normalen" Synkopen ja nicht habe. Auf Grund des positiven Kipptischs bin ich nach zwei Tagen wieder entlassen worden, mit der Aufgabe meine Ausdauer zu trainieren und zudem Steh-Training zu machen. Dem Rat der Ärzte bin ich natürlich nachgegangen. Mir ging es danach zunehmend schlechter, meine Synkopen sind bis zu vier mal am Tag, tagtäglich, aufgetreten und ich konnte nicht mehr. Daraufhin hat mich meine Hausärztin in ein anderes Krankenhaus eingewiesen. Dort wurde ein Langzeit-EEG gemacht, um eine Epilepsie vollständig auszuschließen. Eine Epilepsie konnte vor Ort ausgeschlossen werden. Die Ärzte in dem Krankenhaus rieten mir dazu, einmal einen Psychologen aufzusuchen, da bei mir evtl. Stress, sei es positiver oder negativer Stress, für kurz auftretende Synkopen verantwortlich sein könnten. Auch diesen Rat bin ich gefolgt und bin seit Mai diesen Jahres in Therapie. Diese hilft mir auch ein Stück weit, aber ich habe immer wieder Phasen in denen es mir sehr häufig passiert. Zudem passiert es mir seit neustem auch im Sitzen, sodass ich schon einmal vom Stuhl gekippt bin.
Vielleicht ist ja irgendjemand hier, der schon mal das Gleiche oder etwas ähnliches durchgemacht hat. Bzw. irgendjemand, der noch eine Idee, eine Anlaufstelle, für mich hat.
Vielen lieben Dank im Voraus
Patientendaten
Geschlecht: weiblich
Gewicht: 78,0 kg
Größe: 185,0 cm